Lufthansa - langsam wird es peinlich...

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Kubi

Erfahrenes Mitglied
21.03.2013
1.174
435
Münsterland
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An einem Drehkreuz dürfen nicht nachts die Bürgersteige hochklappen, wenn da noch 500 Leute in gestrandeten Flugzeugen sitzen.
Emirates lacht sich tot über die Lufthansa.....und DXB über den Flughafen Munich
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Wir brauchen einen 20:15 Uhr Brennpunkt im ÖRR. Die Dunja kann da ihren Senf dazu geben....
Dunja engagiert sich nur gegen Israel und gegen die AFD
 

hhlinh

Erfahrenes Mitglied
24.03.2016
470
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Welche Umstände wuerden es Diene Meinung ich rechtfertigen, auf einem modernen Flughafen mitten in Deutschl;and huderte von Menschen für 6 Stunden in einem Flugzeug sitzen zu lassen, anstatt sie zumindest ins Terminalgebäude zu bringen?

Das ist genau die richtige Frage - übrigens auch weil einige hier darauf abheben, dass kein "Notfall" vorgelegen habe - eine solche Beschränkung kennt § 239 StGB nicht, da kommt es nur darauf an, ob jemand eingesperrt wird oder nicht - 239 ist übrigens einer der am häufigsten unterschätzten Normen, jeder der einen älteren demenzkranken Angehörigen hatte in einem Bett mit hochgestellten Seitenlehnen weiß, dass hier sehr genau darauf geachtet wird, ob das erforderlich ist oder nicht.

Aber das ist aktuell alles Spekulation - und am meisten spekuliert natürlich die BILD, die nun ihre Überschrift noch etwas dicker gemacht hat. Teil davon ist auch, dass ein Anwalt gesagt haben soll: „Die Passagiere hätten das Flugzeug zwar ohne Treppen über die Notrutsche verlassen können, aber das ist nicht ungefährlich. Zudem hätten sie nicht zu Fuß über das Rollfeld laufen dürfen. Zumindest dürfte der Crew als auch der Airline kein strafrechtlich relevanter Vorwurf zu unterbreiten sein.“ Also ich hätte das Flugzeug auch über Notrutschen verlassen, aber ich bezweifle mal sehr stark, dass die wirklich die Möglichkeit dazu hatten... (für mich wäre das Öffnen der Flugzeugtür schon ein Segen gewesen und hätte ausgereicht, dass ich etwas hätte schlafen können...).

Wichtig: Die StA Landshut prüft die Sache nun wohl unabhängig vom Vorliegen einer Anzeige nach den o.a. Infos aus der BILD.
 
Zuletzt bearbeitet:

Reyhan

Erfahrenes Mitglied
30.09.2017
1.211
1.693
FMO
Und dazu gehoert es auch im Zweifelsfall morgens um 2 den Boss deines Bosses aus dem Bett zu klingeln. Und wenn dann Raimund Mueller anschliessend Jost Lammers anruft, was glaubst Du, wie schnell dann ein Bus vor dem Flieger steht...... Nur dazu gehoert halt etwas Mut anstatt mit gefalteten Händen im Cockpit zu sitzen und auf den naechsten Morgen zu warten......
Ich möchte nicht in der Rolle des 'Cockpits oder der Kabine gewesen sein. Wer aus dieser Gruppe zumindest über ein einigermassen funktionierendes Gehirn verfügt , wusste doch genau was passieren würde. Überall aktuell nachzulesen !

Und ja, ich hätte erwartet , dass wer auch immer die Initiative ergreift und zumindest handelt. Die Eskalation war ein MUSS. Schon alleine um das was jetzt über die Gazetten läuft in ordnungsgemäße Wege zu steuern. 1 x 1 jeder Öffentlichkeitsarbeit.
Und ja, auch Spohr und Lammers bzw Hoff Anderson hätten mindestens informiert sein müssen.

Der Schaden (finanziell und Image) für MUC und LH ist nicht zu beziffern.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sarabi

Erfahrenes Mitglied
03.09.2022
505
942
Man hätte viel früher den Flug abblasen müssen und alle Passagiere zurück zum Terminal fahren müssen.
bis du denn des Wahnsinns. Da hätte der Operations Manager im Operation Center, der das veranlasst hat, bei seinen Chef antreten müssen und seinen Bonus verloren.

So schiebt man es einfach aufs Wetter, auf den Flughafen und auf sonstwem….
 
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frabkk

Erfahrenes Mitglied
12.11.2013
2.546
830
CGN
Nachdem die internationale Presse auf die Story aufgesprungen ist, kommt nun nach 72 Stunden (!) ein Pseudo PR Statement, welches erstmal durch 3 externe Berater geprüft wurde. Diese stellenweise Weichspüler Formulierungen wie "temporär stand kein Bus zur Verfügung" oder "Defizite bei der Kommunikation" sind einfach ein Hohn für die betroffenen Pate.

