USA<->Europa Flaute

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Tiversin

Erfahrenes Mitglied
06.07.2016
3.223
8.038
DUS
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Ja, aber das ist nicht was ich meine. In de USA entscheide für eine US Amerikaner die Hautfarbe was für eine Bildung er bekommt, was er für berufliche Chancen er hat, wie wahrscheinlich es ist dass er Opfer eines Mordes wird, wie wahrscheinlich er in einem Gefängnis endet.........

In Deutschland der Nachname.
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DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.840
16.405
IAH & HAM
In Deutschland der Nachname.

Ja, und mein einziger Punkt ist, dass es in den USA deutlich stärker in der Gesellschaft und den Systemen verankert ist. Seinen Nachnamen kann man ändern, seine Hautfarbe nicht. Und wenn Dich ein Polizist anhält, sieht er Deine Hautfarbe aus 20 Meter Entfernung, Deinen Nachnamen erst wenn er Deinen Fuehererschein in der Hand hat....
 

sehammer

Erfahrenes Mitglied
08.06.2011
7.648
2.903
LOWW / LOWG / LOGI / LOXZ / LOKW
Grosso modo sehe ich den - unstrittig auf beiden Seiten des Atlantiks vorhandenen - strukturellen Alltagsrassismus nicht als Grund der Reiseflaute, ebensowenig die Sicherheit auf beiden Seiten. Als Österreicher zählt für mich die Einschätzung meines eigenen Außenministeriums und das führt Deutschland ebenso wie die USA unter Sicherheitsstufe 1 ("guter Sicherheitsstandard"). Zum Vergleich: Länder wie Frankreich, Spanien, UK, Belgien oder aber auch Schweden fallen aus verschiedenen Gründen bereits unter Sicherheitsstufe 2 ("Sicherheitsrisiko").

Vielleicht könnten wir uns hier im Thread in ganzheitlicherer Weise auf die Hintergründe stürzen. Ich kann über die Einbußen (gibt es die überhaupt?) in Richtung USA > Europa nur spekulieren, sehe aber durchaus die Gründe hinter der unverkennbaren Delle in der Gegenrichtung. Und hier fallen mir ein:
- massive Unsicherheit bzgl. Einreisebestimmungen. Fairerweise ist dies kein Spezfikum von 47, das gab es immer wieder (zB: ESTA vs. Kuba-Aufenthalt)
- Preise in touristischem Kontext. Essen und spez. Trinken ab einer gewissen Mindestqualität war immer schon teuer, aber was aktuell zB bei Disney abgeht, schlägt vielen Fässern wohl den Boden aus
- viele Deutschsprachige machen gerne bei "Freunden" Urlaub*. An der Aussage "der Deutsche liebt den Italiener, aber er respektiert ihn nicht" ist schon etwas dran. Dass nun von 47 abwärts wenig sympathische Wirkung außerhalb seiner eigenen Gefolgschaft hängenbleibt, ist evident


*: auch der billige Jakob kann ein "Freund" sein
 

DFW_SEN

Erfahrenes Mitglied
28.06.2009
17.840
16.405
IAH & HAM
Grosso modo sehe ich den - unstrittig auf beiden Seiten des Atlantiks vorhandenen - strukturellen Alltagsrassismus nicht als Grund der Reiseflaute, ebensowenig die Sicherheit auf beiden Seiten. Als Österreicher zählt für mich die Einschätzung meines eigenen Außenministeriums und das führt Deutschland ebenso wie die USA unter Sicherheitsstufe 1 ("guter Sicherheitsstandard"). Zum Vergleich: Länder wie Frankreich, Spanien, UK, Belgien oder aber auch Schweden fallen aus verschiedenen Gründen bereits unter Sicherheitsstufe 2 ("Sicherheitsrisiko").


Unabhangig ob man diese Einstufungen für realistisch haelt, ich stimme dir vollkommen zu, dass “Sicherheit” kein Grund ist die USA zu meiden. Da gibt es deutlich problematischere Ziele, die sich trotzdem weiterhin grosser Beliebtheit erfreuen (Südafrika, Thailand, Indonesien, Brasilien,... ) nur um ein paar zu nennen.



