Elektromobilität (aus dem Tesla-Aktie-Thread)

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InsideMUC

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06.11.2009
8.530
7.095
Fluchhafen
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Welches BEV fährst Du? Bei meinem EV6 machen sich längere Strecken im Winter nicht ganz so negativ bemerkbar – statt normalerweise um 400 Km habe ich jetzt gut 300/320 Km Reichweite. Unser 500e ist da schon unangenehmer, der hat statt realistischen 260 Km im Sommer aktuell um 160/170 Km Reichweite. Doof sind bei niedrigen Temperaturen (mit beiden) die kurzen Strecken, wenn man vorher länger heizt und dann nur ein paar Kilometer fährt...
Einen MG5. Im Herbst konnte ich den zwischen 16 und 17 kW/h im Schnitt fahren. Aktuell sind es 22 bis 23 kW/h
 
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deecee

Erfahrenes Mitglied
11.12.2018
3.107
4.199
HAM, LBC
Einen MG5. Im Herbst konnte ich den zwischen 16 und 17 kW/h im Schnitt fahren. Aktuell sind es 22 bis 23 kW/h
Also ähnlich wie bei mir, passt doch einigermaßen! Grundsätzlich bin ich natürlich bei Dir, beim Thema Reichweite gibt es definitiv noch Spielraum nach oben. Mir ist es relativ egal, da ich keine langen Strecken fahren muss – und wenn ich freizeitmäßig am Wochenende oder im Urlaub unterwegs bin, habe ich auch entsprechend Zeit und Muße...

P.S.: Der MG5 ist ein gut gelungenes Auto, wie ich finde!
 
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Michael54431

Erfahrenes Mitglied
17.01.2018
1.188
466
STR
Und wenn die Angst doch sehr groß sein sollte, hilft für den einen Fall vielleicht ein ICE-Mietwagen...
und dann fragen sie sich: wieso sollten wir dann nicht einfach direkt das passende Auto kaufen? Zur monatlichen Rate kommt dann auch noch Mietwagengebühr dazu? Geld ist sowieso knapp, Zeit um an der Ladesäule zu stehen "ist nicht da".

Ich sehe das eben bei Kindern von Freunden (meine Kleine ist da noch deutlich zu jung) und kann die Denkweise schon verstehen.
Ich persönlich würde da auch ein E-Auto nehmen, ich habe damit aber eben auch schon jahrelang Erfahrung. Das fehlt den meisten einfach und es wird ja auch alles dafür getan, dass das E-Auto schlecht da steht. Wobei ich auch ehrlich sagen muss: sowas wie den 500e würde ich mir nicht mehr kaufen. Da muss real schon mehr Reichweite rauskommen.
 

malschauen

Erfahrenes Mitglied
05.12.2016
2.829
2.048
Nun bin ich alleine (bzw. meine Frau und ich einzeln und gemeinsam) keine repräsentative Zielgruppe. Aber 400km Reichweite bei Autos in der Polo-bis-Golf-Klasse klingt mir ehrlich gesagt nach "und wenn die Gefahr bestehst, dass es jemand schafft, hängen wir die Hürde einfach noch höher".
Nein, in der Tat ist das nicht meine Absicht. Ich gehe aber wie andere User hier mangels eigener Erfahrung davon aus, dass ich eine deutliche Reduktion der Reichweite hinnehmen muss, wenn ich Klima, Radio etc laufen lasse.
Für mich wären so Dinge wichtig, dass ich neben Stadt- und Kurzfahrten so Dinge, wie den Weg zum Flughafen bewältigen kann, ohne dass ich mir Gedanken machen muss, dass ich mein Auto laden muss. In meinen Fall beträgt der Weg etwas über 200 km, je nach Route. Dazu kommt, es ist Autobahn und der Verbrauch des BEV steigt ohne dass ich 160 km fahren muss. Ich will mir da keine Gedanken übers Laden machen und da ist ein bisschen Reserve nötig. Jede Reichweitenzahl ist die man angibt ist willkürlich.Für meinen Transport brauche ich kein grosses Auto, das benötigte Gepäck kriegt man in ein kleines Auto. Ich fahre im Moment einen Toyota Yaris Corss und reicht vom Platzbedarf. Ich habe eine Grösse des Autos, für die sich gut ein Parklpatz finden lässt.
Das Gegenstück zum Golf ist der ID.3. Die beiden sind heute schon in einer ähnlichen Preisklasse (auf den ersten Blick: UVP, ausstattungsbereinigt) verfügbar.
Ich denke der Vergleich ist schwierig. Beim BEV musst du die beste Leistungsklasse nehmen, um die Reichweite zu kriegen. Für den Verbrenner weiss ich nicht, ob mir nicht auch eine etwas schwächere Motorisierung reichen würde. Ich habe mir Spasseshalber mal einen ID 3 konfiguriert und würde beim ca. 54'000 Listenpreis landen. Defnintiv mehr als ich für einen Neuwagen bereit bin zu zahlen. Das Manko ist halt eben noch, dass Reichweite und Preis in meinen Augen noch nicht zusammen passen. Kommt dass, denke ich, dass ich durchaus auch mit einem BEV gut fahren würde.
 

