Hart durchgreifen wäre in meinen Augen, wenn man sich auf die Tatsache zurückbesinnt, dass das Bürgergeld für Menschen in Notsituationen gedacht ist, um sich vorübergehend über Wasser zu halten.
Als Lebensmodell (Bezug über viele Jahre), vielleicht in Kombi, mit Schwarzarbeit ist es jedenfalls nicht gedacht. In erster Linie muss diese Sozialleistung auch erstmal erwirtschaftet werden und wenn es an hunderttausende Menschen, die teilweise noch nie ins Sozialsystem eingezahlt haben, ausgezahlt wird, dann war das so nicht gedacht und sollte so auch nicht laufen.
Aber ich weiß, mit dieser Meinung macht man sich extrem unbeliebt und angreifbar. Man sollte auch daran arbeiten, dass nicht hunderttausende junge Menschen ohne berufsqualifizierenden Abschluss dastehen (mehr Unterstützung/Förderung) und viele tausende Schüler, die Schulen jedes Jahr ohne Schulabschluss verlassen. Das ist ganz sicher nicht gut für die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt.
Also meinst du das die Behörden sehenden Auges Menschen lebenslang alimentieren und bei Schwarzarbeit wegschauen? Das wäre ein Skandal, jeder Behörden Mitarbeiter der so handelt sollte sofort entlassen werden.
Ich denke nicht das man Schwarzarbeit toleriert, sondern im Gegenteil. Und auch hier, ein Schwarzarbeiter braucht immer jemanden der ihn beschäftigt, was meinst du wie oft sich bei uns Menschen beworben haben die nicht offiziell angemeldet werden wollten? Und was meinst du wie oft wir diese dann beschäftigt haben? Antwort "Oft" und "Nie".
[automerge]1725249061[/automerge]
Jeder, der dauerhaft nicht erwerbsfähig sein sollte, sollte natürlich weiterhin Hilfe erhalten. Allerdings ist dann wohl das Sozialamt der richtige Ansprechpartner und nicht das Jobcenter, wo immer die Hoffnung auf Arbeitsaufnahme bestehen sollte, da es in erster Linie erwerbsfähige Personen betreut. Selbst bei der CDU/CSU, als aktuelle Opposition, ist mittlerweile angekommen, dass das bisherige Bürgergeld Änderungen bedarf. Mal schauen was die Zeit so mit sich bringt. Etwas mehr fordern (Leistungsbereitschaft) und nicht ausschließlich fördern, wäre vielleicht eine Überlegung wert.
So war es früher, das war fatal, weil dann niemand der Sozialhilfe bekam noch irgendwelche Hilfe bei der Jobsuche bzw. Qualifizierung bekam, damit hiess es dann, einmal Sozialhilfe, immer Sozialhilfe.
Die Menschen von denen du annimmst sie würden sich lebenslang durchfüttern lassen und nebenbei schwarzarbeiten würden sich über das Modell freuen. Sobald man es in die Sozialhilfe geschafft hat wird man den Rest des Lebens in Ruhe gelassen - besser geht es doch gar nicht.
Und am Ende bleibt immer die Frage, wer soll Menschen die keine Lust auf Arbeit haben beschäftigen? Ich ganz sicher nicht. Und nichts ist einfacher als sich am Arbeitsplatz wie der letzte Trottel anzustellen.
Wenn du solche Menschen in Arbeit bringen möchtest musst du das Mind Set der Menschen ändern. Das machst du aber nicht indem du sie wie auch immer zur Arbeit zwingst.
Wenn man deine Überlegungen konsequent zu Ende denkt dann würde das nur so gehen das man ab einem bestimmten Punkt ALLE Leistungen bis auf weiteres streicht - und zwar für jeden, unabhängig von der persönlichen Situation. Nach sagen wir 60 Monaten Stütze ist dann Feierabend, einen erneuten Anspruch müsste man sich dann erarbeiten. Wie wahrscheinlich und wie sozial ein solches Vorgehen wäre kannst du selber beurteilen.
Könnte man ähnlich mit Führerscheinen machen, jeder der drei Verkehrsverstösse innerhalb von drei Jahren begeht verliert seinen Führerschein, den wer weiss was der sonst so treibt wenn er nicht erwischt wird?
Im Jahr sterben ca. 3000 Menschen im Verkehr, über 360000 werden verletzt, jeder Autofahrer ist als potentieller Straftäter - muss man da nicht auch präventiv dran?