Elektromobilität (aus dem Tesla-Aktie-Thread)

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marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.535
6.972
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Also man kann sich schon alles schön rechnen/reden. Die Diskussion um das Rekupieren erinnert ein wenig an die Sicherheitsdiskussion bei großen SUVs.

Wer den Nachhaltigkeitsaspekt im Vordergrund stehen hat, möchte möglichst wenig Belastung bei Betrieb, aber auch bei der Herstellung.

Und sicher ist ein 600PS eAuto günstiger in der CO2-Bilanz als ein 12 Zylinder Bolide - aber um echte Nachhaltigkeit geht es da nicht.
Na ja, im Betrieb liegt das E Auto schon weit vorne.

Wenn ich 20kWh/100km verfeuere dann sind das, beim aktuellen Strommix in DE, 6,9kg CO²/100km. Damit kann man auch ein größeres E Auto betreiben. Selbst wenn ich mit einem großen SUV auf der AB 25kWh verbrauche, sind das nur 8,6kg.

Ein Kleinwagen, der 4l Diesel auf 100km verbraucht, liegt bei 10,6kg CO² auf 100km.

Grundsätzlich gebe ich Dir aber Recht, dass der Trend zu SUVs in die falsche Richtung weist - vor allem bei E Autos.

Das ist in der Tat ein Punkt, bei dem E-Autos ihre Tauglichkeit noch unter Beweis stellen müssen: Langlebigkeit.
Auch wenn ich die Marke nicht mag, bei den Teslas gibt es reichlich FZG die schon viele 500.000km und mehr zurückgelegt haben..

In aller Regel mit der ersten Batterie. Bei Tesla sind wohl irgendwann mal die Motoren hin - aber die sind nicht extrem teuer.

Wenn man sich ansieht, was bei aktuellen Verbrennern an Kosten für die Abgasreinigung anfällt, wenn die Autos mal etwas älter sind, ist das nichts dramatisches. Auch die aktuellen Motoren, gerade Diesel, halten nicht mehr wirklich lang. 500tkm wie damals ein W123 200d hält da kein Motor mehr. - Kein Wunder bei Literleistungen von 100PS und mehr.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.044
814
Auch wenn ich die Marke nicht mag, bei den Teslas gibt es reichlich FZG die schon viele 500.000km und mehr zurückgelegt haben..

In aller Regel mit der ersten Batterie. Bei Tesla sind wohl irgendwann mal die Motoren hin - aber die sind nicht extrem teuer.
Die Frage ist nicht wieviele Kilometer, sondern eher wie viele Jahre, wenn das so läuft wie bei Mobiltelefonen dann ist nach 10 - 15 Jahren Schluss, egal wie hoch die KM Leistung ist - da habe ich auch meine Bedenken. Da kommt eine EndOfLifetime Messsage und 24 Monate später ist Schluss mit dem Support. Ich bin wirklich gespannt was da passiert - vor allem weil nach Ansicht der EU ein Fahrzeug ja auch nur eine Nutzungsdauer von 15 Jahren hat.
Wenn man sich ansieht, was bei aktuellen Verbrennern an Kosten für die Abgasreinigung anfällt, wenn die Autos mal etwas älter sind, ist das nichts dramatisches. Auch die aktuellen Motoren, gerade Diesel, halten nicht mehr wirklich lang. 500tkm wie damals ein W123 200d hält da kein Motor mehr. - Kein Wunder bei Literleistungen von 100PS und mehr.
Das Problem ensteht ja bei Verbrennern meist nicht mehr in Deutschland, die Fahrzeuge landen in Osteuropa und Afrika wo sie dann wieder irgendwie zusammengeschustert werden - das dürfte bei eAutos ausfallen.
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.535
6.972
Die Frage ist nicht wieviele Kilometer, sondern eher wie viele Jahre, wenn das so läuft wie bei Mobiltelefonen dann ist nach 10 - 15 Jahren Schluss, egal wie hoch die KM Leistung ist - da habe ich auch meine Bedenken. Da kommt eine EndOfLifetime Messsage und 24 Monate später ist Schluss mit dem Support. Ich bin wirklich gespannt was da passiert - vor allem weil nach Ansicht der EU ein Fahrzeug ja auch nur eine Nutzungsdauer von 15 Jahren hat.
Interessante Frage. Betrifft aber moderne Verbrenner in gleicher Weise. Auch die sind in hohem Maße von Elektronik usw. abhängig.