deecee

Erfahrenes Mitglied
11.12.2018
3.107
4.199
HAM, LBC
und dann fragen sie sich: wieso sollten wir dann nicht einfach direkt das passende Auto kaufen? Zur monatlichen Rate kommt dann auch noch Mietwagengebühr dazu? Geld ist sowieso knapp, Zeit um an der Ladesäule zu stehen "ist nicht da".
Das ist tatsächlich die "Denke" – oft schwer nachvollziehbar, aber Realität. Das "passende" Auto für das genannte Szenario wäre aus vielerlei Gründen sicherlich kein ICE-Auto. Ich stelle mir auch keine 747 vor die Haustür, weil ich einmal im Jahr in Urlaub fliegen möchte...

Neuen Firmenwagen abgeholt, Verbrauch schmeckt schon mal
Nimm bitte zukünftig die kleinen Vorschaubilder. Danke!
 
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deecee

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11.12.2018
3.107
4.199
HAM, LBC
Für mich wären so Dinge wichtig, dass ich neben Stadt- und Kurzfahrten so Dinge, wie den Weg zum Flughafen bewältigen kann, ohne dass ich mir Gedanken machen muss, dass ich mein Auto laden muss. In meinen Fall beträgt der Weg etwas über 200 km, je nach Route. (...)
Das ist sicherlich eine eher seltene Kombination von Kleinwagen und längerer Strecke. In diesem Fall könnte eine gute Ladeinfrastruktur am Airport "helfen".
 

NeaeraMS

Erfahrenes Mitglied
19.04.2022
389
581
Das ist ein übliches Totschlagargument – am Ende kommt immer der Fall "lange Urlaubsreise" o.ä. Für 99 Prozent des Fahrprofils passt ein E-Auto, das eine Prozent gibt aber den Ausschlag für einen Verbrenner. Aus meiner Sicht ist das lächerlich, da auch längere Reisen mit BEV (mittlerweile) sehr gut funktionieren. Und wenn die Angst doch sehr groß sein sollte, hilft für den einen Fall vielleicht ein ICE-Mietwagen...

Es geht doch gerade um Kleinwagen, und da ist es eben kein billiges Totschlagargument. Beispiel der bald erscheinende ID2: 116 PS, 37kwh, knapp 300km Reichweite für 25000€. Ladegeschwindigkeit sagenhafte 90kw. Im Worst Case bei Winterwetter heißt das dann bei längerer Strecke für jede Stunde Fahrt eine halbe Stunde laden.
Wenn du bereit bist das mit der schwachen Leistung eh schon undynamische Fahrverhalten noch etwas weiter zu schmälern gibt es den normalen Polo mit >600km Reichweite und 87 ps für 5000€ weniger. Und ich muss auch nicht im Zweifel für mehrere hundert Euro extra mein eh schon teureres E-Auto gegen einen Mietwagen tauschen.

Man zahlt also deutlich mehr und bekommt deutlich weniger, deswegen zu meckern ist lächerlich?
 

