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Lufthansa prüft Insolvenz in Eigenverwaltung

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Das ist ja ein erstaunlicher Vorratsbeschluß. Von vor einem Jahr. Was schwante denen denn damals schon?
 
Die einen haben vertuscht und verschleiert, die nächsten haben gezögert und halbherzig reagiert, wieder andere haben die Pandemie verharmlost und nicht ernstgenommen.
Wahrlich, die Staaten sind frei von jeder Schuld am Verlauf dieser Pandemie.

Pflicht zur Hilfe mag es de jure wohl nicht geben, aber die Staaten haben eine verdammte Verpflichtung sich zu kümmern und zwar auch um den Flurschaden ihres teils stümperhaften Krisenmanagements.

Ist eine Unterstützung von 9 Mrd. € keine Hilfsangebot? Warum gibt es eigentlich immer nur Geschrei bei der Lufthansa, bei der Staatsunterstützung, mit Gewerkschaften, mit Kunden, mit Mitarbeitern, warum hört man sowas nicht von anderen großen Unternehmen? Insofern mag "stumperhaft" in Zusammenhang mit LH eine durchaus zweckmäßige Verwendung sein, und sei es für die Form der Kommunikation.
 
Ist eine Unterstützung von 9 Mrd. € keine Hilfsangebot? Warum gibt es eigentlich immer nur Geschrei bei der Lufthansa, bei der Staatsunterstützung, mit Gewerkschaften, mit Kunden, mit Mitarbeitern, warum hört man sowas nicht von anderen großen Unternehmen? Insofern mag "stumperhaft" in Zusammenhang mit LH eine durchaus zweckmäßige Verwendung sein, und sei es für die Form der Kommunikation.

Weil bei der Lufthansa das Gefühl hat jeder mitreden zu können und wollen.
Ansonsten weiss ich nicht welche Medien du so verfolgst, aber wenn ich mir so die Berichterstattung um die Autohersteller und z.B. auch Kaufhof anschaue sieht das gar nicht so anders aus

Und ansonsten, ein Hilfsangebot muss einem Unternehmen auch langfristig Perspektiven geben können. Wenn das nicht der Fall ist hat die Unternehmensleitung eben auch die Verpflichtung Alternativen zu prüfen und aufzuzeigen.
 
Ja, für die Arbeitnehmer!

Der AG könnte auch betriebsbedingt kündigen. Sas würde ihn kurzfristig weniger kosten, als momentan nicht benötigte AN durchzuschleppen.
Macht er aber nicht, u.a. auch deswegen, weil AG in Deutschland weit überwiegend viel sozialer sind, als das die öffentliche Meinung wahrhaben will.

Macht er aber sicher auch deshalb nicht, weil es etwas schwierig werden könnte, den Laden nach der Krise wieder hochzufahren, wenn die Mitarbeiter alle gekündigt sind.
 
Nachdem ich in den letzten Tagen so einige Weihnachtswunschzettel an die LH gelesen habe, die alles beinhalten: Keine Einbußen an Gehalt und Mitarbeiter, Verzicht auf nicht grüne Flüge, Zurückzahlung von Staatsgelder mit top Verzinsung, also alles was zusammen nicht passt erwarte ich am Ende dass die Insolvenz tatsächlich kurz vor knapp stehen muss und LH damit ernst machen muss bis der Staat endlich zu Potter kommt.
 
Die Bedingungen scheinen festzustehen, wenn man schon in Brüssel vorspricht. Ist irgendeine LH99-Citation nochmal in Berlin heute?
 
Die Bedingungen scheinen festzustehen, wenn man schon in Brüssel vorspricht. Ist irgendeine LH99-Citation nochmal in Berlin heute?

Oder man klärt während der Verhandlungen ab, was Brüssel akzeptieren würde und was nicht und lässt dies dann entsprechend einfließen. Besser so, als ein Paket auszuhandeln, dass anschließend von Vestagers Truppe zerpflückt wird.

Der gestrige Besuch der Citation war übrigens nicht bei der EU, sondern der belgischen Regierung wegen möglicher Unterstützung für SN, falls Du darauf anspieltest.
 
Ich dachte da ging es um Brussels

So ist es, bei dem Besuch von Spohr gestern in Brüssel ging es laut belgischer Presse um Gespräche zu SN. Wo sich einerseits die Gewerkschaften schon gegen den Sparplan ausgesprochen haben, andererseits die belgische Regierung Standortgarantien und Mitsprache möchte...

Von einem Treffen mit der Europäischen Kommission habe ich nichts gehört.
 
Von einem Treffen mit der Europäischen Kommission habe ich nichts gehört.