Das Problem ensteht ja bei Verbrennern meist nicht mehr in Deutschland, die Fahrzeuge landen in Osteuropa und Afrika wo sie dann wieder irgendwie zusammengeschustert werden - das dürfte bei eAutos ausfallen.
Viele moderne Verbrenner sind kaum noch sinnvoll reparabel. Die Alumotoren kann man nicht einfach aufschleifen und mit Übermaßkolben versehen. Das betrifft zahlreiche FZG, auch schon ältere Baujahre - z.B. VW T5 von 2004-2009 mit 5 Zylinder TDI.

Gleiches gilt für die Peripherie - so ein DSG Getriebe repariert kein Dorfschmied in Gaborone mehr. - Von der Elektronik mal ganz zu schweigen.
 
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Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
7.275
6.181
FRA
Grundsätzlich gebe ich Dir aber Recht, dass der Trend zu SUVs in die falsche Richtung weist - vor allem bei E Autos.
Warum wohl werden SUVs gerne elektrifiziert ? Die Batterie findet dort mehr als genug Platz und das Gewicht der Batterie ist auch nicht sonderlich störend.
Ob der SUV nun 1900kg oder 2200kg wiegt ist eher belanglos, einen TT mit 1250kg mit einer 450kg Batterie zu beaufschlagen ist sinnbefreit, abgesehen vom Platz, den die Batterie benötigt.
... und ob Elon den Tesla Roadster neu auflegen will steht noch in den Sternen.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
10.044
814
Interessante Frage. Betrifft aber moderne Verbrenner in gleicher Weise. Auch die sind in hohem Maße von Elektronik usw. abhängig.

Viele moderne Verbrenner sind kaum noch sinnvoll reparabel. Die Alumotoren kann man nicht einfach aufschleifen und mit Übermaßkolben versehen. Das betrifft zahlreiche FZG, auch schon ältere Baujahre - z.B. VW T5 von 2004-2009 mit 5 Zylinder TDI.

Gleiches gilt für die Peripherie - so ein DSG Getriebe repariert kein Dorfschmied in Gaborone mehr. - Von der Elektronik mal ganz zu schweigen.
Vollkommen richtig, wird auch interessant für vermeintliche Oldtimer aus den 00er Jahren. Ich vergesse das immer weil ich an Fahrzeugen hänge die im letzten Jahrtausend erstmals zugelassen wurden. Aber Steuergeräte haben mich auch schon wahnsinnig gemacht.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Warum wohl werden SUVs gerne elektrifiziert ?
Weil das die Fahrzeugmodelle sind die sich aktuell am besten verkaufen - weltweit.
 

zimbowskyy

Erfahrenes Mitglied
29.11.2016
844
924
CGN
Interessante Frage. Betrifft aber moderne Verbrenner in gleicher Weise. Auch die sind in hohem Maße von Elektronik usw. abhängig.
Defintiv, deswegen schrieb ich ja auch, dass es nicht nur auf den Akku bezogen ist. 500k km in 5 Jahren sehe ich als nicht problematisch an, aber wie sieht bei täglicher Nutzung im Stadtverkehr, wo die E-Autos dem Verbrenner ja klar überlegen sind, nach 15 Jahren aus?
Viele moderne Verbrenner sind kaum noch sinnvoll reparabel
Leider wahr, mein aktueller BJ 2010 ist wohl einer der letzten, bei dem ich noch selber die Birne des Frontscheinwerfers wechseln kann.
 

marcus67

Erfahrenes Mitglied
17.01.2015
5.535
6.972
Warum wohl werden SUVs gerne elektrifiziert ? Die Batterie findet dort mehr als genug Platz und das Gewicht der Batterie ist auch nicht sonderlich störend.
Ob der SUV nun 1900kg oder 2200kg wiegt ist eher belanglos
Schon klar, wir haben ja in Ermangelung eines großen Kombis (ID7 Tourer oder A6 e-tron Avant gab es vor gut 2 Jahren noch nicht) auch einen SUV. - Wobei der e-tron für einen SUV noch relativ niedrig ist - ein ID7 ist auch nur 8cm flacher.
Das Gewicht ist am Ende gar nicht mal das Thema, das tut beim BEV ja nicht so weh - der Luftwiderstand auf der AB hingegen schon.


Aber Steuergeräte haben mich auch schon wahnsinnig gemacht.
Da gibt es inzwischen ein paar spezialisierte Firmen, die eigentlich alles (MSG, ABS STGs, Airbag STGs usw.) reparieren können.
 

