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Der gleiche Steuerzahler ist auch als Kunde an Bord, und eben nicht nur die geübten Handyuser, sondern die gesamte Breite der Bevölkerung mit Oma Else und Vatti. Als Staatsunternehmen mit de facto Monopol muss man an alle denken. Auch dafür kriegt man die ganze Kohle.
Nein! Ganz klares nein, auch wenn das gerade die aktuelle Seniorengeneration so gar nicht einsehen will.
Man muss irgendwo schon an alle denken, das ist wahr. Aber man muss eben nicht allen den Bauch kraulen und die Kosten der Allgemeinheit auf's Auge drücken. Ich bin einer der allerletzten hier drin, dem man vorwerfen würde zu sehr am neoliberalen Auspuff geschnüffelt zu haben, aber persönliche Extrawürste sind definitiv kein Fall für den Staat. Ganz im Gegenteil, sowas nennt man Klientelpolitik, ist verwerflich und im Extremfall sogar illegal.
Es muss eine zumutbare Möglichkeit für Alle geben. Das ist mit den Automaten am Bahnsteig der Fall. Damit hat, wäre die Bahn denn noch ein echtes Staatsunternehmen, der Staat seine Pflicht und Schuldigkeit erfüllt. Wenn die Bahn noch weitere Möglichkeiten, sei es gegen Gebühr oder aus ihr opportunen Gründen anbietet, dann ist das vielleicht nett, praktisch, angenehm, was weiß ich was, aber definitiv keine Pflicht.
Gegenbeispiel: ich darf mit Klasse B keine Fahrzeuge über 3.5t fahren, knapp den alten Klasse III Führerschein verpasst mit dem 7.5t erlaubt waren. Ungerecht? Staat denkt nicht an mich? Gemein? Vielleicht. Fakt ist, wenn ich Lkw fahren will, muss ich Klasse C machen. Hat mich auch keiner gefragt, hat auch keinen interessiert, weil Sicherheitsbedenken (zu Recht natürlich) und potenziell ein Schaden für die Allgemeinheit.
Hab ich einen Anspruch darauf Lkw zu fahren? Ja, habe ich (grundsätzliche Eignung vorausgesetzt). Dass der Weg mir evtl. nicht gefällt? Mein Problem, er ist da und er ist zumutbar.