First Class Awards auf LH: Und es geht doch mit Geduld

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pemko

Erfahrenes Mitglied
03.03.2015
2.604
1.907
TXL
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Naja. Ich fliege primär First weil ich kurze Reisen mit fixen Terminen habe bei denen ich fit sein muss/will. Die Termine bleiben aber fix - somit ist das mit dem nächsten Tag für viele keine Option.
Durchaus korrekt. Aber hier war es wohl jemand, der extra ein Mal im Leben First fliegen wollte.
[...]
Am Nebentisch saß ein Mittzwanziger, welcher sich vermutlich einen Lebenstraum eines First Class Fluges erfüllen wollte. Irgendwann kam dann die PA an um ein Downgrade auf Business mitzuteilen aufgrund eines defekten Sitzes welcher nicht reparabel sei. Die in Aussicht gestellte Kompensation (vierstellig plus doppelter Business Sitz) war der Enttäuschung nicht zuträglich. Hat mir schon etwas leid getan. Sein Flugziel habe ich nicht mitbekommen.
[...]
 

Peanutbutter

Erfahrenes Mitglied
12.02.2020
2.653
2.996
Soweit ich das richtig mitbekommen habe, hat besagter Mittzwanziger die 1000 Euronen angenommen. Aus Interesse: Wie hoch wäre denn eine adäquate Kompensationszahlung?
Ja, das ist der Standardsatz von LH. Kann man annehmen, muss man aber nicht. Laut EU261 muss Lufthansa 75% des Ticketpreises für das Segment bezahlen. Das zählt im übrigen auch für Meilentickets und endet letztendlich meistens bei hohen vierstelligen Summen, aber nicht ohne Anwalt. Gibt hier im Forum als auch im englischen Nachbarforum viele Berichte darüber.
 

nikolask

Aktives Mitglied
08.02.2015
131
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Ja, das ist der Standardsatz von LH. Kann man annehmen, muss man aber nicht. Laut EU261 muss Lufthansa 75% des Ticketpreises für das Segment bezahlen. Das zählt im übrigen auch für Meilentickets und endet letztendlich meistens bei hohen vierstelligen Summen, aber nicht ohne Anwalt. Gibt hier im Forum als auch im englischen Nachbarforum viele Berichte darüber.
Wie geht man damit um, wenn man am Reisetag fliegen muss und einem kurz vor Abflug Business statt First als einzige Option angeboten wird? Nimmt man die 1000 EUR an und schaltet danach einen Anwalt ein? Man muss sich ja sofort entscheiden.
 

Peanutbutter

Erfahrenes Mitglied
12.02.2020
2.653
2.996
Wie geht man damit um, wenn man am Reisetag fliegen muss und einem kurz vor Abflug Business statt First als einzige Option angeboten wird? Nimmt man die 1000 EUR an und schaltet danach einen Anwalt ein? Man muss sich ja sofort entscheiden.
Wahrscheinlich nimmt man das Downgrade an, aber nicht die Compensation. Richtig @kexbox ?
 

Pegasos

Erfahrenes Mitglied
01.02.2017
1.044
1.152
Alpen
Das wäre ja noch schöner, dann aus dem FCT hinaus geschmissen zu werden bei einem Downgrade. Selbstverständlich nicht! Er wurde nach Standard Protokoll von der PA abgeholt mit „ihr Flug wäre jetzt bereit“ und nochmaliger Entschuldigung für das Downgrade.
Wenn es von der Zeit Herr keine rolle gespielt hätte, hätte ich mich umbuchen lassen auf den nächsten Flug. An Bord hätte ich mich im Fall ich hätte den Flug unbedingt antreten müssen davon überzeugt ob die LH mich da nicht angeschwindelt hat und auf dem Platz nun z.B. Irgendeine Möchtegern Wichtigkeit Sitzt oder wer aus dem LH Vorstand.
 

ftl789

Aktives Mitglied
26.02.2025
147
149
Ja, das ist der Standardsatz von LH. Kann man annehmen, muss man aber nicht. Laut EU261 muss Lufthansa 75% des Ticketpreises für das Segment bezahlen. Das zählt im übrigen auch für Meilentickets und endet letztendlich meistens bei hohen vierstelligen Summen, aber nicht ohne Anwalt. Gibt hier im Forum als auch im englischen Nachbarforum viele Berichte darüber.
Bei einem Meilenticket wären die 1000 € rentabler? Bzw wenn zeitlich möglich Umbuchung und 600€ Kompensation?
 

ftl789

Aktives Mitglied
26.02.2025
147
149
wo sind 1000€ rentabler als hohe vierstellige Summen?
Wenn ich von 91k Meilen 75% refundiert bekomme, hat das für mich weniger Wert. Wenn allerdings auch Meilentickets mit Cash kompensiert werden, von welchem Betrag werden 75% zu Grunde gelegt? Nachdem ich noch nie weder mit Meilenticket noch mit Cash Ticket down gegraded wurde, würde mich die Herangehensweisen interessieren.
 

Überflieger1977

Erfahrenes Mitglied
19.02.2016
3.300
2.577
Frankfurt am Main und Köln
Wenn ich von 91k Meilen 75% refundiert bekomme, hat das für mich weniger Wert. Wenn allerdings auch Meilentickets mit Cash kompensiert werden, von welchem Betrag werden 75% zu Grunde gelegt? Nachdem ich noch nie weder mit Meilenticket noch mit Cash Ticket down gegraded wurde, würde mich die Herangehensweisen interessieren.
wer sagt denn das sich das Gericht an den Meilen orientiert? Was hättest du denn für den one way an dem
Tag Cash bezahlt?
 

