Bahn-Sammelthread

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Karl Langflug

Erfahrenes Mitglied
22.05.2016
3.626
3.787
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Ich kann übrigens nicht die Qualität des Schienennetzes in Italien beurteilen. Ich unterstelle Italo allerdings, dass sie sich das Thema schon ein wenig angeschaut haben.
Das glaube ich auch, ihre Besitzer verfügen über mehr als genügend Geld und ich glaube auch, dass Italo durchaus fähig ist, ein gutes Produkt auf Deutschlands Schienen zu stellen. Wie in Italien, werden sie wohl nur die hochrentablen Strecken abfahren.

Im Interview meinte Italo, dass sie Planungssicherheit brauchen und daher verbindliche Zusagen bekommen wollen, sowohl über Streckennutzung und Modernisierung der Infrastruktur, wenn ich mich recht erinnere bis Juni 2026. (Ich meine, wenn die DB nur schon ein halbes Jahr braucht, um die Planung über ein zu verschiebendes Signal abzuschliessen, ist das eine mutige Zeitvorgabe, das wird Schnappatmung ausgelöst haben... :)
 
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Luftikus

Megaposter
08.01.2010
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irdisch
Wenn man mal weit voraus denkt, wird die viel zu lahmarschige Bahn gegen die neuen Wettbewerber verlieren. Dann ist die Frage, wie man sich dann den Verkehr in Deutschland vorstellt? Nur noch ein paar "Eurostar" und Konsorten, teuer, nach Reservierung und nur auf ein paar Rennstrecken? Der Rest fährt Favela Class mit DT im Doppelstock oder Flixtrain? Vermutlich ist das die Zukunft. Aber der Bund ist wieder ein teures Erbe losgeworden. Den Rest zahlen dann schön die Länder. Für mich erstaunlich, wie der Fernverkehr schlagartig von Hätschelkind auf Arschkarte gesetzt wurde.
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
1.087
1.703
Wenn man mal weit voraus denkt, wird die Bahn gegen die Wettbewerber verlieren. Dann ist die Frage, wie man sich dann den Verkehr in Deutschland vorstellt? Nur noch ein paar "Eurostar" und Konsorten, teuer, nach Reservierung und nur auf ein paar Rennstrecken? Der Rest fährt DT im Doppelstock oder Flixtrain? Vermutlich ist das die Zukunft. Aber der Bund ist wieder ein teures Erbe losgeworden. Den Rest zahlen dann schön die Länder.
Genau das gilt es m.E. zu verhindern. Im Flugverkehr ist ja weitgehend so gekommen, dass die LH sich aus der Provinz ganz oder weitgehend zurückgezogen hat. Bei der Bahn hätte so etwas aber noch einmal eine andere Dimension und das kann auch angesichts von Klimazielen pipapo usw. nicht gewollt und geduldet werden.
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.697
13.518
irdisch
Die Bahn ist ein vom Steuerzahler hochsubventioniertes Staatsunternehmen, LH ist privat. Die Bahn muss eine sinnvolle Gegenleistung an die Gesellschaft liefern für das ganze Geld, das sie kostet. Günstige Mobilität für alle.
 

CarlD

Erfahrenes Mitglied
03.04.2022
1.087
1.703
Die Bahn ist ein vom Steuerzahler hochsubventioniertes Staatsunternehmen, LH ist privat. Die Bahn muss eine sinnvolle Gegenleistung an die Gesellschaft liefern für das ganze Geld, das sie kostet. Günstige Mobilität für alle.
D'accord. Damit sie das aber - zu noch erträglichen Zuschüssen (die müssten sonst weiter steigen) - tun kann, ist eben eine Mischkalkulation erforderlich, bei der profitable Relationen die nicht-profitablen, aber im Sinne der Allgemeinheit erhaltenswerten Strecken querfinanzieren. Und genau dieses Modell wird durch das "Cherry Picking" von Außen in Frage gestellt.
 

