Spekulationen über Airlinepleiten

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SF340

Erfahrenes Mitglied
16.12.2023
821
1.521
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Es wäre mal interessant zu wissen, wie sich das Wetlease Geschäft im Vergleich zur BT-eigenen Ops auf die P&L auswirkt.
In der Anbindung von Riga sehe ich schon einen Nutzen für Lettland, im günstigen Fliegen für die LHG (und andere) eher nicht.
 
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HLX4U

Erfahrenes Mitglied
05.03.2012
3.675
2.590
Also Estland steigt nicht ein bei Air Baltic:


Aivar Sõerd of the conservative Reform Party, which heads the government, recalled that Tallinn had rejected previous proposals from the Latvian government, and the airline's "situation has worsened since then". Reili Rand from the Social Democrats, the main opposition party, called the carrier "a bottomless financial hole".
 
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freddie.frobisher

Erfahrenes Mitglied
23.04.2016
7.537
8.201
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
925
1.399
spannend. Was macht die LHG dann mit den ganzen en masse ausgefallen Wetlease Flügen? Das hätte den Ausmass eines mittleren Streiks, glaube ich.
Gute Frage. Keine Ahnung, ob man die vom Konkursverwalter im Zuge einer geordneten Insolvenz weiter leasen könnte.

Der Kurs der Anleihe rauscht heute morgen weiter um mehr als 2,5% in den Keller.
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
925
1.399
die Knebelverträge bringen wahrscheinlich auch keine Gewinne. Kann man LHG ja mal zur Kasse bitten, wenn sie auf die Flugzeuge und Crews angewiesen sind...
Nun, die Zwangssituation für die LHG auf die Flieger und Crews mehr oder minder angewiesen zu sein (soviel Auswahl gab es da ja nicht), bestand ja auch schon, als diese "Knebelverträge" (deren Inhalt mich allerdings auch interessieren würde) ausgehandelt wurden.

Falls es BT jetzt erwischt, hätte die Airline eine Mischung aus eigenem Größenwahn (zu rasche und aufgeblähte Expansion mit einem "Zwergstaat" als Hauptanteilseigner) und Putins Kriegen (Schliessung für sie überlebenswichtiger Lufträume gleich nach Covid) zur Strecke gebracht. Things happen.
 

wideroe

Erfahrenes Mitglied
13.01.2011
2.689
1.363
In der Anbindung von Riga sehe ich schon einen Nutzen für Lettland, im günstigen Fliegen für die LHG (und andere) eher nicht.
Lettland/Riga ist doch letztlich ein kleiner Markt von der Größe Hamburgs (1,8 Mio.). Der braucht keine Airline mit 50 Jets. Dito Tallinn und Vilnius. Ryanair und Wizzair decken den P2P-Bedarf ordentlich ab, den Rest machen ein paar kapazitätsmäßige aufgebohrte Drehkreuzflüge der Allianzen in die Hubs. Dieser ganze Hub-Zauber von airbaltic war letztlich doch erkauftes Geschäft. Dass zB das 20% größere Slowenien ohne Adria Airways funktioniert, hätte man vorher auch nicht wirklich gedacht.

Interessant wird sein, wo die ganzen A220 hingehen. Vielleicht hat Lufthansa ja schon eine Lufthansa Baltijas Savienojums / Lufthansa Baltic Connect als billige Produktionsplattform für LH, LX und OS in der Schublade...
 

SF340

Erfahrenes Mitglied
16.12.2023
821
1.521
Lettland/Riga ist doch letztlich ein kleiner Markt von der Größe Hamburgs (1,8 Mio.). Der braucht keine Airline mit 50 Jets. Dito Tallinn und Vilnius. Ryanair und Wizzair decken den P2P-Bedarf ordentlich ab, den Rest machen ein paar kapazitätsmäßige aufgebohrte Drehkreuzflüge der Allianzen in die Hubs. Dieser ganze Hub-Zauber von airbaltic war letztlich doch erkauftes Geschäft. Dass zB das 20% größere Slowenien ohne Adria Airways funktioniert, hätte man vorher auch nicht wirklich gedacht.

Interessant wird sein, wo die ganzen A220 hingehen. Vielleicht hat Lufthansa ja schon eine Lufthansa Baltijas Savienojums / Lufthansa Baltic Connect als billige Produktionsplattform für LH, LX und OS in der Schublade...
Ja meine Gedanken gingen auch in die Richtung. Ich sehe keinen grossen Mehrwert in BT für Lettland und bin deswegen auch skeptisch was einen Schutz durch den Staat angeht.

Ich denke die Lufthansa City wäre geeignet.
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
925
1.399
Ja meine Gedanken gingen auch in die Richtung. Ich sehe keinen grossen Mehrwert in BT für Lettland und bin deswegen auch skeptisch was einen Schutz durch den Staat angeht.

Ich denke die Lufthansa City wäre geeignet.
Was das ungesunde Wachstum als Mitursache angeht sind wir sowieso einer Meinung - aber ich hätte mir gedacht, dass die politischen Begleitumstände einer solchen Großpleite, es wäre schon eine von Putins Propagandatrollen sicher rasch aufgegriffene Schmach für das Land, die lettische Regierung vielleicht doch zum Eingreifen bewegen könnte.

