Ich zum Beispiel budgetiere garnichts. (Es gab mal eine Phase, Selbständigkeit + Unfall, da musste ich mir ein Arbeitsblatt machen, in dem ich Ausgaben voraussehen konnte. Oh yeah, am Tiefpunkt habe ich einmalig mein Gaswerk gebeten, die Jahreszahlung in zwei Raten begleichen zu dürfen).
Aber ich habe es zeitlebends immer geschafft, weniger auszugeben, als ich einnehme. Wenn ein Kumpel, der zehnmal so viel verdiente wie ich, vor Existenzangst graue Haare kriegte, weil sein Arbeitgeber dichtmachte, seine Reserven in dem nebenberuflichen Gewerbe feststeckten und alsbald untergingen und ihm ein politisches Amt mit einer großzügigen "Aufwandsentschädigung" durch die Lappen ging, sodass er nicht wusste, wie lange er noch seine Hausfinanzierung und die Leasingraten für den BMW, mit dem er immer angab, weiterführen konnte, war bei mir jeden Monat was für die Reserven übrig und das läppert sich (daher mein lebhaftes Interesse an Tagegeldangeboten...).
Dazu muss man aber seine Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen können. Hibiscus macht es einem sehr leicht, sich diese detailliert oder global, für den Monat, das Quartal, Jahr oder vom 13. August bis 25. September anzeigen zu lassen. Das zeigte mir auch, daß ich es mir trotz durchaus bescheidener Einkünfte erlauben konnte, die Zweitwohnung in meinem Haus nach dem Tod meines Messie-Mieters leerstehen, statt sie für fünfstellig wiederherstellen zu lassen und den nächsten Unbekannten in's Haus zu nehmen (sowie sich dem amoklaufenden Gesetzgeber als angeblicher Miethai auszuliefern). Und während ich an den Kontoständen allenfalls sehen könnte, daß ich im ersten Quartal 2023 Rekord-Überschüsse gehabt habe, kann ich an der integrierten Einnahme-Überschuss-Rechnung sehen, dass das nur an den Ausgaben für Energie liegt - in meiner Gegend setzen die Versorger gerne überhöhte Vorauszahlungen fest, hier "wegen Gaskrise" genau verdoppelt, sodass Anfang des nächsten Jahres erstmal Posten von hunderten von Euro pro Monat verrechnet werden.
Auch da sehe ich natürlich, wo es am meisten lohnt, anzusetzen. Was kümmern mich 11,88 Euro Bankgebühren, wenn ich sehe, welcher Versorger sich viele hundert Euro Dauer-Kredit, der jedes Jahre erneuert und höher angesetzt wird, auf meine Kosten gönnt.
Am Benzin oder Essen sparen? Das Klein-Klein interessiert nun wirklich nicht. Ob ich die paar Euros für Käufe und Lebenshaltung eher versoffen oder eher verfressen habe, macht generell keinen Unterschied.