red_travels

Reisender
16.09.2016
30.458
22.403
www.red-travels.com
Hamburg - Hannover: Ändern die in Soltau tatsächlich die Fahrtrichtung? .. Der Heide Park freut sich :) Obwohl es ja kein offizieller Haltepunkt ist :-( und man zwei Station zurück fahren müsste.
Anhang anzeigen 342453

viel Auswahl haste da nicht, um nach Süden zu kommen, ansonsten müsstest du über die Bremer Bahn kommen... aber solange keiner auf die Idee kommt da einen E-Zug einzusetzen :D
 

Vollzeiturlauber

Erfahrenes Mitglied
27.11.2012
11.889
4.367
Nord Europa
Fahrgastrechte: Bearbeitungszeit unter 60 Sekunden

Über die App eingereicht: Mo., 15. Juni 2026, 17:38

Ablehnung per Email mit PDF: Mo., 15. Juni 2026, 17:39

Wir bitten Sie um Verständnis, dass in Ihrem Fall keine Entschädigung gezahlt werden kann.
Gern erläutern wir Ihnen die Gründe für unsere Entscheidung.
1. Kein Anspruch – Anwendung Haftungsausschlussgrund:
Die Verordnung (EU) 2021/782 (Artikel 19 Abs. 10) sieht vor, dass Eisenbahnverkehrsunternehmen in
bestimmten Fällen bei Verspätungen keine Entschädigungen zahlen müssen. Unter anderem dann,
wenn die Umstände, die zur Verspätung geführt haben, auf eine der folgenden Ursachen
zurückzuführen sind: extreme Witterungsbedingungen, Verschulden eines Fahrgasts, Verhalten eines
Dritten. Dies war bei Ihrer Reise der Fall. Die Ursache für die Verspätung auf Ihrer Reise war:
Notarzteinsatz auf der Strecke. Daher erhalten Sie keine Verspätungsentschädigung
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
15.266
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Genau dieses Cherry-Picking kann aber eigentlich nicht der Sinn der Sache sein.
Doch, absolut. Das nennt man Wettbewerb, der sich natürlich auf rentable Geschäftsbereiche konzentriert.
Ich denke es wäre, ähnlich wie der Markteintritt von Locomore/Flixtrain, sehr begrüßenswert für die Kunden.

Wenn Flix in vielen EU-Staaten sich de facto ein Monopol zusammenkauft, sagt niemand was, aber sobald ein italienisches Privatunternehmen im deutschen Verkehrsmarkt aktiv zu werden droht, setzen die bedrohten Monopolisten Himmel und Hölle zur Abwehr in Bewegung, um ihren jetzigen Zustand bloß nicht zu gefährden.

Ähnliches geschieht gerade übrigens in Bezug auf Unicredit/Commerzbank, wenn auch natürlich eine andere Branche (und weniger Monopolstrukturen).
 
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Karl Langflug

Erfahrenes Mitglied
22.05.2016
3.626
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Doch, absolut. Das nennt man Wettbewerb, der sich natürlich auf rentable Geschäftsbereiche konzentriert.
Ich denke es wäre, ähnlich wie der Markteintritt von Locomore/Flixtrain, sehr begrüßenswert für die Kunden.

Wenn Flix in vielen EU-Staaten sich de facto ein Monopol zusammenkauft, sagt niemand was, aber sobald ein italienisches Privatunternehmen im deutschen Verkehrsmarkt aktiv zu werden droht, setzen die bedrohten Monopolisten Himmel und Hölle zur Abwehr in Bewegung, um ihren jetzigen Zustand bloß nicht zu gefährden.

Ähnliches geschieht gerade übrigens in Bezug auf Unicredit/Commerzbank, wenn auch natürlich eine andere Branche (und weniger Monopolstrukturen).

Die Frage ist, ob es dann wirklich so kommt, wie man sich das vorstellt. Schlussendlich - und diese Konsolidierung ist bereits da - gibt es dann wie im Flugverkehr 3-4 Player, die sich kaum wehtun und die Preise in die Höhe treiben. Bereits jetzt gehören Arriva und Co. mittlerweile alle einem der grossen Player: NS, Trenitalia, Renfe. Ich glaube nicht, dass der Wettbewerb die Preise so drücken wird, wie man sich das vorstellt. Italien empfinde ich jetzt nicht gerade als günstiges Bahnfahrerland. Die Bahn hat nunmal hohe Basiskosten.

