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Kreditkartenakzeptanz

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Erfindung des Kassenpersonals, kann ich bestätigen.

Hab die Pommesfreunde vor einiger Zeit mal angeschrieben,
weil am Münchner HBF laut Mitarbeiter ein (nicht ausgewiesener) MU von 5 Euro gelte.

Laut Kundenservice ein bedauerlicher Einzelfall, keine Vorgabe.

Bei "I love Leo" in München das Gleiche.
Gab dann einen Gutschein als Entschuldigung für das Fehlverhalten der Angestellten.

Sehr interessant, danke! Ich werde mich dann auch an Pommesfreunde wenden. Ein erfundener MU, weil das Personal keine Lust hat, das Terminal zu aktivieren, ist ganz schön dreist.
 
An der Lust dürfte das gar nicht unbedingt liegen, meiner Erfahrung nach tritt bei solchen Personen eher eine Art "Helfersyndrom" auf, das dazu führt, dass sie ihren armen Arbeitgeber vor den schrecklich hohen Gebühren und dem schrecklich hohen Zeitaufwand der schrecklichen Kartenzahlung beschützen wollen.
 
An der Lust dürfte das gar nicht unbedingt liegen, meiner Erfahrung nach tritt bei solchen Personen eher eine Art "Helfersyndrom" auf, das dazu führt, dass sie ihren armen Arbeitgeber vor den schrecklich hohen Gebühren und dem schrecklich hohen Zeitaufwand der schrecklichen Kartenzahlung beschützen wollen.

Zum einen das, zum anderen fliesst bei Cash mehr Trinkgeld.
 
Schirn Kunsthalle, Frankfurt/M., derzeit u.a. sehenswerte Lee Krasner Ausstellung, 12 Euro Ticket.

Auf meine Frage hin, ob ich mit Karte zahlen kann (und dabei das iPhone vorgezeigt habe), hiess es: "ja, aber kein Visa". Gut, meine Revolut, die ich aktuell hinterlegt habe, ist Mastercard. Damit ging es.

Warum um alles in der Welt, akzeptiert ein Kunstmuseum in einer Großstadt keine Visa?

Wird wahrscheinlich Kreditkarten allgemein wider besseres Wissen gemeint haben...
 
Zum einen das, zum anderen fliesst bei Cash mehr Trinkgeld.

Das ist in der Tat auch ein Grund. Ich kenne z.B. Burger-Läden, die haben an der Kasse ein Trinkgeld-Glas (mit z.T. Motivations-Hinweisen zum Einwerfen) und dabei einen MU bei Zahlung mit Karte voraussetzen. Ich führe immer ein bisschen Kleingeld mit, damit ich in gerade solchen Situationen trotz Kartenzahlung etwas in das Trinkgeld-Sammelglas werfen kann. Viele denken halt, dass bei Kartenzahlern nichts an Trinkgeld rausspringt, was Unsinn ist.
 
Diese erfundenen Mindestumsätze sind echt eine Seuche. Ich frage mich, was in den Köpfen solcher Leute vorgeht. Ich kann sowas einfach nicht nachvollziehen.


Typische Blockwartmentalität halt. Genau die gleiche Mentalität erkennt man wenn Supermarktprovinzfürsten plötzlich dazu übergehen für bestimmt Produkte willkürlich, gesetzlich nicht vorhandene, Alterbegrenzungen in Eigenregie zu erfinden (Energy-Drinks erst ab 14...) oder vorhandene gesetzliche Limits willkürlich nach oben anheben, wie den generellen Verkauf von Alkohol ab 18 Jahren, obwohl nicht branntweinhaltige Alkoholika, wie u.a. Bier und Sekt weiter ab 16 Jahren freigegeben sind (§ 9 JuSchG).

Meiner Meinung ist diese Mentalität u.a. auch dafür verantwortlich, dass Deutschland innerhalb der westlichen Industrienationen absolutes Schlusslicht im Bereich der SB-Kassen ist: Das jemand einfach so mit seinen ganz normalen Tageseinkäufen aus den Supermarkt spazieren kann, ohne dass jemand einen zumindest flüchtigen Blick darauf geworfen hat, was denn Herr X dieses mal wieder so interessantes eingekauft hat, geht natürlich gar nicht.
Auch das man in Deutschland vielerorts nach wie vor für Sachen wie Ummeldungen, Reisepass-Erneuerung, KFZ-Anmeldung etc. auf dem Amt vorstellig werden muss ist ebenfalls auf diese Mentalität zurückzuführen.
 
Düsseldorfer Weihnachtsmarkt:
Fast alle Stände "cash only", trotz Tausender Reisebusse aus NL, Messegästen und Touristen.
Anscheinend will man keinen Umsatz machen.

