Die Einlagensicherung funktioniert nur bei begrenzten Bankenpleiten, aber wenn es richtig knallt, gibt es ein Problem. Banken sind im Prinzip wie ein legales Ponzi-Schema, denn der Großteil des Geldes ist verliehen und wenn jemand sein Guthaben ausgezahlt haben will, muss die Bank das von den 10% oder so machen, die noch da sind. Ähnlich wie mit dem Run aufs Klopapier 2020 kann aber auch ein Bank Run zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden. 2020 gab es auch genügend Klopapier für alle, aber alleine die Furcht vor einem Engpass führte dazu, dass viele Menschen (ich auch) die Regale leer kauften und dann gab es tatsächlich einen Engpass. So etwas kann leicht auch mit Bargeld passieren. Der Sicherungsfonds hat ein Vermögen von weniger Milliarden Euro. Wenn es hoch kommt, 100 Euro pro Bundesbürger. Wie soll das bei einer Bankenkrise helfen. Der Staat mag 100.000 Euro pro Kunde garantieren, aber woher soll er das Geld nehmen?
Und ganz davon abgesehen ist es eine Frechheit, dass der Bankkunde mit seinen Einlagen für die Schulden einer Bank haften soll. 100.000 Euro waren mal viel Geld, aber da der Deutsche Anlagen scheut, haben viele Normalverdiener mehrere hunderttausend Euro auf ihren Konten und es ist eine Zumutung, dass man diese dann auf mehrere Banken verteilen muss. Und was macht derjenige, der 5 Millionen Geldvermögen hat? Braucht der dann 50 Banken? Soll er dann auf eigenen Kosten eine Versicherung dagegen abschließen, dass die Banken sein Geld verzocken?
Es muss endlich ein Konto geben, dass die Bank nur verwaltet, ohne sich daran zu bedienen. Das kostet dann eben eine hohe Gebühr, aber das Geld wäre noch da, wenn die Bank pleite ist. Ich will mit meinem Bankguthaben nicht Gläubiger der Bank werden. Wenn jemand Geld in einem Bankschließfach hat, kann die Bank das doch auch nicht einfach weiter verleihen. So sollte auch ein Konto funktionieren.