Scheint aber (bisher) nicht so zu sein - too big to fail gilt in einem (relativen) Zwergstaat eben doch nicht immer.
 

reifel

Erfahrenes Mitglied
30.08.2010
1.476
1.412
Hatten sich einige Lettische Staaten mit Subventionen an Estonian nicht schon die Finger verbrannt? Diese wurden ja zurückgefordert und daran is die Airline finanziell zusammengebrochen. Auch bei FlyLAL gab es damals wenn ich mich recht Erinnere Klagen (allerdings von FlyLAL) gegen Subventionen an Air Baltic und ungleiche Wettbewerbsbedingungen. Vielleicht will man solche Problematiken auch vermeiden und ist da mit Subventionen heute vorsichtiger.
 

wideroe

Erfahrenes Mitglied
13.01.2011
2.689
1.363
mit Subventionen kann man vieles erreichen...
Ja klar. Aber das ist im Vergleich zu dem Geld, was man aus Prestigegründen in einen nicht lebensfähigen Flag Carrier versenkt Taschengeld. Was Slovenien da an Incentives gezahlt hat, ist, wenn ich es richtig im Kopf habe, seit 2019 kein achtstelliger Betrag (und einen Teil des bereit gestellten Geldes sind sie gar nicht losgeworden). Das meiste in LJU hat sich letztlich auf kommerzieller Basis zusammengerüttelt.

Ein zentraler Unterschied ist auch, dass es in LJU beim Adria-Kollaps kaum LCC-Geschäft gab - drei easyjet-Routen und saisonal minimal Wizzair. In VNO, RIX und TLL hat es hingegen eine massive Präsenz von Wizz Air und Ryanair und in Litauen auch noch Kaunas als alternativen LCC-Standort. Selbst für so Späße wie TLL-VNO braucht man keinen baltischen Home Carrier mehr, das fliegt mittlerweile auch Wizz Air.
 

juliuscaesar

Megaposter
12.06.2014
25.244
23.424
FRA
BT:

Das Management spannt jetzt externe Berater ein. Experten von Seabury werden die "langfristige Geschäftsstrategie" auf den Prüfstand stellen und Maßnahmen zur "Stärkung der Kapitalstruktur" vorschlagen, teilte Air Baltic mit. Ganz konkret fasst die Airline eine "strukturierte Kapitalerhöhung" ins Auge.

Die Aktionäre - allen voran Lettland mit knapp 89 Prozent Kapitalanteil - sollen also Geld nachschießen.

Air Baltic ist der präferierte Wetlease-Partner der Lufthansa Group, die zehn Prozent an der Airline hält. Lufthansa hatte über eine Wandelanleihe 2025 14 Millionen Euro bei Air Baltic angelegt. Will der Konzern seine zehn Prozent Air Baltic nicht im Zuge einer Kapitalmaßnahme verwässert sehen, müsste Lufthansa wohl oder übel mitziehen.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur "Bloomberg" ist Air Baltic inzwischen auch an Anleihegläubiger herangetreten, um Rückzahlungskonditionen - Zinsen und Laufzeit - nachzuverhandeln.


 

freddie.frobisher

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23.04.2016
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Keine Pleite, aber mittelfristig wohl die Abwicklung von Cityline.
 
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HLX4U

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05.03.2012
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Die Zukunft der US-amerikanischen Ultra-Low-Cost-Airline Spirit Airlines hängt an einem seidenen Faden. Während das Unternehmen noch vor wenigen Wochen zuversichtlich war, das laufende Insolvenzverfahren nach Chapter 11 bis zum Frühsommer erfolgreich abzuschließen, verdichten sich nun die Anzeichen für ein baldiges Ende des Flugbetriebs.​

 
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marco1

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22.01.2021
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Keine Pleite, aber mittelfristig wohl die Abwicklung von Cityline.
Mittelfristig? (fast) ohne jegliche Aufträge? Nur die paar Frachter bringen ja 'noch' Einnahmen rein.
Eine Insolvenz könnte aber eine heikle Angelegenheit werden...
 
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geos

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23.02.2013
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Wieso Insolvenz? Das ist doch eine 100%ige Tochter der LH, oder? Das ist einfach eine Betriebsschließung.
 
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red_travels

Reisender
16.09.2016
30.120
21.979
www.red-travels.com
BEOND "pausiert"....

nur Europa...

Die Flüge ab dem Nahen Osten - also ab Dubai, Riyadh und dem Flughafen Red Sea International - wird die Fluglinie dagegen auch im Sommer anbieten. Geplant sind neben den Linienflügen auf die Malediven auch Charter- und Wet-Lease-Einsätze. Man werde von dort aus mehr fliegen als früher, heißt es.

darin kann man noch keine Pleitegefahr sehen... es ist einfach unwirtschaftlich bei den aktuellen Preisen und den Maschinen irgendwelche Umwege für alternative Tankstellen zu fliegen...

Die Airline hat sich doch mit den alten A319 & A321 verzockt... A321XLR bräuchte man....

Mittelfristig? (fast) ohne jegliche Aufträge? Nur die paar Frachter bringen ja 'noch' Einnahmen rein.

fliegen die Frachter überhaupt weiter, wenn man CL den Sargnagel reindrückt?