Deutscher bei Einreise misshandelt

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Toter-Greifvogel

Erfahrenes Mitglied
25.04.2024
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Spannende Sache, besonders weil der Grund ja nicht klar ist.
Irgendwo stand dass sie angekündigt habe in die USA zu reisen - ggf. Als Gasttätowierin?! Daher kam dann im Zusammenhang mit den Utensilien der Verdacht?
Liest sich teilweise so als würden da wesentliche Infos fehlen…
Oder ich will es einfach nicht wahrhaben dass so etwas völlig unbegründet in den USA passieren kann 😕
Das kann schon sein.

Ich persönlich halte das Risiko für meinen Dienstposten zu hoch (Stichwort SÜ). Das muss aber jeder für sich entscheiden und abwägen. Davon abgesehen verzweifel ich a weng an nem Land, dass 2x diesen Orange Clown wählt...
 
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Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
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Spannende Sache, besonders weil der Grund ja nicht klar ist.

Wenn man das Interview hört, ist der Grund klar: Sie wollte einen Monat bei der Freundin wohnen und ihr eine Ganzkörpertätowierung stechen (Gegenwert wohl fünfstellig aufwärts). Dienstleistungen gegen (Kost und) Logis werden als Arbeit eingeschätzt. Die klassische Au-pair-Falle. Unschön natürlich das robuste Drumherum, klar, das ist mit unserem Verständnis von Rechtsstaatlichkeit schwer vereinbar. Aber das Warum der Zurückweisung liegt jetzt auf der Hand.
 

IAD_Flyer

Erfahrenes Mitglied
01.01.2024
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HAM / IAD
Wenn man das Interview hört, ist der Grund klar: Sie wollte einen Monat bei der Freundin wohnen und ihr eine Ganzkörpertätowierung stechen (Gegenwert wohl fünfstellig aufwärts).
Ja sowas hab ich mir auch gedacht, dann liegt der Grund tatsächlich auf der Hand…
Dazu das Tattoo Equipment im Gepäck und Zack… auch nicht wirklich schlau…
 

qube

Erfahrenes Mitglied
08.06.2012
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BER
Wenn man das Interview hört, ist der Grund klar: Sie wollte einen Monat bei der Freundin wohnen und ihr eine Ganzkörpertätowierung stechen (Gegenwert wohl fünfstellig aufwärts). Dienstleistungen gegen (Kost und) Logis werden als Arbeit eingeschätzt. Die klassische Au-pair-Falle. Unschön natürlich das robuste Drumherum, klar, das ist mit unserem Verständnis von Rechtsstaatlichkeit schwer vereinbar. Aber das Warum der Zurückweisung liegt jetzt auf der Hand.
Sie hatte auch das Datum ihres Aufenthalts in den USA auf Instagram gepostet wenn ich mich recht erinnere. Es liegt also die Vermutung nahe dass der illegalen Arbeit in Mexiko in Form von Tattoostechen gegen ganz normale Geld-Bezahlung auch solche in den USA folgen sollte. Bei der Sache mit der Freundin könnte man vielleicht noch von Unwissen ausgehen und es als “Falle” der Rechtslage betrachten. Bei Arbeit für Geld ganz sicher nicht.

P.S.
Vollkommen unproblematische B1-Einreise am Mittwochabend in Newark für mich. Wenige Fragen und absolut freundlich behandelt worden.
 
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aspire

Erfahrenes Mitglied
12.08.2016
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🍿 Bereit stell 🤭
Tatsächlich?

 

FCL

Erfahrenes Mitglied
02.04.2020
3.867
3.514
Eine weitere Nacht-und-Nebel-Aktion von Trump's Gestapo...?


Gegenbehauptung...


Willkommen im post truth Zeitalter!
 