malschauen

Erfahrenes Mitglied
05.12.2016
2.829
2.048
Das ist sicherlich eine eher seltene Kombination von Kleinwagen und längerer Strecke. In diesem Fall könnte eine gute Ladeinfrastruktur am Airport "helfen".
Ich gehe davon aus, dass ich den Wagen am Airport laden muss, das ist Oneway. So Spässe, wie ich setzte nur jemanden am Airport ab, ist dabei nicht eingeplant. Wie gesagt, die im Bericht genannten Autos sind gute Stadtautos und reichen vermutlich bei vielen für 95% der Fahrten. Wer aber nicht nahe am MUC oder FRA lebt, hat vermutlich für eben diese etwas weiteren Anreisen doch einen gewissen Reichweitenbedarf. Ich möchte jetzt nicht jedes mal, wenn ich in Urlaub fahre mir einen Mietwagen nehmen müssen. Ist halt das Problem, dass es ab NUE für meine Urlaubsziele nicht mehr wirklich viele gute Verbindungen gibt.
Wenn man längere Fahrten macht, wo eh eine Pause nötig ist, kann man meiner Beobachtung nach an vielen Autbahnraststätten das Auto laden, wobei ich auch hier mangels eigener Erfahrung nicht beurteilen kann, ob das wirklich so problemlos ist. Was ich nicht machen möchte, dass ich wegen des besten Ladeanschlusses vor dem Obi oder in einem Industriegebiet stzen muss um mein Auto zu "tanken".
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.253
1.281
CGN
Zur monatlichen Rate kommt dann auch noch Mietwagengebühr dazu? Geld ist sowieso knapp, Zeit um an der Ladesäule zu stehen "ist nicht da"

an der Stelle sind Vernunft und "Gefühl", wie so oft im Leben, unterschiedlich.

Das BEV kann (muss nicht in jedem Fall, aber darum geht's gerade nicht) so viel günstiger sein, dass sich der Mietwagen für den Urlaub alle zwei Jahre trotzdem lohnt. (Insbesondere auch durch den Komfortgewinn, weil ich dann für die Urlaubsfahrt eine größere Fahrzeugkategorie wählen kann). Und das BEV kann bei sinnvollem Lade-Alltag das ganze Jahr über sehr viel Zeit sparen, die man früher an Tankstellen verbracht hat, so dass die wenigen "ich muss jetzt extra einen Ladestop einplanen und irgendwo warten"-Vorgänge gegengerechnet trotzdem noch für das E-Auto sprechen. Aber in dem Moment kommt einem das alles nervig vor.

Ich hatte vor 20 Jahren oder so mal eine Zeitlang kein Auto, sondern habe CarSharing genutzt. Hat total super funktioniert und hat auf's Jahr gesehen ordentlich Geld gespart gegenüber einem vernünftigen (das waren die beim CarSharing zur Verfügung stehenden Fahrzeuge auch) eigenen Auto. Und trotzdem verbindet man die Einzelkosten (meinen Opa zum Geburtstag besuchen fahren = 70 Euro) mit "das ist viel zu teuer, das lohnt sich nicht". Der Mensch ist halt so :)

Ich gehe aber wie andere User hier mangels eigener Erfahrung davon aus, dass ich eine deutliche Reduktion der Reichweite hinnehmen muss, wenn ich Klima, Radio etc laufen lasse

Das Unwissen und die Legenden, die da im Umlauf sind, sind leider ein größeres Problem. Ich habe in viereinhalb Jahren E-Auto noch nie (ernsthaft. Am Anfang mal "aus Anfänger-Angst") auf irgend einen Verbraucher verzichtet, das ist Blödsinn.

Klimaanlage ist unkritisch. Laut einem ADAC-Test, den ich spontan gefunden habe, waren das 8km Reichweite pro Stunde. Bei einer auf 20 Grad eingestellten Klimaanlage und simulierten 35 Grad Außentemperatur, wobei bei der Außentemperatur dann aber auch der Verbrauch generell wieder geringer ist. Also bei eingestellten 22 Grad würde selbst im Stau in der knallen Sonne stehen wohl realistisch unter 5km Reichtweitenverlust pro Stunde sein.

Radio dürfte nicht messbar sein.

Heizung haut sicherlich rein. Aber das ist in den merklich höheren Verbräuchen, die jeder E-Auto-Fahrer ja schon kennt und berichtet, ja eingepreist. Frieren tut keiner. (Im Gegenteil, vorgeheiztes Auto ist nicht nur komfortabler, sondern wohl - Achtung, Halbwissen - auch für den Verbrauch am Ende sinnvoll, weil das Vorheizen weniger Strom kostet, als man später im Verbrauch wieder einspart, weil der Akku vortemperiert ist.


wie den Weg zum Flughafen bewältigen kann, ohne dass ich mir Gedanken machen muss, dass ich mein Auto laden muss. In meinen Fall beträgt der Weg etwas über 200 km, je nach Route

Das wird gut funktionieren, wenn Du am Flughafen Laden+Parken-Möglichkeiten nutzen kannst. 200km hin, Auto mehr oder weniger leer abstellen und nach der Rückkehr mit vollem Auto wieder fahren.

