Grosso modo sehe ich den - unstrittig auf beiden Seiten des Atlantiks vorhandenen - strukturellen Alltagsrassismus nicht als Grund der Reiseflaute, ebensowenig die Sicherheit auf beiden Seiten. Als Österreicher zählt für mich die Einschätzung meines eigenen Außenministeriums und das führt Deutschland ebenso wie die USA unter Sicherheitsstufe 1 ("guter Sicherheitsstandard"). Zum Vergleich: Länder wie Frankreich, Spanien, UK, Belgien oder aber auch Schweden fallen aus verschiedenen Gründen bereits unter Sicherheitsstufe 2 ("Sicherheitsrisiko").
Vielleicht könnten wir uns hier im Thread in ganzheitlicherer Weise auf die Hintergründe stürzen. Ich kann über die Einbußen (gibt es die überhaupt?) in Richtung USA > Europa nur spekulieren, sehe aber durchaus die Gründe hinter der unverkennbaren Delle in der Gegenrichtung. Und hier fallen mir ein:
- massive Unsicherheit bzgl. Einreisebestimmungen. Fairerweise ist dies kein Spezfikum von 47, das gab es immer wieder (zB: ESTA vs. Kuba-Aufenthalt)
- Preise in touristischem Kontext. Essen und spez. Trinken ab einer gewissen Mindestqualität war immer schon teuer, aber was aktuell zB bei Disney abgeht, schlägt vielen Fässern wohl den Boden aus
- viele Deutschsprachige machen gerne bei "Freunden" Urlaub*. An der Aussage "der Deutsche liebt den Italiener, aber er respektiert ihn nicht" ist schon etwas dran. Dass nun von 47 abwärts wenig sympathische Wirkung außerhalb seiner eigenen Gefolgschaft hängenbleibt, ist evident
*: auch der billige Jakob kann ein "Freund" sein