Passend dazu ist auch der Kommentar des Handelsblatts ("kritische" Meldungen verkaufen sich natürlich generell stets besser):
700.000 Neukunden zum Start sind alles andere als ein Riesenerfolg. Sie helfen weder, die Verluste auszugleichen, noch das Klima zu verbessern.
www.handelsblatt.com
Wenn die Damen und Herren Redakteure hier von einem Flop schreiben, frage ich mich, was denn ihre Erwartungshaltung war?
Zwei Mio. Deutsche, die deswegen ihren PKW abschaffen?
Weitere drei Mio. Deutsche, die deswegen ihren PKW stehenlassen?
Nahverkehr als "hippes Event"??? (mit Türsteher, und nur mit der VIP-Deutschlandticketkarte kommt man rein?)
Im Artikel stehen zwei Punkte klar drin: Millionen Menschen, vor allem bisherige Abokunden, sparen mit dem Angebot jeden Monat ordentlich Geld ("Entlastungen"). (und deutlich einfacher ist es für die Deutschlandticket-Kunden auch geworden)
Und zweitens: die "die verschlafene und konservative Branche" wird "durchgerüttelt", und das gilt übrigens auch beim Punkt "Digitalisierung" (was bedeutet, dass die Prozesse der Anbieter digital werden müssen). Da tut sich derzeit viel, nachdem viele (nicht alle) Verkehrsverbünde und -unternehmen das Thema die letzten zehn Jahre ignoriert hatten.
Dass mit dem Deutschlandticket die Verkehrsbranche mehr Geld bekäme, hat niemand behauptet.
Und zu glauben, dass viele Bürger auf motorisierten Individualverkehr, der bislang schon recht teuer war, wegen des Deutschlandtickets im großen Stile verzichten würden, wäre schlichtweg naiv.