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
9.351
6.163
Z´Sdugärd
Leider wahr, mein aktueller BJ 2010 ist wohl einer der letzten, bei dem ich noch selber die Birne des Frontscheinwerfers wechseln kann.
Ich wiederhol mich: Hier MUSS ein komplett neues Berufsbild her. Ein "normaler" Mechatroniker ist ja schon mit nahezu allem überfordert was ausser Fehler auslesen hinaus geht.

Die Leistungsleketronik ist die selbe wie in jedem getakteten Motor. Also Klassischer Maschinenbau eben. Und da kann ich dir sagen, gibts in ganz Deutschland keine 5 Leute die das System WIRKLICH verstehen. Hier wird einfach nach dem "try and error" Prinzip Teile getauscht bis es wieder klappt. Da stehen dann schonmal 25k auf der Uhr bei einem 2Cent defekt. Bei einer Maschine die 500k aufwärts kostet ggf noch zu verkraften. Bei einem 40k Auto halt Totalschaden. Und wird ein Motorschaden bei einem Verbrenner schon viel zu schnell ausgesprochen will ich gar nicht wissen wie das bei eine, E Wagen bei einem Defekt ausgesprochen wird.
 
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somkiat

Erfahrenes Mitglied
30.05.2013
5.964
4.964
Gummersbach
Juser , ich darf die Gelegenheit ergreifen , und zwar beim Schopf , gilt es doch den finalen Durchbruch hinsichtlich der bevorstehenden Massenelektrifizierung zu vermelden. Das Auto kommt aus Italien , hat 5 Sitzplätze sowie 4 Türen , die sich in alle mögliche Richtungen öffnen lassen . Aussehen tut das Ding wie eine Elektrostudie der Volkshochschule Shenzhen aus China , kostet auch lediglich 550.000 Oiro minus 6000 Oiro Subvention bei geringem Familieneinkommen und nennt sich Ferrari Luce ( = Licht ) .

" Er wird von vier Elektromotoren – einem an jedem Rad – angetrieben, liefert eine Leistung von 1.050 PS, beschleunigt in 2,5 Sekunden auf 100 km/h, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h und hat bei voller Ladung eine Reichweite von 530 km. Er verfügt über ein 122-kWh-Batteriepack, eine 800-V-Architektur und wiegt 2.260 kg. " ( Webseite Ferrari )

Juser , sollte sich der erfroite Fahrer tatsächlich der oben erwähnten Fahrleistungen bedienen , würden aus den 530 km Reichweite vermutlich eher 150 , so dass ein Ausflug von Köln nach München eher der Echternacher Springprozession gleichkäme . Sinnbildlich . Angemessenen Krach macht das Vehikel jedenfalls indem die Vibrationen der Elektromotoren trickreich verstärkt werden . Es überkommt mich , oh Juser , das nackte Grauen angesichts dieses automobilen Rülpsers zumal auch die gängigen Benziner des Hauses eher wie Flugzeuge aussehen und nicht mehr wie Autos .

Früher war alles besser .
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.659
13.473
irdisch
Ferrari hat sich aber auch gerade Markenrechte schützen lassen an den Bezeichnungen:
12Cilindri MM, 12Cilindri MM Aperta und 12Cilindri GTO. Besser schon mal sparen.
 

Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
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FRA
Ehrenwerter Herr aus dem Hause Somkiat,

möchten Sie ihren Blick nicht diesseits der Alpen ruhen lassen und die Qualitätsarbeit der doitschen Automobilhersteller entsprechend gebühren.


Aus dem Hause AMG entspringt dieser gut ausgestattete Mercedes mit 1169 Pferden unter der Haube, einer künstlichen Schubkraftunterbrechung und genug Krach über Aussen- Innen- und sonstige Lautsprecher. Ali wird sicherlich hocherfreut mit diesem Mobil vor der örtlichen Eisdiele cruisen.
 

Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
7.275
6.181
FRA
Zulassungszahlen Mai 2026 (Link)

AntriebsartNeuzulassungen Mai 2026Veränderung ggü VorjahrMarktanteil
Batterieelektrisch (BEV)59.969+39,3 %25,0 %
Hybrid gesamt95.466+3,6 %39,9 %
- davon Plug-in-Hybrid (PHEV)27.921+10,9 %11,7 %
Benzin51.806-23,7 %21,6 %
Diesel30.547-13,0 %12,8 %
Flüssiggas (LPG)1.641+61,7 %0,7 %
Erdgas (CNG)0-0,0 %
 
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Rantala

Erfahrenes Mitglied
19.12.2016
450
773
Mittlerweile bei uns in der Gegend auch deutlich auf den Straßen sichtbar.
Grob überschlagen sehe ich auf meinem Arbeitsweg 1/3 mehr E Wagen als noch vor einem halben Jahr.
 

MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.533
11.992
Dahoam
Dieser Wechsel zur E-Mobilität ist nicht mehr aufzuhalten. Demnächst kommt der VW-Konzern mit seinen ID.Polo und den anderen Konzern-Brüdern auf den Markt und wird dadurch auch die Autofahrer zum Wechsel animieren denen die bisherigen Modelle zu groß und zu teuer waren. Dazu stehen dem Gebrauchtwagenmarkt zudem immer mehr gute Elektroautos zur Verfügung für diejenigen denen Neuwagen noch zu teuer sind. Auch nimmt die Zahl an Ladesäulen weiter zu. Es zeigt sich auch immer mehr, dass die Haltbarkeit der Batterien deutlich besser ist als befürchtet. Nur noch Ewiggestrige die noch nie eine E-Auto gefahren sind werden weiterhin die Schauermärchen der E-Mobilität verbreiten. Am Ende wird der Verbrenner verschwinden wie Kutschen, Dampfloks oder Glühbirnen.
 

Papua

Aktives Mitglied
31.12.2025
185
262
Hier im Neubaugebiet - so gut wie kein Verbrennee mehr. Alles elektrisch bei den neueren Fahrzeugen. Man muss schon Wohnwagenliebhaber sein um sich heute noch einen Verbrennet als Neuwagen zuzulegen. In ein paar Jahren sind sie Geschichte.
 

denkigroove

Erfahrenes Mitglied
01.02.2010
7.971
8.141
SNA
Wobei natürlich Old-/Youngtimer weiterhin ihre Berechtigung haben und auch existieren werden. Ich hab noch ein Audi 80 Cabrio in der Garage was ich auch behalten werde - als daily jedoch kommt für mich nichts am BEV vorbei.
 
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MANAL

Erfahrenes Mitglied
29.05.2010
15.533
11.992
Dahoam
Liebhaberfahrzeuge wird es immer geben. Langfristig (Jahrzehnte) wird es halt dann immer weniger Tankstellen geben und man muss schauen wo man dann noch tanken kann und zu welchen Preisen. Da braucht es dann eine Tankplanung so wie man jetzt noch Ladeplanungen machen muss. ;)
 

CX777

Erfahrenes Mitglied
05.03.2017
369
941
Ein Punkt, über den ich immer mal wieder sinniere, ist die der Entwicklung des Exportgeschäfts und damit zusammenhängender Fragen.

Wir in Europa sind durch das Externalisieren von Umweltschäden für unsere Konsumgüter ja immer ganz groß darin, uns für Nachhaltigkeit und Co. ganz groß selbst auf die Schulter zu klopfen (so entstand auch das europäische Duckmäusertum, wobei das nur eine abenteuerliche Theorie ist 😁). Müll und Schrott schippern wir ja auch mal ganz gerne ins entfernte Ausland. So auch Fahrzeuge, die hier einfach "durch" sind, in anderen Ländern aber noch gern genommen werden. Nun sind ja insbesondere die Chinesen nicht auf den Kopf gefallen und produzieren insbesondere für den afrikanischen Markt und auch vor Ort, was gebraucht wird. Schafft nebenbei auch lokale Arbeitsplätze, was ja nicht verkehrt sein kann.

Jedenfalls werden dort aus meiner Sicht auch langfristig keine E-Autos nachgefragt. Zu teuer, viel zu schwer für periphere Routen, kein Ladenetz und bedingt durch die völlig überfachtete übrige Elektronik überhaupt nicht mehr mit Hammer, Schraubenschlüssel und nen Tropfen Öl in der Wald-und-Wiesenwerkstatt zu reparieren. Ich weiß nicht, ob die europäischen Hersteller auch dieses Geschäftsmodell aus eigener Arroganz oder Unfähigkeit zum produzieren einfacher Modelle verpennt und asiatischen Herstellern überlassen haben.

Aber was passiert langfristig mit unseren (bzw. euren 😋) E-Panzern? Gibt's neue Drittmärkte (mir fällt keiner ein), wird einfach mehr in Europa recycelt (was gut wäre) oder gehen die Dinger am Ende ihres Lebenszyklus gleich nach China (die dankbar gleich ein bisl mehr Material für zukünftige Überproduktion haben)?
 