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Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
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Bedauerliche Entwicklung, daß man in einigen Ländern derzeit immer besser einen Bademantel bereit hält.
 

gabenga

Erfahrenes Mitglied
16.11.2010
2.522
768
STR
Wir wurden weder bei der Einreise in MSP weder misshandelt noch waren Flughäfen und Hotels bisher leer. Einzig die C von Discover war nur etwas mehr als halb gefüllt.
Die Menschen mit denen wir in Geschäften, Restaurants, Goldplätzen etc. treffen sind auch interessiert und freundlich. Auch wenn es viele in unserem Freundeskreis nicht verstehen könne kommen wir gerne hier her.
Was auch auffällt - mittlerweile kommen uns die USA saubrer und besser organisiert vor. Das sie in der Digitalisierung gefühlt meilenweit voraus sind iversteht sich von selbst.
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
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Wir wurden weder bei der Einreise in MSP weder misshandelt noch waren Flughäfen und Hotels bisher leer. Einzig die C von Discover war nur etwas mehr als halb gefüllt.
Die Menschen mit denen wir in Geschäften, Restaurants, Goldplätzen etc. treffen sind auch interessiert und freundlich. Auch wenn es viele in unserem Freundeskreis nicht verstehen könne kommen wir gerne hier her.
Was auch auffällt - mittlerweile kommen uns die USA saubrer und besser organisiert vor. Das sie in der Digitalisierung gefühlt meilenweit voraus sind iversteht sich von selbst.
Ich nehme mal, du bist ein weißer Mitteleuropäer - da droht auch keinerlei Ärger. Aber das ist ja auch nicht der springende Punkt.

Sondern dass plötzlich die (vermeintliche) Herkunft basierend auf dem Äußeren wieder verstärkt eine Rolle spielt…

Wenn man Teil der Mehrheitsgesellschaft/ dominierenden Teil der Gesellschaft ist - da hat man in der Regel seltenst Probleme.

Eine Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, wie sie mit den Minderheiten umgeht. Und da ist den USA definitiv ein Rückschritt zu beobachten…
 

eldiablo

Erfahrenes Mitglied
15.04.2019
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Europa
letzte anreise in ORD, ankommend mit UA906
4 Personen, 4 Deutsche Pässe, Herkunft Italien ich, Kids Ita und Kuba, Frau Kuba, Mulattin, Kinder Mischlinge
Kurz auf den Pässe geschaut, uns angeschaut, 30 Sekunden später, Welcome to the United States
 

gabenga

Erfahrenes Mitglied
16.11.2010
2.522
768
STR
Ich nehme mal, du bist ein weißer Mitteleuropäer - da droht auch keinerlei Ärger. Aber das ist ja auch nicht der springende Punkt.
Jupp. Liegt aber wohl eher an den zahlreichen pünktlichen Ein-und Ausreisen und weil wir uns nie was zu schulden kommen lassen haben.
Sondern dass plötzlich die (vermeintliche) Herkunft basierend auf dem Äußeren wieder verstärkt eine Rolle spielt…
Nehme ich hier (USA) anders wahr. Entscheidend ist legaler Aufenthaltsstatus oder nicht. Kann, sie Titel, auch "uns" treffen. Scheint sich dann aber meist um Versäumnisse zu handeln. Ein echter Skandal wurde wohl nicht nicht aufgedeckt.
Wenn man Teil der Mehrheitsgesellschaft/ dominierenden Teil der Gesellschaft ist - da hat man in der Regel seltenst Probleme.
In diesem Zusammenhang, s.o., nicht zutreffend.
Eine Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, wie sie mit den Minderheiten umgeht. Und da ist den USA definitiv ein Rückschritt zu beobachten…
Sehe ich anders. Der Unterschied ist eher eher legal vs. illegal. Ich kann erstehen, dass man irgendwann gegen die Illegalen vorgeht. Das wird auch von vielen der Minderheiten unterstützt. Schau dir mal die Interviews mit den Latino-IDE-Agenten an. Die sind den legalen Weg gegangen und lehnen diejenigen die die Abkürzung nahmen ab.
 
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flynue

Erfahrenes Mitglied
26.01.2012
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NUE
Hier mal noch ein Datenpunkt von mir; hab mir nach der heftigen Secondary (April 2024) und obwohl bei den drei Einreisen danach alles normal war zur eigenen Beruhigung nun doch Global Entry geholt - ging schnell und war unkritisch:
28.05.2025: beantragt
29.05.: Bundespolizei FRA
06.06.: conditional approval
01.08.: Enrollment on Arrival IAD (10 Minuten Wartezeit in der Schlange, nur eine Frage nach dem Grund der Beantragung)
03.08.: approved
 

flynue

Erfahrenes Mitglied
26.01.2012
1.197
655
NUE
Das ist schnell!
Aber wo siehst Du “zu Deiner eigenen Beruhigung” einen Zusammenhang zwischen Secondary und GE?

