Habeck ist leider fachlich komplett inkompetent. Wie der glauben kann, Kanzler zu können, ist mit ein Rätsel. So ein Laientheater.
ich glaube, wenn Annalena ihm bei der letzten Wahl den Vorzug gelassen und es nicht auf der Zielgeraden so richtig verbockt hätte, hätte Habeck sogar ein ganz guter Kanzler werden können. Dass das Konstrukt einer Ampel, bei der grün und gelb in unterschiedliche Richtungen wollen und rot in der Mitte gar nix macht, nicht funktionieren wird, war aber leider absehbar.
Fehlende fachliche Kompetenz in dem Themengebiet, das man als Minister führt, war in den letzten Jahrzehnten noch nie ein Problem. Olaf Scholz war vorher Arbeitsrechtler und damit Chef einer kleinen Firma - qualifiziert einen das als Bundeskanzler oder als Führungskraft über einen ganzen Ministerapparat? Unser Finanzminister war vorher gar nix (von dem erfolglosen Versuch einer Selbständigkeit; noch dazu mit Fremdgeld abgesehen). Sind das bessere Jobs als der eines Schriftstellers, weil letztes gerne immer wieder in Erinnerung gerufen wird?
Habecks "Problem" ist, dass seine Politik nicht egoistisch genug ist. Olaf Scholz hat mit CumEx den Staat beschissen? Tut das einem direkt unmittelbar weh? Nö. Im Gegenteil, das Finanzamt zu Bescheißen hat ja leichten Volkssport-Charakter, nimmt es einem einer ernsthaft übel? Nö. Andi Scheuer hat alleine mit der Maut hunderte Millionen Euro der Bürger verbrannt (und ich schätze ihn nicht so dumm ein, dass das uneigennützig war). Sein Nachfolger setzt sich gegen Lobby-Bezahlung für HVO100 ein, dessen Chef für seine Freunde bei Porsche für E-Fuels. Auch hier: Ich halte die nicht für so dumm, dass sie nicht wissen, dass das zwar auf dem Papier eine CO2-freie Alternative zum E-Auto sein könnte, aber in der Praxis nicht funktionieren wird, weil die notwendigen Ressourcen gar nicht vorhanden sind, um das flächendeckend zu nutzen. Wenn die also nicht doof sind, wenn es auch keine Ideologie ist (okay, bei Lindners Faible für alte Porsches spielt das vielleicht auch ein bisschen eine Rolle, wenn ich heute keine Kinder hätte, würde ich heute auch meinen Fahrspaß am Wochenende höher priorisieren als irgendwelche Umweltaspekte), bleibt nur noch korrupt übrig, warum man solche Entscheidungen trifft. Am Ende fehlen Geld, aber auch politisches Engagement für ernsthafte Alternativen (kaputtgesparte Bahn etc) oder eine vernünftige nachhaltige Verkehrspolitik.
Aber all diese Politiker haben eines gemeinsam: Sie nützen sich damit selbst (sind also egoistisch genug, das dann auch gegen jede Kritik durchzusetzen), und sie schaden uns allen nur mittelbar (Geld, das dem Staat fehlt, ist ja quasi Spielgeld, das merkt der kleine Mann am Stammtisch ja nicht). Bei Habeck habe ich den Eindruck, dass er mit seiner Politik wirklich Umweltthemen (und nicht den eigenen Vorteil) angehen will. Die Änderungen kosten aber die Leute direkt Geld (neue Heizung etc) bzw. die Drohkulisse ist da, dass es irgendwann direkt Geld kosten wird.
Aber tatsächlich: Die Gesamt-Inkompetenz (auch wenn Habeck für mich noch zu den einäugigen Blinden gehört, das Gesamtergebnis unserer aktuellen, aber auch unserer vorherigen Regierungen ist erschreckend) führt leider dazu, dass die falschen Kräfte Aufwind bekommen.