Man muss wissen, was man will. Will man Wettbewerb? Aber dann bitte Konsequenz durchziehen mit allen Folgen, die er halt hat. Aber so halb-Wettbewerb lieber sein lassen. Wenn man ein integrales System will, dann geht das nur über Streckenkonzessionen mit klaren Leistungsanforderungen und wo alle Anbieter alle Abonnements akzeptieren müssen. Wenn der Wettbewerb dazu führt, dass die Privaten den Gewinn der rentablen Strecken abziehen und der Steuerzahler den Rest des Bahnlandes noch mehr hochsubventionieren muss, gleichzeitig aber über die DB weniger Gewinnabgeltung bekommt, dann sehe ich den Sinn nicht.
 
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SWINE

Erfahrenes Mitglied
06.08.2016
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Ha ha hha das Betrügerpack hat es echt drauf!
Die haben die Nerven mir eine Ablehnung nach nur 3 Tagen zu schicken angeblich keine 60 Minuten dabei hatte schon die Rostkarre über 70!!! und das war ein Zielbahnhof wo nicht alle 60 Min eine Rostlaube hält!
Und zack wieder zum RIchter also wieder hat das Betrügerpack wieder 250 oder sogar 500 an unnötigen Kosten verbrannt! und das schon zum 21. Mal dieses Jahr mal gucken war deren Nullen von Rechtsverdrehern dieses Mal schreiben!
 

Biohazard

Erfahrenes Mitglied
29.10.2016
7.993
10.798
EDWH
Laut DB-Fahrplanauskunft hatten am Montag, Dienstag und Mittwoch fast alle ICEs zwischen Berlin und Hamburg in beiden Richtungen eine Verspätung von meist zehn bis 15 Minuten.
(...)
Als Grund nennt die Deutsche Bahn "Anlaufschwierigkeiten". Zum einen seien noch sogenannte Belastungsfahrten nötig gewesen.
(...)
Zum anderen ist laut Konzern das neue Zugsicherungssystem noch nicht voll funktionsfähig.
 

westcoastflyer

Erfahrenes Mitglied
03.09.2019
2.662
2.892
Das ganze ist halt leider auch so nen bisschen ne Sache wo man es sich in Deutschland künstlich selbst schwer macht.

Anstatt das man von Anfang an kommuniziert: "Am ... wird die Strecke offen sein. Sie ist abgenommen und sicher. Wir erwarten aber für die nächsten 4, 6, 8 Wochen Betriebsschwankungen bis sich alles soweit stabilisiert hat, da wir nicht zuletzt auch auf Daten aus dem laufenden System angewiesen sind. Geben Sie uns nen bisschen Zeit. Wir tun was wir können. Danke für Ihre Geduld.", wird halt kommuniziert "Alles Perfekt, alles supa ... oh, verkackt".

Man hätte sicherheitshalber, auch wenn's sowohl in Hamburg als auch Berlin challenging ist, in den ersten Wochen deutlich mehr Zeitreserven in den Fahrplan einarbeiten können, bis jeder mit den geänderten Umständen vertraut ist (weil's die einfach realistischerweise brauchen wird). - Dafür ist's jetzt halt zu spät und man fährt lieber mit Verspätung.

EDIT: überlesen. Ist drin. Aber scheinbar nicht ordentlich kommuniziert:
Hinzu kommt eine Viertelstunde Verspätung für alle Fernzüge, die bereits vorsorglich bis 30. Juni im Fahrplan hinterlegt worden war. Statt planmäßig eine Stunde 45 Minuten beträgt die Reisezeit somit vorübergehend etwa 30 Minuten länger.
 

geos

Erfahrenes Mitglied
23.02.2013
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Man muss wissen, was man will. Will man Wettbewerb? Aber dann bitte Konsequenz durchziehen mit allen Folgen, die er halt hat. Aber so halb-Wettbewerb lieber sein lassen.
So ist es; und in Deutschland wie in der gesamten EU wurde m.W. entschieden, dass es im Schienenfernverkehr Wettbewerb geben soll.
Und nun stellt sich die Frage, wieso Flix Fernverkehr anbieten dürfen soll, Italo aber nicht. Das ist reine Wettbewerberabwehr der bestehenden Spieler DB und Flix, für die es ohne einen weiteren Mitwettbewerber natürlich viel bequemer ist.

