Aegean Airlines will/hat die Beteiligung an Volotea erneut erhöhen/erhöht und investiert weitere 25 Mio. in den spanischen Billigflieger, wodurch die Beteiligung an Volotea von 17,9% auf über 20% steigt.
Interessant finde ich in dem Zusammenhang, dass Aegean auf den zahlreichen Athen-Flügen von Volotea zwar seit Einstieg ein Codeshare nutzt, Aegean aber (bisher) keine Umsteiger von A3 opb V7 auf A3/OA-Flüge bzw. umgekehrt anbietet bzw. erlaubt (und man A3 opb V7 nur rein P2P nutzen kann) - und in Folge dessen auf den ganzen saisonalen Strecken nach Italien, Frankfurt, Spanien und Co. Passagiere hier zwingend Aegean auf den niedrigfrequentierten Routen ab VLC, AGP, SXB, LYS und Co. nutzen müssen, wenn sie via Athen auf die griechischen Inseln, Ägypten, Tiflis, Eriwan usw. fliegen wollen.
Klar, Volotea ist ein Billigflieger, aber hier könnten Aegean und Volotea durchaus die Synergien nutzen. Teilweise gibt es zu den niedrigfrequentieren Zielen nur 2-3 wöchentliche Abflüge von Aegean und weitere 2-3 Flüge durch Volotea. Wenn Aegean Volotea deutlich stärker einbinden würde, wäre es m.M.n. ein echter Win/Win, wenn Passagiere dadurch Zugang zu mehr möglichen Verkehrstagen wie z.B. auf LYS-ATH-CAI hätten. Im Zweifelsfall buchen hier nämlich die Pax Alternativverbindungen auf anderen Airlines, wenn die Flugtage der A3 nicht passen... mit einer Einbindung der V7-Flüge in das A3-Netzwerk (dafür müsste V7 nicht einmal die Flugzeiten ändern, was halt zeitlich passt, wird gebucht, was 10h Umsteigezeit in ATH erfordert, können ja dann am Ende die preissensitiven Passagiere buchen...) könnte V7 sicherlich noch auf den ATH-Flügen ihren Loadfactor um ein paar Prozent erhöhen.
Kann natürlich sein, dass entweder Volotea wenig Lust auf EU261/04 bei Missconnects hat, die Volotea-Flüge ohnehin voll werden (mit den A3-Codeshares vielleicht noch deutlich einfacher als zuvor) oder Aegean ihren Passagieren den "No Frills" bei Volotea nicht antun möchte.