LH hätte sicherlich ganz viel Luft rausnehmen können, wenn man einfach am Freitag pro aktiv kommuniziert hätte "Wir bedauern zu tiefst die Umstände, wir arbeiten intensiv an der internen Aufarbeitung und erstatten aus Kulanz und zur Wiedergutmachung vollständig den Reisepreis" Aber wo kommen wir denn dahin, das kostet ja vielleicht hundert tausend Euro. Der weltweite Image Schaden, der ist nicht zu beziffern. Und solange die sichtbaren Kennzahlen vor den unsichtbaren Priorität haben, wird sich nichts ändern.
 

Aviatar

Erfahrenes Mitglied
14.10.2017
3.815
1.126
Wenn keine Treppe zur Verfügung stand, zur Not, die, die rauswollten über die Rutsche rauslassen. Ehrlich, wenn ich im Flieger wäre, würde ich lieber über die Rutsche raus, als Stunden da gefangen gehalten zu werden.
 

Micha1976

Erfahrenes Mitglied
09.07.2012
7.103
4.994
ob Lufthansa und der Flughafen München in der Lage sind, einen wirklichen Notfall zu handeln. Wie ich die Sache interpretiere, fürchte ich, dass die Antwort nein ist...
Dass der Flughafen München bei mehr als drei Schneeflocken oder anderen Nicht-Standard-Situationen durch Inkompetenz auffällt ist doch nichts neues.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.944
16.653
IAH & HAM
Das lag ja auch am Flughafen und nicht an der Airline. Da muss man halt mal einen Tag auf das Lufthansa Bashing verzichten, auch wenn es vielen hier massiv schwer fällt (und dann trotzdem immer wieder damit fliegen)
Die Lufthansa hat einen Vertrag mit dem Flughafen, und die Verantwortung für die Passagiere. Genau dieses “nicht mein Problem, die anderen sind ja Schuld” ist die Wurzel des Übels. Wenn der Vertragspartner Flughafen eine inakzeptable Leistung erbringt, dann ist es sehr wohl die Verantwortung von Lufthansa dies zu korrigieren und klare Erwartungen zu setzen. Ich neige nicht dazu Lufthansa zu bashen, aber hier haben die 5 Flugkapitäne versagt!
 

Aviatar

Erfahrenes Mitglied
14.10.2017
3.815
1.126
Hätte nicht zumindest die Flughafenfeuerwehr erreichbar sein müssen und für die sichere Evakuierung der Flugzeuge sorgen können?
logisch, wenn LH es gewollt hätte, hätte man einen Weg gefunden. LH schiebt es jetzt dem Flughafen in die Schuhe und umgekehrt. Der Marketing Supergau ist erreicht und ich kann nur hoffen, dass die Entschädigungen hoch ausfallen.
 

Micha1976

Erfahrenes Mitglied
09.07.2012
7.103
4.994
Und die Loesung ist nicht auf den nächsten Morgen zu warten.
Wenn die Situation einigermassen stabil ist kann auf den nächsten Morgen warten die beste Option sein. Sicherlich muss man die Lage laufend prüfen und sich Gedanken über Dinge machen, die irgendwann eintreten könnten (aka einen alternativen Plan in der Hinterhand haben). Gründe dafür, sofort in unkontrollierten Aktionismus überzugehen sehe ich allerdings nicht.
 

globetrotter11

Erfahrenes Mitglied
07.10.2015
16.781
14.051
CPT / DTM

"Unzumutbare Situation": Lufthansa entschuldigt sich​

Das Unternehmen bat für die "unzumutbare Situation" ausdrücklich um Entschuldigung. Man setze gemeinsam mit dem Flughafen München alles daran, dass sich solche Fehler nicht wiederholten.

Kurze Frage: Ist LH nicht zu 40 % an der Terminal 2 Gesellschaft mbH & Co. oHG beteiligt?


 

Reyhan

Erfahrenes Mitglied
30.09.2017
1.211
1.693
FMO
aber hier haben die 5 Flugkapitäne versagt!
Sehe ich auch so.

Allerdings bin ich der Meinung, dass man trennen muss zwischen Kommunikation nach aussen und dem was hätte im Hinblick auf die Paxe gemacht werden müssen.
LH hätte sicherlich ganz viel Luft rausnehmen können, wenn man einfach am Freitag pro aktiv kommuniziert hätte "Wir bedauern zu tiefst die Umstände, wir arbeiten intensiv an der internen Aufarbeitung und erstatten aus Kulanz und zur Wiedergutmachung
Genau das meine ich !

Wenn die Paxe informiert und gut betreut wurden ( 'Essen, Trinken, Heizung, Decken, Kissen ) muss man nicht in Hektik verfallen. Aber es wäre schon gut , wenn sich alle Flughäfen mal über solche Szenarien Gedanken machen würden. Schnell !
 