Ich wundere mich dass hier und in der Presse so viele auf die mediale Abwehrstrategie (man könnte durchaus schon von Drohung sprechen) aufspringen, die den Markteintritt eines Wettbewerbers mit einer Einstellung des Fernverkehrs in bestimmte Städte verknüpft.
Wenn dieser Verkehr heute sich nicht lohnt, dann ändert was daran oder stellt ihn ein.

Den Güterverkehr darf die Bahn übrigens auch nicht quersubventionieren.
 

Weltenbummler42

Erfahrenes Mitglied
08.06.2010
3.838
1.465
noch TXL
Das ganze ist halt leider auch so nen bisschen ne Sache wo man es sich in Deutschland künstlich selbst schwer macht.

Anstatt das man von Anfang an kommuniziert: "Am ... wird die Strecke offen sein. Sie ist abgenommen und sicher. Wir erwarten aber für die nächsten 4, 6, 8 Wochen Betriebsschwankungen bis sich alles soweit stabilisiert hat, da wir nicht zuletzt auch auf Daten aus dem laufenden System angewiesen sind. Geben Sie uns nen bisschen Zeit. Wir tun was wir können. Danke für Ihre Geduld.", wird halt kommuniziert "Alles Perfekt, alles supa ... oh, verkackt".

Man hätte sicherheitshalber, auch wenn's sowohl in Hamburg als auch Berlin challenging ist, in den ersten Wochen deutlich mehr Zeitreserven in den Fahrplan einarbeiten können, bis jeder mit den geänderten Umständen vertraut ist (weil's die einfach realistischerweise brauchen wird). - Dafür ist's jetzt halt zu spät und man fährt lieber mit Verspätung.

EDIT: überlesen. Ist drin. Aber scheinbar nicht ordentlich kommuniziert:
Wie ich in dem anderen Thread schon schrieb, für mich persönlich ist der neue Fahrplan Berlin Hamburg mehr oder weniger eine Katastrophe
Alle 2h fährt von Hamburg ein RJ und ein ICE dann 7-8 Minuten später (also: 05:32; 05:39/07:31, 07:39 / 09:32; 09:39 usw - dafür gibt es auch wieder regelmäßig
in der darauffolgenden Stunde einen Zugabstand von 70 Minuten: 06:21 danach erst 7:31/ 08:21 danach erst 09:32 / 10:21 danach erst 11:31 .
usw
Wie gesagt, ich habe 12h Dienste und um 06:00 bzw 18:00 immer Feierabend und bin innerhalb einer halben Stunde am Hamburger Hauptbahnhof.
Leider kann ich dann sowohl nach der Nachtschicht, als auch nach der Frühschicht noch eine weitere Stunde am Hamburger Hbf auf den nächsten Zug nach Berlin warten. Dieser 70 Minuten Zug-Takt zieht sich dann alle 2h über den ganzen Tag.
Ich denke, ich bin nicht der einzige der damit ein Problem hat. Jeder der den Zug 06:21, 08:21, 10:21 aus irgendwelchen Gründen verpasst, muss dann also mind. 70 Minuten auf den nächsten Zug warten. Eine Verspätung kommt immer mal wieder aus verschiedensten Gründen vor, aber erst 70 Minuten zu warten und dann noch eine zusätzliche Verspätung macht es noch viel schlimmer. Und sollte der Zug dann nach 70 Minuten ausfallen - dann macht es die Sache erst recht bitter.
Aber auf der andere Seite, alle 2h bei 2 Zügen innerhalb von 8 Minuten, da macht es nicht gleich so viel aus, wenn einer Verspätung hat oder ausfällt.
 
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