Isle Of Man - die 2.
Freitag
Heute standen die Fahrt mit der Manx Electric Railway und der Snaefell Mountain Railway auf dem Programm. Eigentlich. Bei der Terminfestlegung, welche traditionell auf der jeweiligen Fahrt für das Folgejahr getroffen wird, hatte ich mich an dem Fahrplan des gerade laufenden Jahres orientiert und entsprechend für das Folgejahr geplant. Nicht bedacht hatte ich, dass sich der Saisonbeginn an den Osterfeiertagen orientieren könnte, welche in unserem Jahr später fielen. Der Betriebsbeginn war dann tatsächlich ein Wochenende vor unserer Ankunft, jedoch waren unsere zwei geplanten Tage vor Ort als Nicht-Fahrtage ausgewiesen. So begann ich eine Brieffreundschaft mit Kollegen von der Insel, infolge derer ich für uns eine Sonderfahrt bis Laxey inklusive Besichtigungen mehrerer Depots und Werkstätten erwirken konnte. Das Wetter ist uns schon mal gewogen und wir laufen an der Promenade stadtauswärts zur Endhaltestelle Derby Castle.
Unser Fahrzeug steht bereit und wir werden von unserem Guide empfangen.
Wir fahren los, es gibt einige Erläuterungen, auf freier Strecke machen wir erstmal einen Fotostop.
Die Strecke führt von der Inselhauptstadt Douglas nach Ramsey im Norden der Insel, die Streckenlänge beträgt 27,4 km auf einer Spurweite von 914 mm (3 Fuß). Wir fahren bis Laxey, hier gibt es Anschluss an die Snaefell Mountain Railway. Unser Fahrzeug wird geparkt, der Stromabnehmer wird schonmal für die Rückfahrt gedreht. Wir sind übrigens mit dem Wagen 2 unterwegs, dem ältesten, aktuell noch betriebsfähigen Exemplar.
Wir werden jetzt rüber zur Halle der Snaefell Mountain Railway geführt und bekommen einen Einblick in die Werkstatt, ein Wagen wird noch umgesetzt, eine Fahrt mit uns auf den Snaefell ist leider nicht vorgesehen. Auch wenn die Wagen sich ähneln, sind es trotzdem unterschiedliche Netze, diese Bahn fährt in der Kapspur genannte 1067mm Spurweite, welche 3,5 Fuß entsprechen. Die Streckenlänge von Laxey zum Snaefell Mountain beträgt 8 km. Unterscheiden kann man die Fahrzeuge, abgesehen von der Anschrift, am Stromabnehmer.
Nachdem wir hier genug gesehen haben, laufen wir rüber zur Great Laxey Mine Railway, eine Grubenbahn die dem Abtransport des geförderten Erzes zu den Waschplätzen diente. Interessant die Geschichte, die Grube wurde 1929 geschlossen und wenige Jahre später das gesamte Rollmaterial verschrottet. Bei Forschungen nach historischen Zeugnissen in den 1970ern stellte man fest, dass unterirdische Teile der Bahn erhalten waren und sogar ein Zug, bestehend aus 6 Erzwagen zurückgelassen war. Es begann eine Restaurierung der Bahn, zwei Lokomotiven wurden nachgebaut, eine dritte stammt aus einem anderen Bergwerk und so gibt es seit 2004 wieder Fahrbetrieb. Für uns bleibt es beim Anschauen.
Nach der Führung hier entern wir wieder unser Fahrzeug und fahren zurück Richtung Douglas, hier der Blick auf das Viadukt.
Auf der Strecke halten wir neben einem weiteren Depot und dürfen uns umschauen. Bei der Menge an renovierungsbedürftigen Fahrzeugen darf man sich schon fragen, ob sie es nochmal in den Fahrbetrieb schaffen werden.
Weiter geht es Richtung Douglas, noch ein Fotostop.
Zurück in Douglas werfen wir einen kurzen Blick in die Remise, in welcher die Fahrzeuge der Douglas Bay Horse Tramway stehen, eine an der Promenade über eine Länge von knapp 3 km verkehrende Straßenbahn, deren Wagen von Pferden gezogen werden.
Jetzt wird es aber Zeit, in das Hauptdepot einzurücken.
Man zieht hier den Stromabnehmer ein und lässt sich von der Schwerkraft angetrieben in die Halle rollen.
Letzte Werkstattbesichtigung.
Der älteste Wagen wird auch restauriert.
Dann sind wir auch durch, wir verabschieden uns von unserem Guide, das Nachmittagsprogramm folgt in Teil2.