Deutscher bei Einreise misshandelt

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Chris1984FRA

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21.05.2020
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Irgendwie senkt das meine Vorfreude auf meinen Boston Besuch/Urlaub im Mai schon etwas. Am besten halte ich den Immigration Officer gleich meine ausgedruckte Rückflugbestätigung und meine booking.com Hotelreservierung vor die Nase, bevor die Paranoia zu groß wird, dass ich mich dauerhaft in den USA aufhalten oder geschweige denn dort arbeiten will.... Vielleicht kann ich ihn/sie ja auch mit einer mitgebrachten Ente aus der First Class Lounge in München friedlich stimmen oder ich lande wegen eines Bestechungsversuch gleich fünf Wochen in einem dunklen Loch.....
 

Alfalfa

Erfahrenes Mitglied
23.01.2022
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Ist doch jetzt alles nichts neues. Auch Cat Stevens wurde schon anno dazumal die Einreise verweigert. 🤷‍♂️
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
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Ich bin in den letzten 10 Jahren rd. 50x mit meinem B1/B2 Visum eingereist. Wenn der Pass gestempelt wurde (selten, da GE), wurden immer 6 Monate eingetragen.
Gut möglich.

Ich hatte, seitdem das auf digital umgestellt wurde und du in der Regel keinen Stempel mehr erhältst schon alles mögliche. - Einreise auf nen falschen Reisepass ausgestellt, 1 Tag Aufenthaltsdauer, falsche Admission-Kategorie.

Nen Recht auf 6 Monate gibt's nicht. - Wenn der Beamte weniger stempelt (oder dich aus irgendwelchen Gründen mit nem anderen Admission-Type reinlässt), gibt's u.U. keine 6 Monate.
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
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Das kann ich so nicht bestätigen. Selbst in JFK, wo sie angeblich besonders Spaß befreit sind, waren sie immer nett und durchaus witzig. - Selbst bei den Secondarys mit NIE während Covid.
Ich hatte echt auch noch nie irgendwelche Probleme und alle waren gut drauf.

Egal ob JFK, EWR, MIA, IAD, DEN, ORD, SFO, SEA, YVR, YYZ, YUL, LAX, SAN.
Auch die Landgrenze Tijuana / San Ysidro oder das Special Case Office in San Ysidro, die mir jetzt schon mehrfach die Einreise gefixed hatten nachdem da irgendwas kaputt ging.

Gut, die eine ANA Crew in JFK wird das vermutlich anders sehen, aber nachdem sie trotz mehrfacher Ermahnung ihre Geräuschkulisse nicht gesenkt hat, ist sie kurzerhand aus dem Office rausgeflogen (ich war da gerade zum Global Entry Interview da und der Beamte und ich haben uns gegenseitig akustisch überhaupt nicht verstanden)

Andererseits habe ich auch schon Tonnen an Einreisewilligen gesehen, die es nicht geschafft haben sich sauber in ner Schlange anzustellen oder welche die ganz offensichtlicherweise kein Global Entry hatten und das aber ganz gerne mit dem Beamten am Global Entry Schalter ausdiskutieren wollten.
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
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Na, wohl eher nicht, wenn man legal in diesem Land war - was ja in dem Mexiko-Fall offensichtlich der Fall war.
Ganz richtig. "War". - Ob du erneut rein dürftest ist ne andere Frage, da sich der Einreiseschalter in San Ysidro strenggenommen bereits auf amerikanischem Hoheitsgebiet befindet.

Zumal es bei den Menschen in San Ysidro, wenn ich es richtig verstanden habe, nicht darum ging, dass sie Inadmissible waren, sondern darum, dass sie bei ihrem vorhergehenden Aufenthalt gegen die Aufenthaltsbestimmungen verstoßen haben (z.B. Touri-Visum + Arbeit, Touri-Visum + Familiengründung, ...), weshalb sie ihren Antrag auf Admission auch nicht einfach zurückziehen konnten.

Bei der Tattoo-Künstlerin stand irgendwo, dass sie den Winter in Mexiko verbracht hatte und auf Visa-Waiver unterwegs war. - Oder mit anderen Worten 90 Tage Admission, welche sich mit einer Reise nach Mexiko nicht zwangsläufig zurücksetzen.
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
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Nächster Fall, ich habe kein Plus und kann es daher nicht beurteilen.
Ist kein neuer Fall. Wurde bereits diskutiert. Ihrem Handy war wohl zu entnehmen, dass sie in den USA arbeiten wollte.
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
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Nächster Fall, ich habe kein Plus und kann es daher nicht beurteilen.
Wird gerade gefühlt nur stärker in den Medien gepushed (ähnlich wie Boeing's Fälle nach dem Alaska Door Plug Incident).