1 Reisebus: 50 - 70 Pax
Du hast "tausende" Busse gezählt...
Aber der Stand/die Stände machen wegen Cash only keinen Umsatz.
Finde den Fehler.
 
Auch ein Grund KEINE Kreditkarten zu akzeptieren: heute wieder auf dem Wochenmarkt "aufrunden" von 5,9€ auf 6 "stimmt so" .... für mich völlig unverständlich einer Verkäuferin für den "Service" Verpacken von Backwaren und kassieren was extra zu geben, aber auf den Märkten sitzt den Kunden das Geld ja bekanntlich besonders locker...

Bei Kartenakzeptanz legt der Kunde seine Karte auf das Terminal und bezahlt den Betrag - klar Firmen wie Penny oder auch REWE versuchen auch hier dem jenigen, der den Kick "ich habe was gutes getan" braucht, zum Aufrunden zu bewegen, aber cash ist es einfacher! (wer trägt schon gerne dieses verfluchte Kleingeld mit sich rum - aber bloss keine Kreditkarten, besser dem Bäcker gut tun, der arme Kerl (hat ja nur 10 Fillialen).

Ausserdem: die aufrund Beträge sind "schwarz" weil "geschenkt", steuerlich irrelvant - hier kann natülich wieder "unsauber" getrickst werden....
 
Typische Blockwartmentalität halt. Genau die gleiche Mentalität erkennt man wenn Supermarktprovinzfürsten plötzlich dazu übergehen für bestimmt Produkte willkürlich, gesetzlich nicht vorhandene, Alterbegrenzungen in Eigenregie zu erfinden (Energy-Drinks erst ab 14...) oder vorhandene gesetzliche Limits willkürlich nach oben anheben, wie den generellen Verkauf von Alkohol ab 18 Jahren, obwohl nicht branntweinhaltige Alkoholika, wie u.a. Bier und Sekt weiter ab 16 Jahren freigegeben sind (§ 9 JuSchG).

Meiner Meinung ist diese Mentalität u.a. auch dafür verantwortlich, dass Deutschland innerhalb der westlichen Industrienationen absolutes Schlusslicht im Bereich der SB-Kassen ist: Das jemand einfach so mit seinen ganz normalen Tageseinkäufen aus den Supermarkt spazieren kann, ohne dass jemand einen zumindest flüchtigen Blick darauf geworfen hat, was denn Herr X dieses mal wieder so interessantes eingekauft hat, geht natürlich gar nicht.
Auch das man in Deutschland vielerorts nach wie vor für Sachen wie Ummeldungen, Reisepass-Erneuerung, KFZ-Anmeldung etc. auf dem Amt vorstellig werden muss ist ebenfalls auf diese Mentalität zurückzuführen.

Gut beschrieben, Deutschland ist digitaltechnisch irgendwo 2010 oder so stehen geblieben! Vermutlich, weil wir keine Rezession hatten, also nicht dran denken mussten, was denn anders gemacht werden sollte: geht doch alles gut - oder es war einfach keine Zeit!
 
Heute ein Negativerlebnis im Kino:

„Nur mit EC“, aber bei der Online-Reservierung alle gängigen Karten als Zahlungsart annehmen.

du hast vergessen zu sagen, dass bei der online Reservierung eine "Gebühr" fällig wird um die hoooohen Kosten der Zahlungsarten zu kompensieren (Online-Website Service Gebühr) = versteckte Kreditkartengebühr.

Wie immer in Deutschland: Erbsenzählen bei den Kosten, aber Hand auf bei Gebühren und noch mehr "steuerfreies" Trinkgeld!
 
Schirn Kunsthalle, Frankfurt/M., derzeit u.a. sehenswerte Lee Krasner Ausstellung, 12 Euro Ticket.

Auf meine Frage hin, ob ich mit Karte zahlen kann (und dabei das iPhone vorgezeigt habe), hiess es: "ja, aber kein Visa". Gut, meine Revolut, die ich aktuell hinterlegt habe, ist Mastercard. Damit ging es.

Warum um alles in der Welt, akzeptiert ein Kunstmuseum in einer Großstadt keine Visa?

teils schlechte Erfahrungen und dann wurden sie (oder haben selber) gekündigt! Gibt auch in der Gastronomie!
 
Gut beschrieben, Deutschland ist digitaltechnisch irgendwo 2010 oder so stehen geblieben! Vermutlich, weil wir keine Rezession hatten, also nicht dran denken mussten, was denn anders gemacht werden sollte: geht doch alles gut - oder es war einfach keine Zeit!
Es gab doch diese Zahl, dass die girocard 2016/17 so gut akzeptiert wurde wie Switch/Maestro in England 2004/05.

