Leute, wir fixen mit dem Militärbudget im Land Bremen die Infrastruktur, welche entweder vor über 100 Jahren zu Kaisers Zeiten auf Deutscher Eiche oder in den 70er Jahren nach dem Wirtschaftswunder mit billigem Beton für viel geringere Verkehrsbelastungen gebaut wurde.
Im Moment kann der Zustand der Verkehrswege an der Weser jede russischen Mot-Schützen-Division ohne jegliche Investitionen zum Aufgeben zwingen, ohne dass ein Schuss fallen müsste. Zumindest wenn man noch den Wesertunnel südlich Bremerhaven flutet.
Der Fähranleger in Bremerhaven ist wegen Bohrmuschel an Eichenpfählen zusammengesackt (unbenutzbar), die gegenüberliegende Kaje samt Leuchtturm ist schon vor Jahren aus dem gleichen Grund zusammengebrochen (wird gerade neu gebaut). Alle Ost nach West verlaufenden Hauptstraßen in den anliegenden Gemeinden sind auf 30 km/h wegen Fahrbahnschäden heruntergesetzt (da passiert bisher nichts und ist auch seit über 35 Jahren nichts aus Flicken passiert!).
In Bremerhaven:
2 Brücken zu den sog. Havenwelten (Einkaufzentrum, Zoo, Atlantic Hotel Sail City, großes Parkhaus) sind ebenfalls wegen der Bohrmuschel unlängst gesperrt worden, da keine Restlebensdauer mehr nachweisbar. Es ist in Folge nur mit Mühe gelungen, das 35Mio-Budget für einen Neubau aufzutreiben (Dauer: mindestens 3 Jahre). Fußgängerverkehr geht nun erstmal über einen improvisierten Ponton mit einer Kombination aus offenen Containern und Gerüstbaumaterial als Brücke. PKW fahren im Wechselverkehr über eine dafür nie vorgesehene Fußgängerfläche entlang des Einkaufszentrums.
Auch die Hauptverkehrsverbindung über die Geeste im Wege der Stresemannstraße ist bzgl. der Brücken nur noch auf die Restlebensdauer angewiesen (von 3 Spuren Richtung Süden ist 1 nutzbar, in Richtung Norden 2). Es sind weniger die Brücken selbst als die Brückenlager.
Die zweite Hauptverkehrsverbindung über die Hafenstraße ist ebenfalls gestört, da halbseitig durch ein Gerüst versperrt, das eine Fassade eines Hauses sichert, die umzufallen droht. Der Besitzer: nicht erreichbar.
Als dritte Verbindung gibt es dann nur noch die Barkhausenstraße, die auch als Hafenanbindung genutzt wird. Dort gilt bereits heute abschnittsweise Tempo 30, kann man auch als Teststrecke für Federungstests verwenden.
Wer jetzt mitgerechnet hat, sieht jetzt noch 3,5 Fahrspuren über die Geeste und 2,5 Fahrspuren Richtung Süden, es gibt aber _noch_ die Autobahn entlang Bremerhavens mit 2 Spuren Richtung Norden und 2 Spuren Richtung Süden, wenn die Brücken neu gebaut werden werden das auch nur 1+1.. Alles andere ist dann Landstraße (ohne Fahrbahnmarkierung) im Umland, auch bereits geschwindigkeitsbeschränkt und abgelastet. SUV-Dichte hat hier halt auch was mit den Straßenverhältnissen zu tun. Das betrifft also nicht nur Bremerhaven sondern auch die 50 km nördlich davon bis Cuxhaven.
Die Bremischen Häfen bekommen für aus “militärischen Gründen“ 1,3 Mrd. neue, auch schwerlastfähige Kajen, die vor Jahren kollabierte Brücke über den Verbindungshafen wird hoffentlich wieder ertüchtigt und irgendwas an der Hafenbahn wird auch gemacht. Nur als Anmerkung: die Amerikaner schaffen den Umschlag seit Jahrzehnten in demselben Hafen (Bremerhaven ist „Terminal 1 Europe“) über die ABC-Halbinsel - ohne diesen Ausbau. Da sind auch schon Helikopter ausgeladen worden und dann mit Minimal-Sprit die paar Kilometer nach Nordholz gestartet (MFG3, gleichzeitig NATO-Airbase).
Der Bahnkorridor Bremen-Bremerhaven (die Hafenanbindung) ist hochgradig überlastet und soll demnächst eine Streckensanierung bekommen, die RE fallen derzeit aus Kapa-Gründen häufig aus, abends fährt häufig nur noch SEV.
Separat werden in Stadt Bremen so ziemlich sämtliche Weserbrücken zu ersetzen sein, entlang Bremerhaven werden 7 Autobahnbrücken zwischen Geestemünde und Leherheide durch den Bund komplett neu gebaut, denn die haben fertig.
Darunter die kaum als Brücke erkennbare 1,4 km lange Moorbrücke (60/80-Limitierung) sowie der komplette Autobahnzubringer Mitte.
Der Bremer Flughafen wird gestützt, die militärische Nutzung in Bremen hat vor allem mit Airbus zu tun (A400M etc.), die direkt an den Flughafen mit Rollweg angebunden sind. Es gibt wohl eine SLB-Sanierung und irgendwas muss auch an den Rollwegen gemacht werden, vielleicht auch ein paar extra Abstellflächen mit Betankungsanlage. Da kommt jedenfalls keine Kampfjet-Staffel hin.
Ansonsten ist das ein fast in der Stadt gelegener Flughafen, nicht irgendwas auf dem weiten Feld sondern mit Straßenbahn in wenigen Minuten aus der Innnenstadt erreichbar.