„Der Nationale Sicherheitsrat müsse deshalb unter anderem klären, "ob die Bundeswehr im Inneren nicht stärker ermächtigt werden muss, zum Einsatz zu kommen".
Also eines weiß ich jetzt:
Ein Drohnenabwehrzentrum, wo Polizisten ausgebildet werden, Drohnenvorfälle von irgendwelchen vollidiotischen Hobbypiloten AUSZUWERTEN, braucht niemand. Das kann das Ordnungsamt jeder Gemeinde übernehmen und Bußgelder verhängen.
Gebt denen besser eine anständige Ausbildung als BUSFAHRER, vielleicht noch ein Chuck Norris-Roundhouse-Kick-Training und die Bevölkerung ist besser geschützt als mit noch einem Gebäude voll Büros.
Einen Bundesinnenminister, der bei einem Angriff mit einer bewaffneten Drohne - wohlgemerkt kein Hobbygerät mit einer angebundenen Handgranate sondern professionell mit fernzündbarem Zünder und Semtex und mit 2 (!) SIM-Karten ausgestattet (das ist kein DJI-Modul, das ist Ardu oder PX4 - Aussage des GGF eines benachbarten Drohnenentwicklers) - als hybride Kriegsführung bezeichnet und eine Bundeswehr, deren Aufgabe primär Landesverteidigung ist, die sich aber mit einem lapidaren Verweis auf “wir hatten zu diesem Zeitpunkt keine militärischen Transporte am Flughafen Leipzig“ aus der Affäre zieht, braucht niemand.
Natürlich ist die Abwehr bewaffneter Drohnen Aufgabe der Landesverteidigung. Aber in Deutschland wird vermutlich die Diskussion über den Einsatz der Bundeswehr im Inland noch geführt wenn das erste feindliche Regiment bereits in Deutschland steht.
Und es wird deutlich, dass auch noch so viel teure Sensortechnik nicht hilft, wenn der ganze Plunder zwar aufzeichnet, aber offenbar niemand live auswertet und - große Überraschung - auch niemand reagiert. Hinterher konnte man ja offenbar auswerten, dass die Drohne schon Stunden vor dem Vorfall über den Zaun aufs Gelände geflogen ist.
Als weitere Möglichkeiten nannte Schuster eine Stärkung der Bundespolizei um eine "paramilitärische Komponente" für robuste Einsätze oder zusätzliche Bundesmittel für die Landespolizeien zum Aufbau möglichst einheitlicher Drohnenabwehrsysteme.
Quatsch (geht nicht gegen Dich sondern den zitierten Politdarsteller). Der füttert allein seinen aufgeblähten Sicherheitsapparat und versucht möglichst beeindruckend zu bellen indem er kurzfristig möglichst martialische Maßnahmen fordert. Ist halt die blanke Nachrichten-Ökonomie - kein Statement darf länger als 20 sec dauern damit das noch in die SM-konditionierte Aufmerksamkeitsspanne des durchschnittlichen Wählers passt.
Realitätscheck: Ein „robuster“ Einsatz ist selbst bei Bundeswehr eine Ausnahme (Kosovo, , derzeit gibt es nur 3 „robuste“ UN- oder EU-Missionen - MONUSCO (DRC), MINUSCA (ZAR), EUFOR Althea (Bosnien/Herzegowina). Nur bei letzterem ist Deutschland mit 50 Soldaten beteiligt, darüber hinaus gibt es Ausbildungshilfe. Frühere Beispiele für robuste Missionen waren Afghanistan, Kosovo und Mali.
Bei der Polizei taucht der Begriff „robust“ nur in Verbindung mit Ausrüstungsgegenständen auf (Taschenlampen, Tragetaschen) und mein Belastbarkeit/Langlebigkeit.
Diese müssten auch gegen "hochprofessionell agierende Angreifer" schützen. "Um es klar zu sagen, also auch gegen staatliche Angreifer."
Eine Polizei ist nicht gegen staatliche Angreifer ausgerüstet, das macht bei der ganzen deutschen Kleinstaaterei nichtmal im Ansatz Sinn.
Was kommt als nächstes? Die Ortspolizeibehörde Bremerhaven - übrigens die älteste kommunale Polzei Deutschlands und einzige Stadtpolizei mit eigener Schupo und Kripo - bekommt ihre Patriot-Batterie? Oder bleibt da wieder nur Dreizack und Netz wie bei den römischen Gladiatoren übrig?
Bewaffnete Drohnen, die sich im Gegensatz zu klassischen Kampfdrohnen (Reaper, Predator…) beim Angriff selbst zerstören (Loitering Munition), hatte zuerst der IS in Syrien (ein Angriff dort auf russische Truppen in 2018 gilt als Proof of Concept), später auch Iran und irantreue Milizen im Irak, dazu Hisbollah, Hamas, Ansar Allah (Huthis). Und nun seit einigen Jahren auch Russland und Ukraine.
Nur damit mal das Sichtfeld etwas geweitet wird.
Es ist aber schon richtig, dass sich der Angriff sehr wahrscheinlich gegen die in LEJ beheimateten ukrainischen Flugzeuge gerichtet hat.
Aber bevor reflexartig auf Russland gezeigt wird ist dennoch die Frage zu klären: schauen wir in die richtige Richtung (Russland) oder geht es um den Nachschub für die Luftabwehr am Golf.
Ukrainische Anti-Drohnen-Teams sind in der Golfregion im Einsatz, um bei der Abwehr iranischer Angriffe zu helfen. Worauf Kiew im Gegenzug hofft.
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Zu den Hintergründen des Drohnenfunds äußerte sich Schuster zurückhaltend. Es gebe inzwischen zwei konkrete Ermittlungsansätze. "Wir tappen ja nicht im Dunkeln", sagte der Minister. Bei dem betriebenen Aufwand habe er die Sorge, "dass hier jemand einen Schritt weiter geht und es nicht nur um Verunsicherung geht, sondern wirklich auch um eine physische Attacke".“
Der eine Ansatz ist: SIM-Karten auslesen, Aufzeichnungen der Verkehrsdaten bei den zuständigen Providern abfordern. Ungefähre Route und Startplatz nachweisen. Feststellen, ob es Beobachtungen gab.
Der andere Ansatz ist: Feststellen wo die Bauteile (Seriennummern…) und auch das SEMTEX (Markierungsstoffe) herkommen.
Und nun lasst die Ermittler ihren Job machen.