Das Thema, ob sich Arbeit lohnt oder nicht, wurde hier in manchen Threads bereits einige Male durchgekaut. Die Meinungen dazu gehen auseinander. Es ist auch zu unterscheiden, ob es sich um eine alleinstehende Person oder eben beispielsweise eine Familie mit Kind(ern) handelt.
Hier geht man davon aus, dass sich Arbeit (vs. Bürgergeld) lohnt:
Immer wieder gibt es Diskussionen über die Höhe des Bürgergelds. Oft steht dann die Behauptung im Raum, die Sozialleistung sei so üppig, dass sich ein Job nicht lohne. Eine Studie kommt zu einem anderen Schluss.
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@deecee hat richtig angemerkt, dass sich Arbeit auch nicht nur aus finanziellen Gründen lohnt. Es gibt Studien die darlegen, dass sich (lange) Arbeitslosigkeit auch negativ auf die Gesundheit auswirkt und man mit wenig finanziellen Mitteln früher verstirbt. Ich bleibe jedenfalls dabei, dass ein nicht unerheblicher Teil der Bürgergeld-Bezieher sich in dem Modell "Bürgergeld + Schwarzarbeit" eingerichtet hat. Auf Dauer ist dies mit Sicherheit aber auch nie und nimmer gesund.
Wenn wir nun die deutsche Rente mit hinzuziehen, dann ist es korrekt, dass es sich für Millionen Personen mit niedrigem Einkommen nicht lohnt einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachzugehen, da eine Rente auf Grundsicherungsniveau zu erwarten ist. So manche Lebensbiographie ist ganz schon hinüber und man versucht sich irgendwie über Wasser zu halten. Ich gehe davon aus, dass das dt. Rentensystem reformiert werden wird. So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Niemand traut sich da heran. Unsere Volksvertreter sind ja fürstlich (nicht über die mickrige Rente) abgesichert.
@Mr. Tequilla stimme ich zu, dass das System an vielerlei Ecken und Kanten krankt.