Wenn es das nicht gibt, dann wird das nicht funktionieren. Und wenn Du das dann (trotzdem) öfter brauchst und es keine sinnvolle Alternative gibt, dann wäre das ein KO-Kriterium. (Aber nicht die Reichweite, sondern die fehlende Lademöglichkeit am Ziel ist das Problem. Das werden nicht die Autohersteller durch unnötig große Akkus, sondern die Flughafen-Parkanbieter lösen müssen).

Und an der Stelle hakt das Thema Ladeinfrastruktur leider noch etwas.

"Normale" öffentliche Ladesäulen an einem Flughafen-Parkplatz lohnen sich nicht. Für den Anbieter nicht (eine solche öffentliche Ladesäule muss teils unnötig aufgeblähte Vorgaben erfüllen, die rechnet sich nur bei entsprechender Nutzung. Bei einem 14-Tage-Urlaub wird die Säule aber nur einen halben Tag genutzt und wird dann 13,5 Tage zugeparkt). Und für den Kunden nicht, denn die meisten Ladekarten haben Blockiergebühren, die nachher teurer sind als das Parken.

Also wird der Parkhaus-Anbieter aktuell wohl am ehesten den Strom verschenken und in die Parkgebühr einpreisen. Damit taucht er aber in Lade-Apps, Auto-Navis usw. gar nicht auf und wird von den Kunden nicht gesehen. (Okay, Langzeitparken an einem Flughafen ist ja in den meisten Fällen etwas, wo man vorher recherchiert, wo man wie günstig parken kann, vermutlich kein großes Thema).


Beim BEV musst du die beste Leistungsklasse nehmen, um die Reichweite zu kriegen. Für den Verbrenner weiss ich nicht, ob mir nicht auch eine etwas schwächere Motorisierung reichen würde (..)
Ich habe mir Spasseshalber mal einen ID 3 konfiguriert und würde beim ca. 54'000 Listenpreis landen. Defnintiv mehr als ich für einen Neuwagen bereit bin zu zahlen

Ja klar, bei der Modellauswahl gibt es genug für und wider für beide Technologien. Die Frage ist auch, ob wirklich der kleinste 80 PS-Einsteigermotor (beim Polo) ernsthaft von Leuten gekauft wird, die sich gezielt für ein Auto entscheiden (oder ob das dann typische Pflegedienst-etc-Flottenfahrzeuge sind, wo die eigentlichen Fahrer eh nicht gefragt werden)? Und ich würde unabhängig von der Motorisierung auf jeden Fall "gescheite" Technik (Assistenzsysteme, Entertainment, Komfort) haben wollen, die hat das E-Auto dann oft serienmäßig, beim Verbrenner kann man zwischen "spartanisch ausgestattet = günstiger Einstieg" bis "kann das, was ich beim E auch habe. Ist dann aber erheblich teurer" ja fast alles auswählen.

Ich wäre ja eher im Bereich MG4 oder KIA EV3 oder so statt einem ID3.

Ich gehe davon aus, dass ich den Wagen am Airport laden muss, das ist Oneway. So Spässe, wie ich setzte nur jemanden am Airport ab, ist dabei nicht eingeplant

To be fair: Bei 200km oneway-Entfernung zu Deinem Flughafen ist das so, als wenn ich jemanden von Köln aus mal eben nach Frankfurt oder nach Brüssel fahren würde. Da bin ich mehr als einen halben Tag unterwegs, und dann ist eine Ladepause auch wieder kein Drama.

Was ich nicht machen möchte, dass ich wegen des besten Ladeanschlusses vor dem Obi oder in einem Industriegebiet stzen muss um mein Auto zu "tanken"

wobei das zumindest während der Öffnungszeiten gar nicht so schlecht ist. Du bleibst ja nicht drin sitzen, aber gegenüber dem Angebot von Tank&Rast kann ein Bauhaus mit einer Currywurst-Bude davor und einer guten Bäckerei innendrin durchaus eine bessere Option sein :)

wobei ich auch hier mangels eigener Erfahrung nicht beurteilen kann, ob das wirklich so problemlos ist

wenn man es kann, ist es problemlos.


Wenn man es kann: Es ist nicht schwer. Aber es ist anders als Tanken.

