Ich gehe da nur von meinem Vater aus, der mittlerweile Rentner ist. Ich will hier nicht seine finanziellen Verhältnisse offenlegen, aber er war über 40 Jahre Facharbeiter bei einem Autohersteller und fällt damit gut in die Normalverdiener-Kategorie. Er war natürlich auch sehr sparsam. Vielen Rentner geht es so. Sie haben noch die Erinnerung an die Nachkriegszeit und lebten daher immer sehr sparsam. Selbst als Renter gibt er noch viel weniger aus als er Renter bekommt. Und von Akten hält jene Generation nicht viel. Daher sind 100.000 Euro auf dem Girokonto da keine Seltenheit.
Ich bin da anders. Wenn ich Geld auf dem Konto liegen sehe, denke ich immer, was wäre wenn ich morgen sterbe und das ganze Geld gar nicht genutzt habe. Daher wird im Zweifel die nächste Reise geplant. Meinem Vater darf ich gar nicht erzählen, welche Summen ich für Reisen ausgebe, sonst würde er mich wohl enterben