Peanutbutter

Erfahrenes Mitglied
12.02.2020
2.653
2.996
Wenn ich von 91k Meilen 75% refundiert bekomme, hat das für mich weniger Wert. Wenn allerdings auch Meilentickets mit Cash kompensiert werden, von welchem Betrag werden 75% zu Grunde gelegt? Nachdem ich noch nie weder mit Meilenticket noch mit Cash Ticket down gegraded wurde, würde mich die Herangehensweisen interessieren.
Es wird sich nicht an den Meilen orientiert
 
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Reaktionen: Münsterländer

ftl789

Aktives Mitglied
26.02.2025
147
149
wer sagt denn das sich das Gericht an den Meilen orientiert? Was hättest du denn für den one way an dem
Tag Cash bezahlt?
Das ist ja meine Frage, was ist die Grundlage, bei einem Cash Return oder oneway habe ich ja den Preis, den ich bezahlt habe. Wie verhält es sich bei Meilen? Gibt es da Erfahrungswerte, oder ein Gerichtsurteil? Wenn für ein one way Meilenticket der Preis des one way Cash Tickets als Grundlage gilt, dann ist das natürlich ein guter Deal.
 

slutz

Erfahrenes Mitglied
06.10.2016
2.529
2.252
Das ist ja meine Frage, was ist die Grundlage, bei einem Cash Return oder oneway habe ich ja den Preis, den ich bezahlt habe. Wie verhält es sich bei Meilen? Gibt es da Erfahrungswerte, oder ein Gerichtsurteil? Wenn für ein one way Meilenticket der Preis des one way Cash Tickets als Grundlage gilt, dann ist das natürlich ein guter Deal.

ja, wurde im vft auch schon inklusive gerichtsurteil gepostet..

meine mich zu erinnern etwas in richtung 2,X auf basis eines reisetopia artikels
 
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Emick

Erfahrenes Mitglied
18.05.2018
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Habe auf die schnelle nicht gefunden, wer fündig werden sollte: Gerne hier posten.

Meine Erfahrung, um auch was beizutragen:

-- Downgrade 1 Tag vor dem Abflug -> 1.250 EUR (O-Award, one way, Oktober 2023)
-- Downgrade mehrere Wochen vor dem Abflug (Route nicht mehr in der F bedient) -> 800 EUR (O-Award, both ways, November 2024), und absolut keine Diskussion mehr (lief mehrere Monate dem hinterher, immer wieder rejected mit Berufung auf irgendwelche LH-interne Regeln, die Null transparent sind, KI-generierte Standardantworten, die nicht das tatsächliche Problem adressierten, es wurde sich gegenseitig zwischen der LH und M&M die Verantwortung zugeschoben – eine wahre Zumutung für den Kunden, Case meinerseits noch klar offen).

Natürlich kommt es darauf an, wann das Downgrade angekündigt wurde und was man akzeptiert - die Kompensation wird aber oft nicht vorher angekündigt (in meinem Fall 2.) - bzw. was einem da "angeboten" wird.

In meinem Fall 2. war eine Umbuchung auf Fremdmetall "ausgeschlossen" (Bullshit, wobei bei M&M-Awards dies schon immer ein Thema war und anscheinend noch wird, ich denke, hier fehlt es grundsätzlich an einem Urteil) - ich durfte entweder zwischen einer (großzügig als "kostenfrei" verkauften) Stornierung wählen, oder dem Downgrade mit "wird entsprechend kompensiert" (die Tage waren bei mir fix, daher das Downgrade akzeptiert).
 
Zuletzt bearbeitet:

Emick

Erfahrenes Mitglied
18.05.2018
696
259
Ja schon, die Frage ist aber doch auch, was sind diese "Standardzahlungen der LH" bzw. wie sind diese reguliert (anscheinend doch gar nicht).

Anwalt kann natürlich "Individuelles" erreichen.
 

Emick

Erfahrenes Mitglied
18.05.2018
696
259
...weil LH zumindest bei mir damit argumentiert, dass meine o.g. Compensations nach "internen Regeln der LH" gewährt wurden, z.B.:

"
...
This amount is in line with our policy for long-haul flights and aims to address the inconvenience you experienced.
...
"

Daher tauscht man sich hier doch bzgl. der bisherigen Erfahrungen aus: Wie viel (und in welchen Konstellationen) man entschädigt wurde.

Abgesehen davon: Ich denke schon, dass solche Vorfälle irgendwie reguliert werden sollten / müssten. Und die "Regeln" dafür sollten auch bekannt sein. Wozu gibt es dann die VO261? Genau für solche Vorfälle doch.
 

bender1057

Erfahrenes Mitglied
07.02.2010
824
2.878
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Ja schon, die Frage ist aber doch auch, was sind diese "Standardzahlungen der LH" bzw. wie sind diese reguliert (anscheinend doch gar nicht).

Egal ob Downgrades/Umbuchungen/Younameit gibt es immer zwei unterschiedliche Dimensionen:
1.) Was bietet dir die Airline von sich aus an (aufgrund ihrer internen "Policy")?
2.) Was kannst du gegebenenfalls auf Basis diverser gesetzlicher Regelungen (EU261, BGB, etc.) erstreiten?

Zu Punkt 1/LH/Downgrades gilt z.B. Folgendes:
- "Früher" (als bekanntermaßen alles besser war ;-) wurden dir grundsätzlich pauschal 4.000 Euro angeboten.
- 2016 wurden buchungsklassenabhängige Angebote eingeführt: 4.000/2.000/1.000 Euro in F/A/O, siehe beispielsweise hier.
- Mittlerweile sind die Werte teilweise noch niedriger (z.B. 3.000 in F bzw. 800 in O).

Den etwaigen Umgang damit hat @Münsterländer in #3.171 perfekt beschrieben: "Das kannst du annehmen oder ablehnen."