Und beim Tanken ist auch keiner zur Welt gekommen und wusste bereits im Säuglingsalter die Unterschiede zwischen Diesel, Benzin und V-Power/ultimate vs. günstigerem "normalen" Sprit. Wie weit man mit gelber Reservelampe noch fahren kann, dass man ab und zu noch AdBlue tanken muss, und dass es teurere und günstigere Tankstellen gibt, all das hat man über die Zeit gelernt. Und wenn oft genug nur Kassenhäuschen oder Bezahlautomat genutzt hat, wird man trotzdem nicht nervös, wenn in einem anderen Land auf einmal die Zapfsäule erst nach Bar-Vorkasse freigeschaltet wird oder man nach dem Tanken erst ins Auto steigen und zu einer DriveThru-Kasse weiterfahren muss.

Und im Prinzip das gleiche "man muss es ein paar Mal gemacht haben, und dann kann man" gilt für das öffentliche Laden auch.
 

malschauen

Erfahrenes Mitglied
05.12.2016
2.829
2.048
Klimaanlage ist unkritisch. Laut einem ADAC-Test, den ich spontan gefunden habe, waren das 8km Reichweite pro Stunde. Bei einer auf 20 Grad eingestellten Klimaanlage und simulierten 35 Grad Außentemperatur, wobei bei der Außentemperatur dann aber auch der Verbrauch generell wieder geringer ist. Also bei eingestellten 22 Grad würde selbst im Stau in der knallen Sonne stehen wohl realistisch unter 5km Reichtweitenverlust pro Stunde sein.
Rechen wir mal richtig. bei 2 Stunden fahrt sind ohne Stau auch 10 km weg plus das was der Stau frisst. Ist nicht die Menge, da bin ich bei dir. Vom Winterbetrieb ich weiss von einem E-wagenfahrer, dass die Raumheizung mehr frisst wie die Sitzheizung. Ob das nur bei den älteren Modellen so ist 🤷‍♀️ .Das Problem sind die Reichweitenangaben, die halt nicht mit der Realität zusammen passen. Das ist wie beim Verbrenner, der sich nur äußerst selten mitgenau dem im Prospekt angegeben Werten fahren lässt. Beim Verbrenner hat man sich daran gewöhnt und nimmt es hin, auch weil es nur im Geldbeutel Mehrkosten sind und sich am Komfort nichts ändert. Wenn die Reichweite nicht passt, dann merkt man es halt im E-Wagen an den ungeplanten Fahrunterbrechnungen. Ist dann halt eine Komforteinbuse. Daher bewegt das Thema vermutlich mehr.


Ja klar, bei der Modellauswahl gibt es genug für und wider für beide Technologien. Die Frage ist auch, ob wirklich der kleinste 80 PS-Einsteigermotor (beim Polo) ernsthaft von Leuten gekauft wird, die sich gezielt für ein Auto entscheiden (oder ob das dann typische Pflegedienst-etc-Flottenfahrzeuge sind, wo die eigentlichen Fahrer eh nicht gefragt werden)? Und ich würde unabhängig von der Motorisierung auf jeden Fall "gescheite" Technik (Assistenzsysteme, Entertainment, Komfort) haben wollen, die hat das E-Auto dann oft serienmäßig, beim Verbrenner kann man zwischen "spartanisch ausgestattet = günstiger Einstieg" bis "kann das, was ich beim E auch habe. Ist dann aber erheblich teurer" ja fast alles auswählen.

Ich wäre ja eher im Bereich MG4 oder KIA EV3 oder so statt einem ID3.
Naja das sind Beispielwagen... Ich träume auch nicht von einem ID3. Zumal du viele Assistenzsysteme da dazukaufen musst. Um fair zu bleiben, sollte man dann halt auch ähnlich konfigurieren und einen Golf kriegst deutlich unter 50k Euro auch, wenn du nicht das minimalste vom minimalen nimmst. Mir reichen 110 Ps ich brauche nicht 200. Die hast du aber beim BEV halt einfach. Macht sich im guten Beschleunigungsverhalten bemerkbar. Während beim Verbrenner mit der Leitung des Motors die Preise ansteigen ist es beim BEV mit der Batteriegrösse.