Die Probleme sitzen tiefer. Ich glaube, mit der Wiedervereinigung war das Land zu lange mit sich selbst beschäftigt und in den Nullern wurde es dann überholt.
 
Seit längerem wieder in Amsterdam....Flughafen Schiphol....Coffee Truck mit großem Cash only Schild...am Airport! Im Zentrum wo alle Touristen gehen ein indisches Restaurant mit durchgestrichenen Akzeptanz Aufklebern, sogar Maestro durchgestrichen! Ansonsten sehr viele kleine Cafes mit nur Maestro und V Pay Akzeptanz...hilft mir wo ich jetzt auch Master Debit als Kontokarte habe, genau nichts. Also so toll ist die Situation hier nach wie vor nicht wie oft behauptet wird. Aber es zahlen dort wo möglich schon fast alle mit dem Telefon....Maestro halt fast immer....das ist der offensichtliche Unterschied zu .de und .at....
 
Maestro halt fast immer....das ist der offensichtliche Unterschied zu .de und .at....

Die Österreicher haben es mit Maestro als internationales Modell wenigstens richtig gemacht. In DE konnte oder musste sich - warum auch immer - die Girocard durchsetzen. Es gibt sicherlich auch in anderen Ländern Insellösungen, ideal sind diese aber nicht. Die Liebe zum Bargeld und das "Kreditkarte ist böse"-Denken wird in Deutschland noch einige Jahre dafür sorgen, dass kontaktloses Bezahlen von Kleinbeträgen oder der generelle (Kredit-)Karteneinsatz nicht bedeutsam zunehmen werden. Und inmitten dieser Situation profitiert offenbar unsere Insellösung, die Girocard. Wenn unbar, dann bitte nur "EC" (und dann ja nicht unter 10€, ist ja peinlich sonst). Sorry fürs Aufregen, aber wenn man einige Jahre mit Kartenzahlungen (gewissermaßen auch als Hobby) verbracht hat, dann merkt man erst, wie bescheuert die Lage hierzulande teilweise ist.

Nichtsdestotrotz hat sich in den vergangenen Jahren doch ein bisschen was getan.
 
Maestro hilft aber halt auch nur sehr begrenzt, in vielen Laendern gibt es halt nur Visa/MC. Wenn dann wie in NL haeufig PIN-only geht, dann mag das fuer den deutschen Touristen okay sein, aber der Pole hat dann schon Probleme.
 
Maestro hilft aber halt auch nur sehr begrenzt, in vielen Laendern gibt es halt nur Visa/MC. Wenn dann wie in NL haeufig PIN-only geht, dann mag das fuer den deutschen Touristen okay sein, aber der Pole hat dann schon Probleme.


Stimmt. Waren in den Foodhallen....viele Stände no cash und einige davon wiederum nur Maestro und V Pay. Für alle aus Ländern mit Nicht Maestro als Kontostandard (wie eben den meisten Ländern) also nicht möglich, dort einzukaufen. Einige hatten aber schon auch Visa und MasterCard, vereinzelt sogar AMEX Akzeptanz.
 
Restaurant Artemis in Quedlinburg hat nun ein großes „Kartenzahlung erst ab 40€“ Schild am Eingang hängen nachdem da ewig ein „Derzeit keine Kartenzahlung möglich“ Schild hing. Immerhin wird vorher drauf hingewiesen.
 
Restaurant Artemis in Quedlinburg hat nun ein großes „Kartenzahlung erst ab 40€“ Schild am Eingang hängen nachdem da ewig ein „Derzeit keine Kartenzahlung möglich“ Schild hing. Immerhin wird vorher drauf hingewiesen.


Interessant, da war ich vor ca. 2 Jahren und konnte problemlos mit Visa bezahlen. Ich meine, es waren ca. 35,-€ Rechnungsbetrag. Anscheinend hat der mittlerweile zu viele Gäste. In den google Bewertungen beschweren sich auch ein paar Gäste, dass längere Zeit nur Barzahlung akzeptiert wurde und jetzt 40 € MU verlangt wird.
 
Hier wäre eine Beschwerde an die Partnerbank (bzw. Mastercard/Visa, die das rausfinden können dürften) angebracht, weil ein MU typischerweise den Vertrag Händler/Bank verletzt und 40 Euro ist ja nun besonders dreist.

Alternativ kann man auch hingehen, für weniger essen, und dann sagen man habe kein Bargeld dabei und könne nur mit Karte bezahlen. Wenn der Wirt auf dem MU besteht, kann man ihm anbieten, dass er ne Rechnung schreibt und man dann überweist.
 
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