Weil ich gerne Kurztrips mache (z. B. Konzerte, NFL-Spiele, Universal HHN etc.) und die Secondary hätte mich fast die SoFi gekostet. Durch GE brauche ich mir um eine mögliche Secondary (fast) keine Gedanken mehr zu machen, nehme ich zumindest an, da die gemachten Angaben schon zeigen, dass ich ein gefestigtes Umfeld in Deutschland habe. Sowas brauche ich nicht nochmal:

[...]
Ich hatte meine bislang zum Glück einzige Secondary am JFK letztes Jahr im April. Ich hätte +1 vermutlich nicht die Details berichten sollen, aber das war kein Spaß. Ich bin in den letzten 15 Jahren >50 Mal (ausschließlich urlaubsbedingt) eingereist und mir wurde unterstellt ich hätte eine Zweitfamilie und sollte das Gegenteil beweisen. Gar nicht so einfach nach einem Langstreckenflug wenn man die Nacht davor kaum geschlafen hat. Ich musste die Reiseroute und Hotels des aktuellen und der letzten drei Trips am Handy nachweisen und mir wurde nicht geglaubt, dass ich für die Sonnenfinsternis hergeflogen bin und +1 keinen Urlaub nehmen konnte. Ich sollte einen Kontakt in den USA angeben den ich auf einem Urlaub kennengelernt habe, den gibt es aber nicht. Schlussendlich durfte ich doch einreisen, mir wurde aber zu verstehen gegeben dass man mir nicht glaubt obwohl ich nur die Wahrheit gesagt hatte. Wir sind halt Fans von den Nationalparks und Freizeitparks und der NFL.
Hatte nach dem Flug schon Migräne und musste mich nach der Secondary erstmal übergeben.
[...]
 

eldiablo

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15.04.2019
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Europa
Ich hatte bis jetzt in den letzten 18 Jahren, 2 mal Secondary, einmal 10 Minuten verloren und einmal weniger als 30 Minuten
 

CarstenS

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08.09.2012
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4.902
Weil ich gerne Kurztrips mache (z. B. Konzerte, NFL-Spiele, Universal HHN etc.) und die Secondary hätte mich fast die SoFi gekostet. Durch GE brauche ich mir um eine mögliche Secondary (fast) keine Gedanken mehr zu machen, nehme ich zumindest an, da die gemachten Angaben schon zeigen, dass ich ein gefestigtes Umfeld in Deutschland habe. Sowas brauche ich nicht nochmal:

Global Entry vereinfacht primär den Security Background und Customs

wenn du aus irgendwelchen Gründen (im Hintergrund) für Secondary getriggert wirst, dann hilft die GE nicht.
Einzig das Szenario, der Officer kommt aus individuellen Gründen am Counter zu dem Schluss, es gäbe Zusatzfragen - da hilft GE.
Wenn es systemseitig Hinweise gibt, dann kann das auch mit GE passieren.
 
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Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
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Wenn es systemseitig einen Hinweis gäbe, hätte er da nicht mehr als ein Secondary auf 50 Einreisen haben müssen?
 

CarstenS

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08.09.2012
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4.902
Wenn es systemseitig einen Hinweis gäbe, hätte er da nicht mehr als ein Secondary auf 50 Einreisen haben müssen?
Diese Bewertungen sind dynamisch.
Theoretisch kann es Gründe geben, die eine Secondary triggern. Und diese Gründe können wieder entfallen.
Die Antworten bei der Secondary werden ja auch protokolliert - das kann wiederum dazu führen, dass beim nächsten Mal alles OK ist.