Ich hatte auch schon während Biden's Amtszeit Deutsche im Flieger, die in San Diego von CBP bis ans Flugzeug in Ketten angeliefert wurden.
 

Inlandsvägen

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10.02.2010
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Passiert immer wieder mit (jungen) Leuten, die mit wenig Geld übertrieben lange reisen müssen. Da fragen sich dann die Beamten, wie das wohl geht. 7 Wochen Reisen, das hätte ich mir als Student nicht leisten können... Und dann hat man auf dem Smartphone auch noch alles schwarz auf weiß oder muss alles posten, was man macht.

Leider werden in diesen ganzen Berichten vermutlich wesentliche Infos außen vor gelassen, nur um gegen die USA zu wettern.

Verstehe auch nicht, wieso man mit sowas an die Presse geht. Würde mich nicht wundern, wenn dann auch mal andere Länder genauer hinschauen beim Pass mit US-Einreiseverweigerung.
 
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Biohazard

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29.10.2016
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LEJ
Dort fordert sie ein zweiter uniformierter Mann auf, ihr Mobiltelefon auszuhängen. Er sieht ihre Fotos durch, auch den Ordner »Privat« muss sie entsperren.
Bestärkt mich in meiner Tätigkeit, das Smartphone vor der Einreise auszuschalten oder zumindest so zu sperren, dass das Gerät nicht mehr mit einem (gewaltsam erzwungenen) Fingerabdruck entsperrt werden kann.
 
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Inlandsvägen

Erfahrenes Mitglied
10.02.2010
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Main-Taunus-Kreis
Bestärkt mich in meiner Tätigkeit, das Smartphone vor der Einreise einzuschalten oder zumindest so zu sperren, dass das Gerät nicht mehr mit einem (gewaltsam erzwungenen) Fingerabdruck entsperrt werden kann.
Und wenn du es auf Aufforderung nicht entsperrst, meinst du, sie lassen dich zur Belohnung einreisen?
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
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Leider werden in diesen ganzen Berichten vermutlich wesentliche Infos außen vor gelassen, nur um gegen die USA zu wettern.
Und wenn du etwas länger zu den Fällen recherchierst (oder manchmal auch nur nen paar Wochen wartest), dann tauchen plötzlich irgendwelche Overstays aus der Vergangenheit und Ähnliches auf.
 

realsaltysalt

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16.03.2014
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Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
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Ich behaupte, wenn man ehrlich überzeugend antwortet was man dort will, gibt es keinerlei Probleme.

Kommt darauf an, was man dann ehrlicherweise sagt. Mit "Ich will mich hier ein paar Monate so durchschlagen, keine Ahnung wie, hat bisher immer gepasst, wahrscheinlich jobbe ich ein bisschen" kommt man vielleicht (und vielleicht zu Recht und unabhängig von Donald dem Gottseibeiuns?) nicht so weit 🤷‍♂️

Nichts zu verbergen hilft halt auch nur, wenn man nichts zu verbergen hat :p
 

internaut

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05.04.2010
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Kommt darauf an, was man dann ehrlicherweise sagt. Mit "Ich will mich hier ein paar Monate so durchschlagen, keine Ahnung wie, hat bisher immer gepasst, wahrscheinlich jobbe ich ein bisschen" kommt man vielleicht (und vielleicht zu Recht und unabhängig von Donald dem Gottseibeiuns?) nicht so weit 🤷‍♂️

Nichts zu verbergen hilft halt auch nur, wenn man nichts zu verbergen hat :p
einerseits sind es natürlich (wie immer) irgendwelche Glücksritter, die Mist bauen - seien es Deutsche Touris in den USA oder Amis in Australien (aber die wird wegen des Wombats im Arm wahrscheinlich nicht nackt ausgezogen und stundenlang verhört). Auf der anderen Seite trifft es eben heute Greencard Inhaber aus heiterem Himmel, weil sie vor x-Jahren mal heute längst legales Hasch konsumiert hatten oder auf dem falschen Friedhof zur falschen Zeit waren (die Ärztin aus dem Libanon). Letztere muss ja nicht mal bei der Beerdigung des Islamisten gewesen sein, vielleicht war sie ja auch nur kurz Opas Grab besuchen - aber ihr google oder iphone Handy hatten sie geortet und damit fand sie sich auf einer schwarzen Liste wieder...
 

