Ryanair-Chef O’Leary: „Lufthansa will sich am Staat bereichern“
Q: Experten sprechen von einer existenziellen Krise für die Branche, und einige Fluggesellschaften haben Staatshilfen gefordert. Wie stehen Sie dazu?
A: Wir bitten nicht um Staatshilfen. Und wir sind nicht der Meinung, dass irgendeine Fluggesellschaft staatliche Unterstützung bekommen sollte. Es ist wichtig, dass jegliche Unterstützung transparent ist und allen Airlines zugänglich wäre. Das System des Kurzarbeitergelds, bei dem die Gehälter übernommen werden, ist da eine gute Maßnahme. Und es leuchtet mir nicht ganz ein, warum eine Airline noch Staatshilfen braucht, wenn sie Kurzarbeit nutzen kann. Die Flotten aller Airlines wurden stillgelegt. Und wenn der Staat dann die Gehaltszahlungen für die Mitarbeiter übernimmt, wofür braucht man dann noch Staatshilfen? Gerade der Fall von Lufthansa ist da bemerkenswert: Sie will Staatshilfe in Deutschland, Belgien, der Schweiz und Österreich, für Gesellschaften, die einen deutschen Eigentümer haben. In Österreich findet gerade eine Debatte darüber statt, ob der österreichische Steuerzahler die Tochter eines deutschen Unternehmens unterstützen soll.