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andymusic

Erfahrenes Mitglied
01.12.2011
1.644
1.005
Keiner an Bord gewesen, der nicht wegen Unwohlsein oder einer Panikattacke einfach mal den Rettungsdienst angerufen hat? Wie wäre das ausgegangen? In diesem Land wundert einen bald gar nichts mehr.
 

Ronnex

Reguläres Mitglied
11.06.2024
48
93
Die Lufthansa hat einen Vertrag mit dem Flughafen, und die Verantwortung für die Passagiere. Genau dieses “nicht mein Problem, die anderen sind ja Schuld” ist die Wurzel des Übels. Wenn der Vertragspartner Flughafen eine inakzeptable Leistung erbringt, dann ist es sehr wohl die Verantwortung von Lufthansa dies zu korrigieren und klare Erwartungen zu setzen. Ich neige nicht dazu Lufthansa zu bashen, aber hier haben die 5 Flugkapitäne versagt!
Das sehe ich komplett anders. Was soll der Kapitän tun? Die Paxe an der Hand zum Terminal bringen und dann eine warme Milch ans Feldbett bringen?
Der ganze Vorgang ist komplexer als wir uns das hier vorstellen können. Natürlich sagt der gesunde Menschenverstand; Ärmel hochkrempeln und die Leute zum Terminal bringen.
Bei dem ganzen Mist der da passiert ist, bin ich der Meinung, dass die LH Leute noch den (erst)besten Job gemacht haben. Ein Imageschaden ist das übrigens nicht. Der beste Spiegel ist das Forum hier. Schon ab kommender Woche wird wieder über Sitze geschimpft oder weil man nicht mit Nachnamen begrüßt wurde, obwohl man ja Sen ist (oooh!).

Die Lufthansa hat Verantwortung für die Passagiere, der ist sie auch gerecht geworden - ist ja keiner gestorben. Dass das von der Qualität aller Beteiligten unter aller Kanone war, da ist man sich ja einige. Ich schließe mich auch den Foristen hier an, die bemängeln dass viele keine sorry, Eier mehr haben um einfach mit ein paar Kollegen pragmatisch zu entscheiden "Wir holen die Leute raus, erstmal ins Terminal und dann organisieren wir die Betten". Aber es traut sich ja wohl wirklich keiner mehr eine Führungskraft anrufen.

Ich persönlich wäre da als Pax auch maximal angefressen wenn ich 8 in so einer 320er Schüssel hocken müsste. Da tun wir uns mit der Analyse leicht - bequem vom Sofa aus.
 

rorschi

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
10.231
3.664
ZRH / MUC
Man hätte auch kommunizieren können: "in Anbetracht des Wetters und der Umstände haben wir gemeinsam mit dem Flughafen entschieden, dass wir so agieren".

Zack, so ist es. Niemandem ist etwas passiert.

Aber mit dem Um-den-Brei-reden und den Schuldzuweisungen offenbart man deutlich, dass man heutzutage diesem Land überfordert ist mit Situationen, die nicht bei 20°C und Trockenheit stattfinden. Und auch nur dann, wenn genug Busfahrer zur Verfügung stehen.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
26.756
12.682
irdisch
Man hätte auch kommunizieren können: "in Anbetracht des Wetters und der Umstände haben wir gemeinsam mit dem Flughafen entschieden, dass wir so agieren".

Zack, so ist es. Niemandem ist etwas passiert.

Aber mit dem Um-den-Brei-reden und den Schuldzuweisungen offenbart man deutlich, dass man heutzutage diesem Land überfordert ist mit Situationen, die nicht bei 20°C und Trockenheit stattfinden. Und auch nur dann, wenn genug Busfahrer zur Verfügung stehen.
Man könnte aber auch sagen, wie man verhindern will, dass sich sowas wiederholen kann.
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.944
16.653
IAH & HAM
Wenn die Situation einigermassen stabil ist kann auf den nächsten Morgen warten die beste Option sein.

Warum? Welchen Vorteil soll das bringen. Es hat geschneit, im Winter, mehr nicht. Kein Feuer, keine Bombendrohungen, keine giftigen Gase,.......

Es h=gab ganz genau 2 akzeptable Lösungen

1. Die Menschen ueber eine Ausssentreppen zu Bussen zu geleiten und ins Terminal zu bringen

2. Fünf Gate Positionen zu räumen und ueber den Finger aussteigen lassen.

Sicherlich muss man die Lage laufend prüfen und sich Gedanken über Dinge machen, die irgendwann eintreten könnten (aka einen alternativen Plan in der Hinterhand haben). Gründe dafür, sofort in unkontrollierten Aktionismus überzugehen sehe ich allerdings nicht.

Zuegiges Aussteigen aus einem Flugzeug, wenn der Flug annulliert wird hat NICHTS mit blindem Aktionismus zu tun, sondern ist Standard Operating Procedure.