Ein Problem von älteren Anlagen. Ist nicht neu und wurde hier doch schon mehrmals beschrieben. Neuere AKW haben im Normalfall einen geschlossenen Kühlkreislauf, es wird kein warmes Wasser in einen Fluss zurück gespiesen.
Dazu gibt es auch andere Meinungen:
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Auch moderne Atomkraftwerke benötigen weiterhin externes Frischwasser aus Flüssen oder Meeren. Zwar verfügen fast alle großen kommerziellen Reaktoren über einen geschlossenen Primär- und Sekundärkreislauf, das System zur Abgabe der Abwärme (der sogenannte Hauptkühlkreislauf) ist jedoch
kein thermodynamisch isoliertes System. [
1,
2,
3]
Aufgrund der physikalischen Gesetzmäßigkeiten von Wärmekraftmaschinen müssen enorme Mengen an Restwärme abgeführt werden. Dies geschieht über zwei gängige Systeme, die beide von externen Gewässern abhängig sind: [
1,
2]
1. Kühlturmbetrieb (Nasskühlung)
Viele moderne und im Binnenland gelegene Kernkraftwerke nutzen monumentale Naturzug-Nasskühltürme. [
1,
2]
- Wie es funktioniert: Das Kühlwasser zirkuliert in einem Kreislauf zwischen dem Kondensator im Maschinenhaus und dem Kühlturm. Im Turm wird das warme Wasser fein versprüht und kühlt durch die vorbeiströmende Luft ab. [1, 2]
- Der Haken: Ein erheblicher Teil dieses Wassers verdunstet dabei absichtlich und entweicht als weiße Dampfwolke in die Atmosphäre. [1, 2]
- Wasserbedarf: Diese verdunstete Menge (bei Großkraftwerken oft zwischen 400 und 1.000 Litern pro Sekunde) sowie das Wasser, das zur Vermeidung von Salzkonzentrationen abgelassen werden muss, muss kontinuierlich als sogenanntes Zusatzwasser aus einem nahen Fluss nachgespeist werden. [1, 2]
2. Durchlaufkühlung (Direktkühlung)
Befindet sich das Kraftwerk an einem sehr großen Fluss oder am Meer, wird oft komplett auf Kühltürme verzichtet. [
1,
2]
- Wie es funktioniert: Das Wasser wird dem Fluss direkt entnommen, durch den Kondensator gepumpt und erwärmt wieder zurückgeleitet.
- Der Haken: Hierbei wird zwar netto kaum Wasser verbraucht (da es zurückfließt), die benötigten Entnahmemengen sind jedoch gigantisch. Zudem führt dies in heißen Sommern regelmäßig zu Problemen: Steigt die Flusstemperatur zu stark an oder führt der Fluss Niedrigwasser, müssen die AKW ihre Leistung drosseln oder ganz abgeschaltet werden, um das dortige Ökosystem nicht durch zu heißes Rücklaufwasser zu gefährden. [1, 2, 3, 4, 5, 6]
Gibt es vollkommen wasserlose Reaktoren?
- Trockenkühlung (Luftkühlung): Technisch ist es möglich, Kraftwerke über riesige Ventilatoren (ähnlich einem Automotor-Kühler) rein mit Luft zu kühlen. Dies mindert jedoch den Wirkungsgrad der Anlage massiv und ist extrem teuer, weshalb es bei großen kommerziellen Gigawatt-Reaktoren praktisch nicht eingesetzt wird. [1, 2]
- Alternative Reaktorkonzepte (Generation IV): Es existieren Entwicklungskonzepte für kleinere, fortschrittliche Reaktoren (z. B. mit Flüssigmetall- oder Gas-Kühlung wie Helium im Kugelhaufenreaktor). Einige dieser zukünftigen Reaktortypen sollen komplett ohne externe Wasserquellen auskommen. Für die weltweite kommerzielle Stromerzeugung spielen diese Systeme derzeit jedoch noch keine tragende Rolle. [1, 2, 3, 4]