Als Außenstehender ist nicht erkennbar, ob es systemseitig eine Indikation war oder ob der Officer aus dem Gespräch heraus zu dem Schluss kam, eine Secondary sei angebracht (wobei das eher selten ist)

Man muss sich auch vor Augen halten - CBP protokolliert die Kernpunkte und sonstige 'Sonderereignisse' (Zollnachfragen,...) außerhalb des Standardablaufs während einer Einreise. Und die Datenkrake hält alles vor.
Wenn man irgendwann ein Visum braucht, hat das Botschaftspersonal alles sichtbar - auch dass man vor 15 Jahren mal 3 Äpfel mit in der USA gebracht und nicht deklariert hat - und dann rausgefischt wurde.
 

eldiablo

Erfahrenes Mitglied
15.04.2019
4.251
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Europa
Diese Bewertungen sind dynamisch.
Theoretisch kann es Gründe geben, die eine Secondary triggern. Und diese Gründe können wieder entfallen.
Die Antworten bei der Secondary werden ja auch protokolliert - das kann wiederum dazu führen, dass beim nächsten Mal alles OK ist.

Als Außenstehender ist nicht erkennbar, ob es systemseitig eine Indikation war oder ob der Officer aus dem Gespräch heraus zu dem Schluss kam, eine Secondary sei angebracht (wobei das eher selten ist)

Man muss sich auch vor Augen halten - CBP protokolliert alles während einer Einreise. Und die Datenkrake hält alles vor.
Wenn man irgendwann ein Visum braucht, hat das Botschaftspersonal alles sichtbar - auch dass man vor 15 Jahren mal 3 Äpfel mit in der USA gebracht und nicht deklariert hat - und dann rausgefischt wurde.

Also
ich hatte bis jetzt seit 2008 2 Stück
Einmal ziemlich am Anfang wo ich mit ESTA eingereist bin, vorher musste man so ein Weißes und Grünes Blatt ausfüllen im Flieger.
Einmal direkt an der Passkontrolle, war 2010, da kam ich in ein Raum und ich sollte meine Kuba Stempeln im Pass erklären, ging relativ schnell, danach hat der Typ etwas am PC getippt

Das zweite mal, war nicht an der Passkontrolle, sondern die hatten mein Koffer gekennzeichnet und bevor ich das T8 verlassen konnte, hat mich ein Officer herausgewunken, ich sollte denen sagen, was ich im Koffer hatte
Parmesan, Culatello und Felino Salami
Den Salami durfte ich nicht einführen, es waren 3 kg, weil der Hersteller nicht in der Liste war von den erlaubten Importeure
 

CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
3.728
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Das zweite mal, war nicht an der Passkontrolle, sondern die hatten mein Koffer gekennzeichnet und bevor ich das T8 verlassen konnte, hat mich ein Officer herausgewunken, ich sollte denen sagen, was ich im Koffer hatte
Parmesan, Culatello und Felino Salami
Den Salami durfte ich nicht einführen, es waren 3 kg, weil der Hersteller nicht in der Liste war von den erlaubten Importeure
OT:
Sowas würde sofort dazu führen, dass ein vorhandenes GE gecancelt wird.
Denn die Idee von 'trusted traveller' ist ja, dass man transparent ist und selbst anspricht, wenn man was zu deklarieren hat (oder Fragen dazu hat).
We ein GE hat, sollte immer alles anmelden (oder es nicht mitbringen) - die Idee, es darauf ankommen zu lassen, geht nach hinten los, wenn man rausgefischt wird.
Aktiv deklarieren ist kein Problem.
 
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eldiablo

Erfahrenes Mitglied
15.04.2019
4.251
2.833
Europa
OT:
Sowas würde sofort dazu führen, dass ein vorhandenes GE gecancelt wird.
Denn die Idee von 'trusted traveller' ist ja, dass man transparent ist und selbst anspricht, wenn man was zu deklarieren hat (oder Fragen dazu hat).
We ein GE hat, sollte immer alles anmelden (oder es nicht mitbringen) - die Idee, es darauf ankommen zu lassen, geht nach hinten los, wenn man rausgefischt wird.
Aktiv deklarieren ist kein Problem.
OT:
Ich darf ja kein GE haben, wegen meiner Doppelstaatsbürgerschaft (Stand 2018)

Mit den Salami, war meine Meinung ein Missverständnis der US Behörden, denn der Großhändler hatte angefragt und auch die notwendige Dokumente mitgegeben, nur bei diesen Salami, handelte es sich damals um Typ Felino (Hergestellt in Modena und nicht in Felino in der Provinz von Parma) und diesen durfte damals (2015), nicht einführen

Habe aber kein Bußgeld oder ähnliches bekommen, musste es nur entsorgen bwz. konnten wir vor Ort ausprobieren