Papua

Aktives Mitglied
31.12.2025
185
262
Wir in Europa sind durch das Externalisieren von Umweltschäden für unsere Konsumgüter ja immer ganz groß darin, uns für Nachhaltigkeit und Co. ganz groß selbst auf die Schulter zu klopfen (so entstand auch das europäische Duckmäusertum, wobei das nur eine abenteuerliche Theorie ist 😁). Müll und Schrott schippern wir ja auch mal ganz gerne ins entfernte Ausland.
Nur 0,5% des deutschen Mülls gehen ins nicht EU Ausland, das ist schlichtweg nicht relevant.

So auch Fahrzeuge, die hier einfach "durch" sind, in anderen Ländern aber noch gern genommen werden. Nun sind ja insbesondere die Chinesen nicht auf den Kopf gefallen und produzieren insbesondere für den afrikanischen Markt und auch vor Ort, was gebraucht wird. Schafft nebenbei auch lokale Arbeitsplätze, was ja nicht verkehrt sein kann.
In Afrika fertigen die chinesischen Hersteller BAIC und BYD fast ausschließlich BEV.


Jedenfalls werden dort aus meiner Sicht auch langfristig keine E-Autos nachgefragt. Zu teuer, viel zu schwer für periphere Routen, kein Ladenetz und bedingt durch die völlig überfachtete übrige Elektronik überhaupt nicht mehr mit Hammer, Schraubenschlüssel und nen Tropfen Öl in der Wald-und-Wiesenwerkstatt zu reparieren.
Elektromotoren sind generell recht Wartungsarm. Wartung erfordern vorwiegende mechanische Teile wie Bremsen, Lager, usw.
 
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CX777

Erfahrenes Mitglied
05.03.2017
369
941
Warum auch immer funktioniert die Multi-Zitat-Funktion nicht. Deswegen händisch.

@Papua: die 0,5% kommen woher und umfassen was? Bei elektronischen Konsumgütern (Handys, Fernseher etc.) kann ich mir schlichtweg nicht vorstellen, dass die hier auseinandergenommen werden und einen so hohen Recyclinggrad aufweisen (angefangen von der Glas-/ Plastikhülle über Lautsprecher und elektronische Bauteile). Geht aber vielleicht in der Masse unseren Pro-Kopf-anfallenden Mülls tatsächlich unter. Kann mich aber auch irren.

Bei den Zahlen für Afrika bin ich ebenfalls überrascht. Nächstes Jahr fahre ich mal tief in die schwarzafrikanische Pampa und gucke mir das abseits aller theoretischen Überlegungen in der Praxis an. Wenn die das insbesondere in der Peripherie tatsächlich hinbekommen, verstehe ich die Entwicklungen hierzulande noch weniger.
 

Papua

Aktives Mitglied
31.12.2025
185
262
Warum auch immer funktioniert die Multi-Zitat-Funktion nicht. Deswegen händisch.

@Papua: die 0,5% kommen woher und umfassen was? Bei elektronischen Konsumgütern (Handys, Fernseher etc.) kann ich mir schlichtweg nicht vorstellen, dass die hier auseinandergenommen werden und einen so hohen Recyclinggrad aufweisen (angefangen von der Glas-/ Plastikhülle über Lautsprecher und elektronische Bauteile). Geht aber vielleicht in der Masse unseren Pro-Kopf-anfallenden Mülls tatsächlich unter. Kann mich aber auch irren.
Tatsächlich so wie du schreibst. Der Müll der exportiert wird ist meist Spezialzeugs das anderswo 1.000x besser recycelt werden kann. Der geht (wenn er nicht auch im Restmüll landet) meist ins Ausland. Meist auch dahin wo diese Produkte hergestellt werden.

Bei den Zahlen für Afrika bin ich ebenfalls überrascht. Nächstes Jahr fahre ich mal tief in die schwarzafrikanische Pampa und gucke mir das abseits aller theoretischen Überlegungen in der Praxis an. Wenn die das insbesondere in der Peripherie tatsächlich hinbekommen, verstehe ich die Entwicklungen hierzulande noch weniger.
Die BEV haben natürlich einen irrelevant geringen Marktanteil in Afrika, aber dein Narativ: Westliche Autofirmen dumm weil sie produzieren BEV, Chinesen clever weil die produzieren Verbrenner in Afrika, ist nicht richtig. In Afrika wird produziert (wenn auch im Vergleich zum Weltmarkt fast Nix) aber von den Chinesen fast nur BEV. In Afrika produzieren übrigens seit Jahrzehnten auch westliche Autobauer, meist aus Zollgründen, weil Produktivität ist sehr niedrig.