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Hier bei uns in der Gegend funktioniert bei Aldi perfekt, da jetzt die PV Anlage bei uns überfordert wird, hat mein Sohn letzter Woche bei Aldi problemlos geladen für 29cent und geht problemlos (ok, haben nur 2 kleine EAutos, eine mit 44 kWh und die andere 42 kWh)das Laden ist lange nicht so praxis-untauglich, wie es außerhalb der E-Auto-Community dargestellt wird. Im Gegenteil, ich wüsste für mich auch nach mehreren Urlaubsfahrten an die Küste und Dienstreisen quer durch Deutschland keinen Anwendungsfall mehr, wo ich einen Verbrenner-PKW zurück haben wollte.
Aber das "Ladekarten-Chaos" nervt weiterhin, und Deine Aussage stellt es schöner da als es ist.
Im Umkreis von max. 15 Minuten Fahrzeit um mich herum (und ich rede vom größtem Stadtbezirk einer Millionenstadt) gibt es ganze zwei ALDIs, wo man "ohne Vertrag" für sogar <50 Cent laden könnte. Nur nicht im Moment (ein Lader hat noch nie gescheit funktioniert, der kommt nicht über 25 KW hinaus. Und dem anderen hat man die Kabel geklaut). Und beide Parkplätze haben Schranke/Tor, keine Ahnung ob die heute überhaupt zugänglich sind.
Mit einem zugedrückten Auge (ADAC-Mitgliedschaft) habe ich Aral Pulse für 55 Cent. zur Auswahl.
Mit zwei zugedrückten Augen nehme ich auch noch 56 Cent bei EnBW mobility+ mit in Deine Range rein, da gibt es in der Tat hier mehrere Dutzend Schnelllader im Umkreis (aber auch hier: Bei Baumarkt-Ladern ist immer ein Restrisiko, ob der Parkplatz zugänglich ist).
Das ist aber beides nicht mehr "ohne Vertrag", ich brauchte dafür jeweils einen speziellen Account. Wer sich da nicht vorher drum gekümmert hat, zahlt erheblich mehr.
Ich war mal ein großer Freund vom Roaming, wie es zu unserer Anfangszeit war. Eine Karte, ein Preis, eine Rechnung, die Perspektive dass das mit Plug&Charge noch einfacher wird ... mega.
Aber heute? Ich habe für mich eine Matrix im Kopf, wann ich welchen Anbieter nehmen muss. Wenn der Anbieter keine RFID-Karte ausgibt, wird's bei Firmenauto-mit-Familiennutzung schon nervig (ich müsste dann auf dem Handy meiner Frau auch mehrere Apps "vorhalten", immer wieder tauschen, meist sogar einen eigenen Account anlegen, weil zwei Smartphones im gleichen Account sich gegenseitig rauskicken. Regelmäßig einloggen in der App nicht vergessen, sonst ist das Ding schnell offline, Stichwort Woman-acceptance-Faktor).
Dazu kommen rund zwei Dutzend Accounts, die ich nie genutzt habe, weil man teils Verträge abschließen und Zahlungsmittel hinterlegen muss, um sich überhaupt die Ladepreise anzeigen lassen zu können. Und nochmal ein Dutzend RFID-Karten von Anbietern, die es nicht mehr gibt oder von Tarifen, die es nicht mehr gibt, die jetzt Plastikmüll geworden sind. Oder die noch funktionieren (z.B. Shell, Octopus Energy), aber deren Preise inzwischen so seltsam sind, dass man eh zwingend die App braucht um reinzugucken und meistens auch dann "nein danke" sagt.
Ergo: Meine stressfreie DC-Empfehlung auch für Neulinge ist EweGo für i.d.R. 62 Cent. Da sind wir dann aber schon 20% über Deiner "überall laden können"-Preisrange. Drunter ist realistisch möglich, aber mit Schmerzen verbunden für "ich zwinge mich dazu, nur noch bei Aldi zu laden" oder für "ich habe Lust, alle 6 Monate mehrere Stunden in Tarifrecherche zu stecken".
Bin am überlegen, ob ich mein Sohn den Ladetarif L buchen soll von EnBW, weil er nächste Woche für 2 Wochen, in die Toskana mit den EAuto herunterfahren
