Bargeld Verbot eine Verschwörungstheorie...

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mbraun

Erfahrenes Mitglied
09.07.2011
2.509
3.787
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Du weißt schon, dass Scamming mittlerweile 15 Billionen USD Umsatz pro Jahr macht? Das ist mehr als die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt an BIP hat!

Geändert: Es sind Billionen, nicht Milliarden.
Das erscheint mir sehr viel. Hast Du dazu eine Quelle, was alles darunterfällt?
 

mbraun

Erfahrenes Mitglied
09.07.2011
2.509
3.787
Danke. In der Studie geht es um Betrug allgemein, davon ist nur ein Bruchteil auf Kreditkarten zurückzuführen. Mehr als Cash, aber weniger als klassische Banküberweisungen bzw. -abbuchungen...


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wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
42
66
Naja, 100.000€ Einlagensicherung je Bank (Man kann ja verteilen) und dazu ein gut ausbalanciertes Depot erscheinen mir doch etwas sicherer als die Groschen unter dem Kopfkissen.
Das Depot enthält kein Geld.

Und die Einlagensicherung sichert gegen die Insolvenz/Illiquidität deiner Bank, nicht gegen Betrug.

Ich trage weder Aluhut noch habe ich viele 500er irgendwo im Haus versteckt, aber das Verbraucher immer mehr liquide Mittel durch Online-Betrug verlieren ist ein Fakt. Ein paar Zehntausend Devisen als Notgroschen im Bankschließfach ist zunehmend eine Option für einen gesunden Mix der eigenen Finanzwerte, trotz Verzinsung von null. Ein einzelner Überfall ändert das nicht und natürlich sollten mehr Mittel in renditestarken Titeln gehalten werden.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das erscheint mir sehr viel. Hast Du dazu eine Quelle, was alles darunterfällt?
Phishing, Erpressung nach Verschlüsselung von Unternehmensdaten etc. Die 15 Billionen sind natürlich nicht nur Kreditkartenbetrug oder klassische Online-Scams wie der nigerianische Prinz

 

mbraun

Erfahrenes Mitglied
09.07.2011
2.509
3.787
Phishing, Erpressung nach Verschlüsselung von Unternehmensdaten etc. Die 15 Billionen sind natürlich nicht nur Kreditkartenbetrug oder klassische Online-Scams wie der nigerianische Prinz

da ist u.a. auch der bekannte Enkel-Trick enthalten, der oftmals ja gerade über Bargeld funktioniert…
 

Skyscraperfan

Erfahrenes Mitglied
16.03.2023
1.089
876
Die Einlagensicherung funktioniert nur bei begrenzten Bankenpleiten, aber wenn es richtig knallt, gibt es ein Problem. Banken sind im Prinzip wie ein legales Ponzi-Schema, denn der Großteil des Geldes ist verliehen und wenn jemand sein Guthaben ausgezahlt haben will, muss die Bank das von den 10% oder so machen, die noch da sind. Ähnlich wie mit dem Run aufs Klopapier 2020 kann aber auch ein Bank Run zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden. 2020 gab es auch genügend Klopapier für alle, aber alleine die Furcht vor einem Engpass führte dazu, dass viele Menschen (ich auch) die Regale leer kauften und dann gab es tatsächlich einen Engpass. So etwas kann leicht auch mit Bargeld passieren. Der Sicherungsfonds hat ein Vermögen von weniger Milliarden Euro. Wenn es hoch kommt, 100 Euro pro Bundesbürger. Wie soll das bei einer Bankenkrise helfen. Der Staat mag 100.000 Euro pro Kunde garantieren, aber woher soll er das Geld nehmen?

Und ganz davon abgesehen ist es eine Frechheit, dass der Bankkunde mit seinen Einlagen für die Schulden einer Bank haften soll. 100.000 Euro waren mal viel Geld, aber da der Deutsche Anlagen scheut, haben viele Normalverdiener mehrere hunderttausend Euro auf ihren Konten und es ist eine Zumutung, dass man diese dann auf mehrere Banken verteilen muss. Und was macht derjenige, der 5 Millionen Geldvermögen hat? Braucht der dann 50 Banken? Soll er dann auf eigenen Kosten eine Versicherung dagegen abschließen, dass die Banken sein Geld verzocken?