To be fair: Bei 200km oneway-Entfernung zu Deinem Flughafen ist das so, als wenn ich jemanden von Köln aus mal eben nach Frankfurt oder nach Brüssel fahren würde. Da bin ich mehr als einen halben Tag unterwegs, und dann ist eine Ladepause auch wieder kein Drama.
Fair enogh, nein, hier ist keine längere Pasue eingeplant. Frau muss mal kurz aufs Klo, das ist aber alles an Pasue, was benötigt wird. Wenn du auf 200 km eine längere Pause brauchst, ist das so. Ich habe das oft genug ohne gemacht und brauche auch keinen halben Tag (also 4 Stunden Fahrzeit) für. Selbst der LH Bus ab NUE hat nur 2 Stunden eingeplant für 166 km.

wobei das zumindest während der Öffnungszeiten gar nicht so schlecht ist. Du bleibst ja nicht drin sitzen, aber gegenüber dem Angebot von Tank&Rast kann ein Bauhaus mit einer Currywurst-Bude davor und einer guten Bäckerei innendrin durchaus eine bessere Option sein :)
Echt? Da stehst du ne halbe Stunde im nirgendwo. Ich beneide die Leute nie, die da im Auto auf ihre Tankladung warten. Ja, die Tank&Rast ist auch nicht besonders attraktiv, liegt aber am Weg. Schönreden kann man sich alles, Obi gehört auch während der Öffnungszeiten für mich als Pausenstelle nicht dazu. Ich käme bisher nicht auf die Idee, deswegen von der Autobahn abzufahren. Liegt vielleicht auch daran, dass ich noch nicht nach Ladesäulen suchen muss.

Wenn man es kann: Es ist nicht schwer. Aber es ist anders als Tanken.

To be fair enough: es gibt zahlreiche Bericht darüber, dass eben nicht jede Ladesäule mit jedem Auto funktioniert und die durchaus auch mal defekt sind. Ich sage ja, das Wissen fusst auf fehlender Information und fehlendem selber probieren und somit Erfahrung. An einer Tanke auch im noch so fernen Ausland, habe ich bisher meistens jemand gesehen, den ich fragen konnte oder hatte schon jemand dabei der sich auskannte. Beim laden wird man öfters mal von seinem Auto weglaufen, eben weil es nicht in 5 min erledigt ist. Wenn niemand da ist, dann ist fragen halt schwierig.
 
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vapianojunkie

Erfahrenes Mitglied
15.01.2014
1.203
759
MUC
Rechen wir mal richtig. bei 2 Stunden fahrt sind ohne Stau auch 10 km weg plus das was der Stau frisst. Ist nicht die Menge, da bin ich bei dir. Vom Winterbetrieb ich weiss von einem E-wagenfahrer, dass die Raumheizung mehr frisst wie die Sitzheizung. Ob das nur bei den älteren Modellen so ist 🤷‍♀️ .Das Problem sind die Reichweitenangaben, die halt nicht mit der Realität zusammen passen. Das ist wie beim Verbrenner, der sich nur äußerst selten mitgenau dem im Prospekt angegeben Werten fahren lässt. Beim Verbrenner hat man sich daran gewöhnt und nimmt es hin, auch weil es nur im Geldbeutel Mehrkosten sind und sich am Komfort nichts ändert. Wenn die Reichweite nicht passt, dann merkt man es halt im E-Wagen an den ungeplanten Fahrunterbrechnungen. Ist dann halt eine Komforteinbuse. Daher bewegt das Thema vermutlich mehr.
Klimaanlage ist nach meiner Erfahrung wirklich vollkommen irrelevant. Ich bin im Hochsommer bis zur Amalfi-Küste runter gefahren bei durchgehend sehr hohen Temperaturen mit teilweise über 40 Grad und der Verbrauch war nicht höher als bei 20 Grad Außentemperatur - eher etwas niedriger. Das liegt vermutlich auch daran, dass der Akku bei 30-40 Grad in seinem Wohlfühlbereich mit der besten Performance ist und gleichzeitig wärmere Luft auch etwas weniger Luftwiderstand bedeutet. Heizen spürt man dagegen gerade bei Temperaturen unter 5 Grad sehr deutlich im Verbrauch.

Das Problem ist aber nicht die Reichweitenangabe an sich. Die stimmt halbwegs im WLTP Mix aus Stadt, Landstraße, Autobahn. Wenn ich jeden Tag zwischen München und dem Tegernsee pendeln würde, würde ich mit einer Akkuladung auch etwa die 470km weit kommen, die mein Auto laut WLTP schaffen soll. Das Problem ist, dass daraus der Schluss gezogen wird, dass ich diese 470km auch schaffe, wenn ich auf der Autobahn von München nach Frankfurt will - never gonna happen. Für Verbrauchertransparenz braucht es da einfach eine zweite Kennzahl. Es erreicht ja auch kein Verbrenner bei reinem Stadtverkehr auch nur annähernd seine WLTP-Angabe.
 

Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
7.268
6.176
FRA
Geld ist sowieso knapp, Zeit um an der Ladesäule zu stehen "ist nicht da".
Immer wieder witzig wofür genügend Zeit da ist und wofür keine Zeit da ist.
Man kann die Zeit an der Ladesäule hervorragend dafür nutzen, um zu chatten, in Foren zu stöbern und all die anderen Sachen machen, die man auch so im Internet machen würde, irgendwelche Serien auf Netflix und Co. schauen oder sogar arbeiten.
Da laufen die Leute facetimenderweise mit dem Handy vor den Augen durch die Stadt, aber auf die Idee zu kommen, während der Ladezeit zu telefonieren kommt nicht in den Sinn, nein, da wird die Zeit als "vergeudet" und "nicht da" bezeichnet.
 

jodost

Erfahrenes Mitglied
23.10.2011
4.253
1.281
CGN
Rechen wir mal richtig. bei 2 Stunden fahrt sind ohne Stau auch 10 km weg

Die sind aber nicht (zusätzlich) weg, sondern die sind im Verbrauch/der realistischen Reichweite ja bereits eingerechnet.

Und bei 35 Grad Außentemperatur (die hier simuliert wurden) wird niemand zwei Stunden schwitzen, um am Ende im allerbesten Fall eine Ausfahrt später na die Ladesäule zu können.

Das sind alles rein theoretische Überlegungen. Solange (das ist natürlich Voraussetzung,) die Reichweite praktikabel ist, wird kaum jemand ernsthaft auf die Idee kommen, auf Klima zu verzichten für die paar Kilometer

Das Problem sind die Reichweitenangaben, die halt nicht mit der Realität zusammen passen. Das ist wie beim Verbrenner, (..)
Daher bewegt das Thema vermutlich mehr.
Ja, ist in beiden Fällen Murks. Und bei E gravierender, definitiv

Wenn du auf 200 km eine längere Pause brauchst, ist das so. Ich habe das oft genug ohne gemacht und brauche auch keinen halben Tag (also 4 Stunden Fahrzeit) für

Wir waren ja inzwischen bei "jemanden zum Flughafen bringen und direkt wieder zurück. Also 400km, in denen ich eine Pause machen würde.

Echt? Da stehst du ne halbe Stunde im nirgendwo

Ich versuche, die Ladestopps mit was sinnvollem (Meist: Mittagessen/Abendessen) zu verbinden.

Da kann ein Baumarkt in einem Industriegebiet direkt neben dem Autohof (um mal die Entfernung zur Autobahn zu verdeutlichen) eine interessante Option sein, ja.

dass eben nicht jede Ladesäule mit jedem Auto funktioniert und die durchaus auch mal defekt sind

ersteres gibt es eigentlich nicht mehr, das sind aufrecht erhaltene Mythen.

Vor 10 Jahren gab es konkurrierende Steckersysteme (CHAdeMO vs. CCS), und da konnte nicht jede Säule jedes Auto laden. Inzwischen bedeutet Schnellladen mehr oder weniger automatisch CCS (und das erste C steht für combined, weil der Standard sich quasi die Buchse mit Typ2-Langsamladen teilt). Also passen Autos und Stecker schon mal überall zusammen.

Und an einer Tesla-Ladesäule konnte man damals nur Teslas laden. Auch das ist inzwischen ausgestorben, seit fünf Jahren etwas rüstet Tesla seine Supercharger so um, dass die auch Fremdfabrikate erlauben (d.h. die alte Softwarekonfiguration dürfte längst ausgestorben sein)

Letzteres, also technische Probleme gibt es noch ab und zu, ja. Ist ein bisschen wie IT-Probleme bei Lufthansa, es schränkt einen insgesamt nicht wirklich ein, aber es passiert doch zu oft.

Das größte nervige Problem beim Unterwegs-Laden ist ein (leider erst in den letzten drei Jahren entstandenes. War, als ich angefangen hatte, noch richtig komfortabel) Wirrwarr und kfm. Chaos an Ladetarifen und Roaming. Und ich verstehe ehrlich nicht, warum hier nicht regulatorisch eingegriffen wird.

