Ich denke man sollte vorsichtig sein, was Rückschlüsse aus den sicherlich validen Einzel - Beobachtungen
"Der Flieger war immer voll, deswegen..."
angeht.
Die Auswirkungen auf die Tragfähigkeit von "Absatzprognosen" (Historisches Nachfrage / Buchungs / Preiselastizität - Buchungssteuerung) dieser aktuelle Lage und vor allem, den Umständen eines Neustarts dürfte den Fachleuten einige Schweissperlen auf der Stirn verursachen.
Flugprogramm / Preise und Steuerung basieren auf diesem Prognosemodell - ich könnte mir gut vorstellen, dass hier andere Maßstäbe gelten werden.
Hier wurde oft kolportiert dass Fliegen zu günstig sei - der Anlass dieser Äußerung könnte nach meinem Dafürhalten zumindest für einen gewissen Zeithorizont wegfallen.
Fliegen wird mutmaßlich keinem "Commodity" Pricing unterliegen, wenn es wieder losgeht.
Wenn das zutrifft, wird das sowieso schon vorhandene strukturelle Verwerfung des Marktes noch vertiefen: Eine Ryanair oder eine Easyjet, Wizzair werden die entstehende "Lücke" im Preis - Angebot gern auffüllen, so meine Vermutung. Dazu kommt, dass sie dazu eigentlich nicht viel anders machen muessen als vor der Krise.
Wie schätzt ihr das ein? Das Angebot wird über die anlaufende Nachfrage hinaus bereitgestellt und abgeflogen ODER das Angebot wird verhalten sein (knapp), und sukzessive einer steigenden Nachfrage "nach"angepasst?