Interessant wenn man da hört, dass eine solche absolute Top-Athletin sowohl ihr Training selber zahlen muss, als auch Probleme hat weitere Sponsoren zu finden.
Was denn sonst? Das ist - denke ich - Normalfall. Ist ja Amateurbereich, d.h. im Kern persönliches Hobby.
Bezahlt wird sowieso nie das Training oder die Wettkämpfe als Amateur sondern eine Art Haupt- oder Nebenjob als Werbefigur.
Deswegen werden ja auch noch Sportler gut bezahlt, die bereits aufgehört haben. Und Sportler nicht bezahlt, die gerade an der Spitze sind.
Würden die Gelder an der sportlichen Leistung hängen hättest Du Profi-Turnierserien wie im Tennis und Preisgelder.
Das sieht dann aus wie beim Tennis. Ist aber je technischer desto teurer. Und Werbung eher in Massensport-Disziplinen und nicht bei den Exoten.
Willst Du was anderes, brauchst Du staatliche Sportförderung. Gibt es zwar, aber die sieht in etwa so aus:
Das Förderkonzept der Sporthilfe soll den Rahmen für Spitzensportler in Deutschland schaffen, sportliches Talent voll zu entwickeln, sportliche Ziele mit fairen Mitteln zu erreichen und auch für das Leben nach dem Sport gerüstet zu sein. Es wurde zusammen mit den Spitzenverbänden und...
www.sporthilfe.de
Das sind eher kleine Beträge und in Summe unter Grundsicherung, und das selbst unter Einrechnung dessen, was von diversen Unternehmen bereitgestellt wird.
Eigenständig (als Erwachsener Mensch) überleben kannst Du nur mit einer sog. Sportförderstelle, d.h. Bundeswehr/Bundespolizei/Zoll/Landespolizei.
Ich bin nun selber wirklich nicht sportlich, ich war aus gesundheitlichen Gründen auch ab Klasse 3 bis Klasse 10 durchgehend sportbefreit.
Seit 2020 bin mach ich - zumindest wenn ich zuhause bin - 3mal die Woche Sport 1:1 mit Personal Trainer.
Das kostet so knapp 800 Euro im Monat (in einem kleinen privaten Fitnessstudio) und hat mich nach längerer Krankheit und 5 Monaten in Krankenhäusern (inkl. Organtransplantation) wieder auf die Beine gestellt, aber ich kann mir bei höherer Trainingsintensität durchaus vorstellen, dass das ohne eigenen Lebensunterhalt auch Kosten im mittleren bis hohen 4-stelligen Bereich pro Monat ergeben kann. Wohlgemerkt für ein persönliches Interesse.
Bei mir kamen am Anfang noch rund 600 Euro Taxikosten hinzu, weil ich nicht fahrtüchtig war und auch keine 600 m zum/vom Bus laufen konnte. Ich kann mir vorstellen, dass auch Reisekosten zu Wettkämpfen, Teilnahmegebühren etc. ein teures Unterfangen sind.
Aber das Ergebnis ist ein deutlich anderes als mit 10 oder 20 Einheiten Physio kassenfinanziert und ich hab nun schon lange den Reha-Sport-Bereich verlassen.
Vorteil gegenüber Verein/Fitnessstudio: angefangen im sarkopenen Zustand angepasstes Training immer an bis an die tagesaktuell möglichen Grenzen - der Einstieg hätte in keiner Gruppe der Welt funktioniert, nichtmal in einer Gruppe Organtransplantierter. Und viel Verbindlichkeit. Immer 1:1. So auch deutliche Risikoreduzierung bzgl. Infektionen. Und 2020 unter Covid-Bedingungen (das waren dei Anfänge) halt auch bei mir zuhause während Sportstätten zu warne.