Es gab einen Presseartikel (finde ihn gerade nicht online), in dem geschrieben war, dass die Verhandlungen soweit gediehen sei, dass man seitens Bundesregierung Konsultationen mit der EU Kommission aufgenommen habe, um sicherzustellen, dass das Paket EU-konform ist. Von einem Treffen war da auch keine Rede.
 
Die Bedingungen scheinen festzustehen, wenn man schon in Brüssel vorspricht. Ist irgendeine LH99-Citation nochmal in Berlin heute?

Ist die Vorsprache in Brüssel bei der EU nicht eher eine Aufgabe der Bundesregierung? Wüsste jetzt nicht, was der Sphr mit der EU Kommission zu verhandeln hätte.
 
Könnte mir denken, dass der Bund den nach Brüssel mitnimmt, wenn man das Konzept dort bei der Wettbewerbskommission vorstellt. Vielleicht muss man dann auch irgendwas versprechen oder fest zusagen?
 
Wieso wird eigentlich eigentlich "Brüssel" gefragt?

Hat Rom da auch wegen Alitalia vorgesprochen?

Oder gibt es gewisse bürokratische Vorgaben nur für Deutschland.

Siehe z.B. die unterschiedlichen Vorgehensweisen beim Brückenbau:

in D.: https://www.ksta.de/region/leverkus...stahl-aus-china-beschaeftigt-landtag-36623982

und in I. macht man einfach ein Notfallgesetz:

https://www.welt.de/wirtschaft/article201488012/Wiederaufbau-So-ersetzt-Genua-die-Morandi-Bruecke-in-Rekordzeit.html


Oder sind die "Dienst"-Reisen nach Belgien so interessant??
 
Wenn man die Suche Beihilfe und Alitalia eingibt, wundere ich mich, warum Alitalia immer noch existiert.
Trotz all dieser Brüsseler Über-Prüfungen.
 
Laut dem "Standard" gibt es für die AUA kein O.K. seitens der EU-Kommission:

[h=3]Fixkostenzuschüsse wackeln [/h]Allerdings wird auch das 767-er-Hilfspaket noch einmal aufgeschnürt werden. Den beantragten nicht rückzahlbaren Fixkostenzuschuss von 90 Mio. Euro wird die AUA nicht bekommen. Diese staatliche Hilfsmaßnahme (Limit: 90 Mio. Euro) hat die EU-Kommission, bei der das aus beihilferechtlichen Gründen notifiziert werden muss, generell noch nicht genehmigt, und angeblich wird sie das auch nicht tun. Maximal 15 bis 25 Mio. Euro sollen zulässig sein, wird kolportiert.
Und: Diese Zuschüsse werden auch nicht wie geplant vom AWS abgehandelt werden, sondern von der Finanz. Auf Nachrichten aus Brüssel wartet man in Wien in dem Zusammenhang sehr, denn die Sache eilt: Die Betroffenen sollen ab dem 20. Mai ihre Anträge auf den nicht rückzahlbaren Zuschuss stellen können.

https://www.derstandard.at/story/2000117525312/aua-bekommt-mehr-zeit-und-katastrophenhilfe?ref=rec

Dies könnte einen Zusammenhang mit den eventuellen Gesprächen LH(-Gruppe) : EU haben.
 
Du kannst ja deren Job machen, am besten in einem infizierten Pflegeheim.
Wäre toll !!
Danke, ich habe bereits in meinen Zivildienst so einige Monate in dem Bereich zubringen dürfen.
Mir war schon klar, dass mit so einer Äußerung natürlich sofort die Empörungsautomatik ausgelöst wird - man erkennt sie direkt am geplenkten Doppelausrufezeichen.

Es scheint mir aber nicht so, als hätten Krankenhäuser und Pflegekräfte durch entzogene Geschäftsgrundlage momentan nichts zu tun - auch scheinen mir keine Arbeitgeber in dem Bereich zahlungsunfähig zu sein,
das Einkommen scheint also auf dem normalen Wege weiterzufließen - da gibt es dann schon einen unterschied zu einer Fluggesellschaft mit tausenden Angestellten, die zum Däumchendrehen und Geldverbrennen verdammt sind.
 
Macht er aber sicher auch deshalb nicht, weil es etwas schwierig werden könnte, den Laden nach der Krise wieder hochzufahren, wenn die Mitarbeiter alle gekündigt sind.

Schau mal in die USA! Dort herrscht die Vorstellung (die übrigens dort alle ok finden, inkl. der AN) "na und? Dann stellen wir die Leute eben wieder ein".
 
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Das stimmt schon. Allerdings gilt natürlich: Gestorben und gepflegt wird immer, geflogen halt nicht. Der eine Bereich ist krisensicher, der andere nicht.
 
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