Wer wirklich viel unterwegs ist, für den gibt es Lösungen (div. Ladekarten mit Grundgebühr und guten ionity- und/oder Aral Pulse-Tarifen). Wer wirklich nie wirklich unterwegs auf der Autobahn lädt, dem ist es egal. Aber wer so wie ich alle paar Wochen mal eine längere Strecke hat und dann die Ladestops auch noch nach "oh, da hinten ist eine Schnellladesäule neben einer L'Osteria, perfekt" plant, für den ist das schon etwas nervig.
 

Michael54431

Erfahrenes Mitglied
17.01.2018
1.188
466
STR
Immer wieder witzig wofür genügend Zeit da ist und wofür keine Zeit da ist.
das musst Du mir nicht sagen, ich habe da kein Problem damit und guck Youtube oder Netflix falls es mal dazu kommen sollte.
Die Jugend hängt beim McD oder Burger ab oder chillt in sonst irgendwelchen Ecken, hat sowieso immer nur Snapchat vor der Nase, aber neben dem ladenden Auto stehen ist halt scheinbar irgendwie "uncool".
 
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SleepOverGreenland

Megaposter
09.03.2009
22.701
15.507
FRA/QKL

Simineon

Erfahrenes Mitglied
23.03.2013
7.268
6.176
FRA
Fazit nach einer Woche Norwegen-Urlaub mit dem elektrischen Mietwagen: war super, nix zu klagen 👍
Wie sollte es auch anders sein.
In diesem Thread sind nur die ewigen Motzköppe, Trolle und sonstigen Feinde der vernünftigen Diskussion unterwegs und kramen immer wieder irgendwelche Artikel von gleichgesinnten hervor, um ihren alltäglichen Frust am Leben auf Anderen abzuladen.
 

Mladen

Erfahrenes Mitglied
01.08.2013
355
156
NRW
Das Argument "da brauche ich je ewig auf Langstrecke und sitze ständig in der Wallachei und lade vor mich hin" (überspitzt ausgedrückt) funktionieren ja auch nur solange, wie man es nicht ausprobiert sowie in wenigen Sonderfällen, in denen tatsächlich regelmäßig Langstrecken unter Zeitdruck gefahren werden. Vor einigen Jahren war ich auch der Meinung, dass mein Nokia alles können würde, wofür man ein Telefon braucht und diese komischen Touchscreens sich niemals durchsetzen werden (da kommt man ja bei Telefonieren ständig mit der Backe drauf und legt dann ausversehen auf!)

Gibt es eigentlich Statistiken darüber, wieviel Prozent von BEV Fahrern sich wieder für einen Verbrenner entscheiden (also zurück zum Verbrenner gehen)?
 

Micha1976

Erfahrenes Mitglied
09.07.2012
7.416
5.300
Wenn du bereit bist das mit der schwachen Leistung eh schon undynamische Fahrverhalten noch etwas weiter zu schmälern gibt es den normalen Polo mit >600km Reichweite und 87 ps für 5000€ weniger.
Na zum Glück ist der Polo mit 87 PS eine echte Waffe, mit der man auf der Autobahn jeden Porsche, Ferrari und Lamborghini im Rückspiegel verschwinden lassen kann :).
 

Frank N. Stein

Erfahrenes Mitglied
04.04.2020
9.747
15.926
der Ewigkeit
Da stehst du ne halbe Stunde im nirgendwo. Ich beneide die Leute nie, die da im Auto auf ihre Tankladung warten.
Nicht beneiden, bemitleiden.
3 Punkte zum längst totgerittenen Therma:
1. Gernerationenproblem. Für Leute eines gewissen Alters sind 0.5 Std. sinnlos vergeudete Zeit nichts, da der Tag ohne Arzt-/u. Apothekenbesuche
sowie Daily-Soaps und Reality-Formate sehr, sehr lang sein kann und man für jede weitere Aufgabe / Abwechslung dankbar ist.
2. Durch staatliche Rentenzahlungen man gewohnt ist, von dort auch weitere Alimentierungen wie Steckerwagenförderung zu erhalten.
Die Geister, die ich rief.
3. Außendiener, die seitens ihres Company-Fuhrparkmanagements bzw. Fleetservive-Dienstleitern aus steuerlichen Gründen vorgeschrieben bekommen, was sie zu fahren haben.
Irgendwo müssen die aufgehübschten Zulassungszahlen ja herkommen.
 
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Reaktionen: Calzone_Zone

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
27.478
13.339
irdisch
Wenn hier in Wirklichkeit alle Vertreter und Außendienstler sind, die das Warten bezahlt kriegen, überrascht mit die Ladepausenbegeisterung nicht.