Vielleicht könnten wir uns hier im Thread in ganzheitlicherer Weise auf die Hintergründe stürzen. Ich kann über die Einbußen (gibt es die überhaupt?) in Richtung USA > Europa nur spekulieren, sehe aber durchaus die Gründe hinter der unverkennbaren Delle in der Gegenrichtung. Und hier fallen mir ein:
- massive Unsicherheit bzgl. Einreisebestimmungen. Fairerweise ist dies kein Spezfikum von 47, das gab es immer wieder (zB: ESTA vs. Kuba-Aufenthalt)

Zwei Dinge haben sich hier durchaus unter Trump geändert. (1) die deutlich striktere Beurteilung bei der Einreise von US kritischem Material in Social Media / Email und (2) die Folgen einer Eireiseverweigerung (direkter Rückflug versus Detention Center). Und auch es nur ein paar “spektakuläre" Fälle waren, die Presseberichte darueber haben durchaus zu Verunsicherung geführt.

Die verschärften ESTA Regeln, die im Gespräch sind tun ihr Ueberiges....


- Preise in touristischem Kontext. Essen und spez. Trinken ab einer gewissen Mindestqualität war immer schon teuer, aber was aktuell zB bei Disney abgeht, schlägt vielen Fässern wohl den Boden aus

Das stimmt. Der schwache USD gleicht das aber teilweise wieder aus. 1.18 ist halt was anderes als 1.02......


- viele Deutschsprachige machen gerne bei "Freunden" Urlaub*. An der Aussage "der Deutsche liebt den Italiener, aber er respektiert ihn nicht" ist schon etwas dran. Dass nun von 47 abwärts wenig sympathische Wirkung außerhalb seiner eigenen Gefolgschaft hängenbleibt, ist evident
Ich denke das ist der Hauptgrund für viele fernzubleiben. Bei Kanadiern ist das sehr offensichtlich, aber auch bei mir ist das der einzige wirkliche Grund warum ich dieses Jahr nicht in den USA war.

*: auch der billige Jakob kann ein "Freund" sein
 

zimbowskyy

Erfahrenes Mitglied
29.11.2016
810
870
CGN
Grosso modo sehe ich den - unstrittig auf beiden Seiten des Atlantiks vorhandenen - strukturellen Alltagsrassismus nicht als Grund der Reiseflaute, ebensowenig die Sicherheit auf beiden Seiten. Als Österreicher zählt für mich die Einschätzung meines eigenen Außenministeriums und das führt Deutschland ebenso wie die USA unter Sicherheitsstufe 1 ("guter Sicherheitsstandard"). Zum Vergleich: Länder wie Frankreich, Spanien, UK, Belgien oder aber auch Schweden fallen aus verschiedenen Gründen bereits unter Sicherheitsstufe 2 ("Sicherheitsrisiko").

Vielleicht könnten wir uns hier im Thread in ganzheitlicherer Weise auf die Hintergründe stürzen. Ich kann über die Einbußen (gibt es die überhaupt?) in Richtung USA > Europa nur spekulieren, sehe aber durchaus die Gründe hinter der unverkennbaren Delle in der Gegenrichtung. Und hier fallen mir ein:
- massive Unsicherheit bzgl. Einreisebestimmungen. Fairerweise ist dies kein Spezfikum von 47, das gab es immer wieder (zB: ESTA vs. Kuba-Aufenthalt)
- Preise in touristischem Kontext. Essen und spez. Trinken ab einer gewissen Mindestqualität war immer schon teuer, aber was aktuell zB bei Disney abgeht, schlägt vielen Fässern wohl den Boden aus
- viele Deutschsprachige machen gerne bei "Freunden" Urlaub*. An der Aussage "der Deutsche liebt den Italiener, aber er respektiert ihn nicht" ist schon etwas dran. Dass nun von 47 abwärts wenig sympathische Wirkung außerhalb seiner eigenen Gefolgschaft hängenbleibt, ist evident


*: auch der billige Jakob kann ein "Freund" sein
Hier sehe ich auch die Hauptgründe. Die Mehrheit hat mit "lupenreinen" Demokratien im Urlaub kein Problem, siehe Türkei, Ägypten, VAE oder diverse Länder in Südostasien. Auch Rassismus können viele hervorragend ausblenden.
Aber die Leute wünschen sich Planungssicherheit, gerade wenn man viel Geld für eine Reise ausgibt. Wenn die Einreisebestimmungen am laufenden Band per Dekrete geändert werden, dann ist das Gift für den Auslandstourismus. Wenn das dann noch nahezu täglich in den Medien steht und keiner weiß was der nächste Geniestreich bringt, dann überlegen die 0815 Urlauber das 3-Mal.