Es muss endlich ein Konto geben, dass die Bank nur verwaltet, ohne sich daran zu bedienen. Das kostet dann eben eine hohe Gebühr, aber das Geld wäre noch da, wenn die Bank pleite ist. Ich will mit meinem Bankguthaben nicht Gläubiger der Bank werden. Wenn jemand Geld in einem Bankschließfach hat, kann die Bank das doch auch nicht einfach weiter verleihen. So sollte auch ein Konto funktionieren.
 
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wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
42
66
da ist u.a. auch der bekannte Enkel-Trick enthalten, der oftmals ja gerade über Bargeld funktioniert…
Die althergebrachten Methoden sind von nachrangiger Bedeutung. Ja, es wird noch telefoniert und gesimst, aber eben auf Basis von Daten, die vorher abgegriffen wurden. Dein Erfolg ist geringer, wenn Du weder Alter noch Name noch Wohnort noch Bankverbindung noch Email noch Geburtsdatum noch Passwort kennst. Dass Kriminelle in irgendeiner Art und Weise persönlich vor Ort aktiv werden mag sich bei größeren Fischen im Unternehmensbereich lohnen, aber weniger beim Verbraucher Max Mustermann.

Erwartete Schäden durch Scamming in Deutschland für 2025? Circ 400-450 Mrd. Euro.

Schaden durch den Enkeltrick in 2023? Lächerliche 117 Millionen Euro. Gibt es alles noch, aber der Trend ist ganz klar zu Betrug durch kriminelle Vereinigungen. Und selbst wenn es Einzeltäter oder kleine Teams sind, dann zunehmend unter Nutzung von Software/Crime as a Service aus dem Darknet.
 

wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
42
66
Wie hast du die Zahl denn gewürfelt? 5000 Euro pro Einwohner? Fast 10% des BIP? Klar....

Finde aber die Schätzung von ca. 10 Mrd Euro auch schon echt viel.
War grob überschlagen. Die Schäden von Unternehmen sind aber definitiv 25x-35x so hoch wie die von Verbrauchern und 10 Mrd. und mehr wurden bereits in Vorjahren für Schäden an Verbrauchern gemessen.


Ich nagel mich nicht auf 400 Mrd. fest, aber über 200 Mrd. für die gesamte VW definitiv. Man beachte, dass ich bereits im Vorpost auch von Schäden bei Unternehmen schrieb.
 

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.090
5.817
Z´Sdugärd
2020 gab es auch genügend Klopapier für alle, aber alleine die Furcht vor einem Engpass führte dazu, dass viele Menschen (ich auch) die Regale leer kauften

Das erklärt eben schon einges...

100.000 Euro waren mal viel Geld, aber da der Deutsche Anlagen scheut, haben viele Normalverdiener mehrere hunderttausend Euro auf ihren Konten und es ist eine Zumutung, dass man diese dann auf mehrere Banken verteilen muss.

Wer 100k auf einem Bankkonto sitzen hat als privat Person, der macht grundsätzlich was falsch.
 
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Zeitgemäß

Erfahrenes Mitglied
16.08.2024
672
843
Die Einlagensicherung funktioniert nur bei begrenzten Bankenpleiten, aber wenn es richtig knallt, gibt es ein Problem. Banken sind im Prinzip wie ein legales Ponzi-Schema, denn der Großteil des Geldes ist verliehen und wenn jemand sein Guthaben ausgezahlt haben will, muss die Bank das von den 10% oder so machen, die noch da sind. Ähnlich wie mit dem Run aufs Klopapier 2020 kann aber auch ein Bank Run zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden. 2020 gab es auch genügend Klopapier für alle, aber alleine die Furcht vor einem Engpass führte dazu, dass viele Menschen (ich auch) die Regale leer kauften und dann gab es tatsächlich einen Engpass. So etwas kann leicht auch mit Bargeld passieren. Der Sicherungsfonds hat ein Vermögen von weniger Milliarden Euro. Wenn es hoch kommt, 100 Euro pro Bundesbürger. Wie soll das bei einer Bankenkrise helfen. Der Staat mag 100.000 Euro pro Kunde garantieren, aber woher soll er das Geld nehmen?