qube

Erfahrenes Mitglied
08.06.2012
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Auf der anderen Seite trifft es eben heute Greencard Inhaber aus heiterem Himmel, weil sie vor x-Jahren mal heute längst legales Hasch konsumiert hatten
Es ging nicht um Konsum per se, sondern um mehr als 30g dabei haben. Das wäre selbst in Berlin nicht mehr unter Eigenbedarf gefallen als es noch illegal war. Außerdem war das nicht die einzige Begegnung mit der Justiz die der gute Herr hatte.
oder auf dem falschen Friedhof zur falschen Zeit waren (die Ärztin aus dem Libanon). Letztere muss ja nicht mal bei der Beerdigung des Islamisten gewesen sein, vielleicht war sie ja auch nur kurz Opas Grab besuchen - aber ihr google oder iphone Handy hatten sie geortet und damit fand sie sich auf einer schwarzen Liste wieder...
Nee, sie hat ja (laut DHS) selbst bei der Einreise nach der Rückkehr angegeben dass der Zweck der Reise in den Libanon Besuch der Beerdigung von Nasrallah war (die übrigens in einem Sportstadion stattfand) und einschlägige Fotos fanden sich auf ihrem Handy noch dazu.
 

CX777

Erfahrenes Mitglied
05.03.2017
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Mal eine Story aus der Mottenkiste, die heute zu noch unangenehmeren Folgen führen und ein klassischer Fall von Verplappern sein dürfte: 2004 bin ich das erste Mal in die USA gereist. Aber nicht allein, sondern mit 11 Mitschülern und zwei Lehrern im Rahmen des GAPP-Programms.

Wer es nicht kennt: im Gegensatz zu einem klassischen (Halb-)Jahresschüleraustausch als Einzelkämpfer bleibt man bei der Variante mit der Gruppe drei bis vier Wochen in den USA und empfängt im Gegenzug etwa ein halbes Jahr später seine amerikanischen Austauschschüler. Damals war jedenfalls für die "echten Austauschschüler", die mindestens ein halbes Jahr dort bleiben, ein anderes Visum bzw. eine andere Einreiseerlaubnis erforderlich als für uns, die wie klassische Touristen eingereist sind. Unsere Leherein hat uns damals vor der Reise zig-fach eingebläut, bei der Einreise - damals in PHL - und der Frage nach dem Grund ja nicht "student exchange" oder sowas zu antworten, sondern "vacation".

Eine Mitschülerin hats wahrscheinlich vor Aufregung gut gemeint und eigentlich wahrheitsgemäß was von "exchange" erzählt und es kam, wie es kommen musste. Damals noch 17 wurde sie ohne Möglichkeit einen Lehrer mit hinzuzunehmen von den Cowboys abgeführt. Drei Stunden haben wir am Flughafen auf sie warten müssen, bis sie völlig fertig ob der rüden Behandlung und Befragung dann doch einreisen durfte. Was mich heute noch fassungslos macht, da sie im abgeschirmten Wartebereich und bis zum Schluss ohne Hinzuziehung eines Lehrers inmitten sonstiger zwielichtiger Gestalten ausharren und die Prozedur über sich ergehen lassen musste.

Man kann sich ausmalen, was da heutzutage passieren würde (wenn es diese unterschiedlichen Einreisebestimmungen für Austauschschüler noch gibt). Ich stell mir auch die Frage, was eigentlich passiert, wenn man kein solides Englisch spricht? Soll ja neuerdings einzige Amtssprache sein. Klicken dann sofort die Handschellen, wenn Lieschen Müller auf ihrer once-in-lifetime New York-Reise bei der Einreise mit: "My english is not the yellow from the egg" antwortet und als mutmaßlich illegale Hühnerzüchterin (Eier sind ja gerade ein sensibles Thema da drüben) schnurstracks abgeschoben wird?
 
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Reaktionen: tyrolean und bcs13

Airsicknessbag

Megaposter
11.01.2010
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einerseits sind es natürlich (wie immer) irgendwelche Glücksritter, die Mist bauen - seien es Deutsche Touris in den USA oder Amis in Australien (aber die wird wegen des Wombats im Arm wahrscheinlich nicht nackt ausgezogen und stundenlang verhört). Auf der anderen Seite trifft es eben heute Greencard Inhaber aus heiterem Himmel

Klar, von einem Rechtsstaat erwarte ich da ein bisschen mehr, und irgendwann kommt auch das Niemöller-Zitat zum tragen. ABER: Bei all den Fällen habe ich noch von keinem gehört, wo ich spontan dachte "oh Mist, das hätte mich auch treffen können." Aber ich gehe halt auch weder zu Beerdigungen von Terroristen, noch kiffe ich. Und ja, ich hatte auch schon relativ rüde Agents mit doofen Fragen und auch mal ein ausführliches Secondary (aber seitdem nix mehr, die Buchhaltung funktioniert offenbar) - im Ergebnis aber alles kein Problem. Auch wenn es jeweils unangenehm war und ich es auch nicht gut fand. (Übrigens sind die Kanadier zu mir sehr viel penetranter, aber das nur nebenbei.)