OS: Austrian Airlines - dies und das

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ArnoldB

Erfahrenes Mitglied
17.09.2016
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VIE
Die Wahrheit wird ganz einfach irgendwo in der Mitte liegen.

1) Pride (in Form des Wochenendes/der Feier 1x im Jahr) ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, da ist es irrelevant ob das den 30% hardcore FPÖlern gefällt oder nicht. Daher ist es auch ok, wenn Unternehmen in diesem Rahmen etwas dazu posten.

2) Das Mittel der Wahl finde ich aber absolut belämmert. Statt einfach eine Fotokollage o.Ä. mit den eigenen freundlich lächelnden Mitarbeitern mit verschiedenen Hintergründen zu posten und irgendetwas ala "AUA ist stolz ein inklusiver Arbeitgeber zu sein" drüberzusetzen, muss es mit einer Dragqueen die in provokant-belehrendem Ton den Passagierpöbel zu Diversität aufklärt ein Extrem sein. Wen will man damit überzeugen? Mit ersterer Variante hätte man in der entsprechenden Bubble immer noch genug Browniepoints gescored, und die Mitte hätte sich vielleicht gedacht "Ja ist ok, die schaun ja freundlich drein". Mit diesem belehrenden Dragqueenclip vergrault man alle nicht zu 100% Überzeugten vermutlich hingegen eher.

3) Ist im Endeffekt eh alles vollkommen egal weil den Clip 99,9% nicht sehen werden. Daher viel Aufregung um Nichts. Aber ich sehe schon (deutlich weniger aufgeregt, aber dennoch) den Punkt, dass sich das gewisserweise in ein seit Jahren recht schlechtes Marketing der AUA einfügt. Nicht weil "LGBTQ pöse!!1!" sondern weil die Werbeslogans, -clips etc. einfach generell schlecht und zum Fremdschämen sind.
 

bugl

Erfahrenes Mitglied
03.09.2018
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Ins Schwarze getroffen. Solche Dinge werden produziert um sich selbst zu feiern, während Spenden und die Teilnahme an der Pride aus Kostengründen gestrichen wurden.

Hab ein großes Unternehmen geleitet und mich im österreichischen Markt aktiv gegen FPÖ-Hass und Veranstaltungen aufgestellt, auf direkten Umsatz verzichtet, aber ohne Aufsehen. Hat nicht geschadet. Hätte es eine AfD-Regierung in Deutschland gegeben, hätte ich das genauso gemacht.

Umgekehrt zahlt Austrian in der Verwaltung Peanuts und dementsprechend schlecht ist die Leistung und das Produkt.
 
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stroIf

Erfahrenes Mitglied
24.06.2023
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Nennt sich Rückgrat.
Die Leute kaufen den Kram halt nicht wenn du eine stark abweichende weltanschauliche Ansicht offen vertrittst.

Aber der Tranvestiten-Spot ist eh nur ein unwichtiges Randthema im breiten Feld des abysmalen AUA-Marketings.

Kein Wunder, dass die seit 20 Jahren an den roten Zahlen entlangschrammen oder drinstecken.

Bildqualität und Setup dieses Sujets sind doch unter jeder Kanone, und das ist wirklich nur pars pro toto:

1782567323746.png
 
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ArnoldB

Erfahrenes Mitglied
17.09.2016
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VIE
Ich glaube du überschätzt ein wenig die Auswirkung des Marketings auf den Gewinn. Die relativ niedrige Marge der AUA wird mE in erster Linie aus dem Flotten- und Streckenwildwuchs vergangener Jahre + alte Pensionen + Standortkosten herkommen. Und so schlecht steht man auch nicht da, immerhin deutlich besser als LH Mainline oder Brussels.

Aber ja das Plakat zeigt ein wenig die Ziellosigkeit. "Anschnallen." hört sich fast wie ein Befehl an, und das "Wohlfühlen." ist dann bildlich nicht wirklich dargestellt. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass deswegen bei gleichem oder ähnlichem Preis nur deshalb wer FR und nicht OS bucht. Das wäre für mich so in etwa das allerletzte Motiv nach Preis, Verlässlichkeit (bei Irregs), Abflugzeit, Komfort an Bord, welche Lounge etc bzw eigentlich ein Nonfaktor. (Und gerade in Bezug auf FR - deren Marketing ist ja auch nicht gerade unumstritten...)