Und ganz davon abgesehen ist es eine Frechheit, dass der Bankkunde mit seinen Einlagen für die Schulden einer Bank haften soll. 100.000 Euro waren mal viel Geld, aber da der Deutsche Anlagen scheut, haben viele Normalverdiener mehrere hunderttausend Euro auf ihren Konten und es ist eine Zumutung, dass man diese dann auf mehrere Banken verteilen muss. Und was macht derjenige, der 5 Millionen Geldvermögen hat? Braucht der dann 50 Banken? Soll er dann auf eigenen Kosten eine Versicherung dagegen abschließen, dass die Banken sein Geld verzocken?

Es muss endlich ein Konto geben, dass die Bank nur verwaltet, ohne sich daran zu bedienen. Das kostet dann eben eine hohe Gebühr, aber das Geld wäre noch da, wenn die Bank pleite ist. Ich will mit meinem Bankguthaben nicht Gläubiger der Bank werden. Wenn jemand Geld in einem Bankschließfach hat, kann die Bank das doch auch nicht einfach weiter verleihen. So sollte auch ein Konto funktionieren.
Es steht dir doch frei, kurz laufende Staatsanleihen von Ländern mit AAA- Rating zu kaufen.
Oder einen Safe.
 

SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
22.342
14.456
FRA/QKL
Das Depot enthält kein Geld.
Eben, deshalb ist es auch von der maximalen Höhe der Einlagensicherung einer Bank nicht betroffen. Das war meine eigentliche Aussage.
Und die Einlagensicherung sichert gegen die Insolvenz/Illiquidität deiner Bank, nicht gegen Betrug.
Auch das ist natürlich korrekt, aber gegen Betrug gibt es schon Mittel und Wege sich zu schützen. Ich finde die hier genannten Zahlen erschreckend, finde allerdings auch erschreckend wie viele Menschen immer wieder die einfachsten Basics nicht beachten. Neben grenzenloser Naivität und Sorglosigkeit spielt immer wieder das Thema "Gier frisst Hirn" auch eine leider gar nicht so kleine Rolle.
 

Skyscraperfan

Erfahrenes Mitglied
16.03.2023
1.089
876
Wer 100k auf einem Bankkonto sitzen hat als privat Person, der macht grundsätzlich was falsch.
Ist es nicht interessant, dass sogar Berkshire Hathaway im Moment einen dreistelligen Milliardenbetrag als Geld auf dem Konto hat? Waren Buffett hat in der Regel einen sehr guten Riecher.
 

wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
42
66
Die "Normalverdiener", die mehrere hunderttausend Euro auf ihren Konten haben müsstest du mir mal zeigen.

Der durchschnittliche Deutsche hat zwischen 1.000 EUR und 5.000 EUR auf dem (Giro)Konto.
Wie definierst du den "durchschnittlichen Deutschen"? Die entsprechenden Verteilungen sind bekanntlich sehr schief, weshalb deine Range unrealistisch niedrig ist. Eventuell bist du in deiner Ausdrucksweise ungenau und meinst Median.

BTT: Wie viel Bargeld (d.h., ohne Geld auf Giro oder dergleichen) werden pro Deutschem pro Kopf gehalten? Über 7000 Euro, inkl. Kleinkindern, Obdachlosen, etc. pp. In diesem Falle natürlich nicht nur wegen der Verteilungsschiefe verzerrt, sondern auch wegen Euro-Nutzung für kriminelle Zwecke oder in Deutschland ausgegebene Euros, die in Nicht-Euro-Ländern zur Zahlung genutzt werden. Dennoch eine unerwartet hohe Zahl, die korrekt ist!
 

Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
7.046
5.897
FRA
Wie definierst du den "durchschnittlichen Deutschen"? Die entsprechenden Verteilungen sind bekanntlich sehr schief, weshalb deine Range unrealistisch niedrig ist. Eventuell bist du in deiner Ausdrucksweise ungenau und meinst Median.

BTT: Wie viel Bargeld (d.h., ohne Geld auf Giro oder dergleichen) werden pro Deutschem pro Kopf gehalten? Über 7000 Euro, inkl. Kleinkindern, Obdachlosen, etc. pp. In diesem Falle natürlich nicht nur wegen der Verteilungsschiefe verzerrt, sondern auch wegen Euro-Nutzung für kriminelle Zwecke oder in Deutschland ausgegebene Euros, die in Nicht-Euro-Ländern zur Zahlung genutzt werden. Dennoch eine unerwartet hohe Zahl, die korrekt ist!
Die Civey-Umfrage im Auftrag von Smava bringt es auf den Punkt: 23,3 Prozent der Deutschen haben maximal 1.000 Euro auf dem Konto. Bei 17 Prozent sind es sogar nur 500 Euro oder weniger. Nur 11,2 Prozent können sich über mehr als 10.000 Euro freuen. Die große Mehrheit bewegt sich irgendwo dazwischen.
(Link)
 

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.090
5.817
Z´Sdugärd
Kommt darauf an wie vermögend du bist? 100k auf dem Giro haben Opportunitätskosten von max 4% pro Jahr? 4k zahlen manche aus der Portokasse.
Hat doch mit Vermögend nichts zu tun.

Schwäbische Erwerbsregel #12: Von den Reichen lernst das sparen!

Warum 100k auf nem Girokonto liegen haben das nur Geld vernichtet. Die legst an. Und wenns auf diversen Tagesgeldkonten ist.
 
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wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
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mbraun

Erfahrenes Mitglied
09.07.2011
2.509
3.787
Das erklärt es. Es ging dir um den Median, nicht den Durchschnitt. Der verlinkte halbseidene Artikel berechnet Durchschnitte nur nach Sortierung nach Größe des Guthabens und nennt Durchschnitte nur innerhalb einer Größengruppe.
Wie viele Deutsche haben denn Deiner Ansicht nach mehrere hunderttausend Euro auf Girokonten liegen?
 
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wassup

Reguläres Mitglied
28.12.2025
42
66
Wie viele Deutsche haben denn Deiner Ansicht nach mehrere hunderttausend Euro auf Girokonten liegen?
Keine Ahnung. Ich habe doch nichts dergleichen behauptet.

Im Durchschnitt pro Kopf sind es 10 000 Euro pi Mal Daumen. Das ergibt sich nicht aus einen kleinen Umfrage, die natürlich verzerrt sein kann, sondern aus den offiziellen Zahlen der Bundesbank, die Daten von allen in Deutschland aktiven Banken übermittelt bekommt. Die Verteilung ist unglaublich schief, der Medianbürger hat weitaus weniger als 10 000, daher ist es nicht so leicht, sich da eine gute Schätzung aus der Hand zu schütteln.

Ich glaube aber schon, dass viele Reiche auf zumindest annähernd 100k pro Haushalt kommen. Opportunitätskosten aktuell eher 2% als zuvorgenannte 4%. Wenn beide Partner jeweils ein eigenes Konto haben, dazu hast Du vielleicht noch ein paar Gemeinschaftsdepots mit Giro. Überall liegen mal ein paar K rum allein schon wegen Kapitalerträgen.
Wenn du dann überlegst, dass Handwerkerrechnungen oftmals mit Verspätung kommen oder Arztrechnungen bei Privatversicherten auch in unbekannter, teils mehrere Tausend Euro Höhe anfallen können, lohnt sich die große Optimierung kaum. Dann purzeln Steuerrückerstattungen, Erträge aus geschlossenen Investments usw. teils zu nicht vorher bekannten Zeitpunkten rein. Bringt doch alles recht viel Fluktuation mit sich.
 
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