Sonntag, 24.11.2019
Irgendwann endet auch der schönste (Männer)Urlaub – und so brach mit diesem Sonntag der letzte Tag in Bangkok an, bevor es in der Nacht, über Umwege, nach Hause ging.
Da dieser Tag natürlich noch voll ausgekostet werden sollte, ging es ohne Frühstück direkt zum Pool, wo ich bereits um kurz vor 9 in der Sonne lag.
Im Vergleich zu vor 2 ½ Wochen haben die Temperaturen ordentlich angezogen. Lag ich damals noch locker 2 Stunden in der Sonne, wurde es bei dieser Hitze langsam eher zur Strapaze, obwohl ich alle 10 Minuten ins Wasser sprang.
So brach ich bereits um kurz vor 11 ab, begab mich in mein klimatisiertes Zimmer, packte meine Sachen soweit möglich.
Schlag 12 traf ich mich mit meinem Freund, wir wollten ein letztes gemeinsames Mittagessen einnehmen – ich war verwundert, regelrecht erstaunt, dass er es wirklich schaffte um 12 auf der Matte zu stehen.
Ich wollte mit ihm zum Dim-Sum-Brunch ins Dynasty Restaurant, doch leider war kein Tisch zu bekommen, Full-House. So ging es zum zweiten Ableger des Dynasty, etwas weiter entfernt, im Hotel Centara Grand at Central Plaza Ladprao.
Ich bestellte per Grab ein Taxi – wobei ich diese Taxi-App nie verstehen werde: aufgerufen waren 159 Baht, nach Bestätigung dann 174 Baht. Soweit so gut, doch der Taxifahrer ließ den Taxameter mitlaufen, welcher dann bei Ankunft 103 Baht anzeigte, wir aber natürlich die 174 zahlen mussten, plus 50 für die Autobahnbenutzung.
Das Centara Grand ist eher ein älterer Schuppen, welcher dringend einer Renovierung bedürfte, ziemlich unpersönlich, kahl und braun-beige, das Restaurant liegt im Zwischengeschoss, also ohne Ausblick auf Bangkok. Auch das Interieur ist, im Gegensatz zum anderen Dynasty, ‚angestaubt’ klassisch, die Stühle unbequem, der Service freundlich – aber langsam.
Preislich wird der identische Betrag aufgerufen, die Auswahl ist allerdings kleiner, die Gerichte nicht so schön präsentiert und auch geschmacklich kam es nicht an den neueren Ableger heran.
Völlig gesättigt bestellten wir uns um kurz nach 14 Uhr 2 Taxen, mein Wikinger fuhr zum MBK, ich mit Migräne (das erste Mal auf dieser Reise) zurück zum Hotel. Und wieder, Grab rief 152 Baht auf, der Taxameter zeigte 99 – diesmal hatte ich aber ausdrücklich auf den Highway verzichtet (Sonntag!).
Nun warf ich meine restlichen Sachen in den Koffer, spülte zwei Schmerztabletten mit eiskalter Coke Zero hinunter, zog die Vorhänge zu und schlief eine Runde bis zur Check-Out-Zeit um 16 Uhr.
Leider hatte das alles nichts gebracht... ich schleppte mein Gepäck in die Schweden-Suite, machte mich per Hotel-Tuk-Tuk auf zum SGS, wo ich mein Gym-Programm durchziehen und mich dann frisch für den Heimflug machen wollte.
Und, wie üblich, nach 10 Minuten Extremtraining war die Migräne verschwunden, was ein Glück.
Frisch gemacht, umgezogen und zurück zum ALOFT, wo ich noch etwas mit meinem Freund auf eine Coke Zero saß, bevor ich um kurz vor 9 ein Taxi zum BKK-Airport nahm.
Dort angekommen direkt zum AUA-Check-In, wo ich ruckzuck meine Boarding-Pässe nach Wien und weiter nach Odessa erhielt.
Weiter zur ‚Fast-Track-Security’, wo es, trotz Andrang, schnell voranging, so dass ich 30 Minuten nach Ankunft am Flughafen bereits in der neuen Royal Orchid Lounge gegenüber Gate D-4 ankam.
War die alte TG-Business-Lounge der Horror, abgewetzte Sessel, die immer gleichen Sandwiches und fettigen Plunderstückchen, war ich nun doch verwundert: großzügig, hell, relativ leer und mit einem hervorragendem Speisenangebot,
bestehend aus Sandwiches (die üblichen), aber auch vielen Thai-Gerichten
inklusive Live-Cooking-Station
für Pasta und Pad Thai Gong.
Ich hatte Kohldampf, anders konnte man es nicht umschreiben – denn die Energie der Dim-Sum war längst verbrannt.
So langte ich zu, ein letztes Mal für 2019 Som Tam (sogar mit den kleinen getrockneten Shrimps), Pad Thai Goong und als Dessert verschiedene Kleinigkeiten,
darunter ein geniales Bananen-Toffee-Dessert, ein echter Geschmacks- und Zuckerschock.
Hätte die Klimaanlage in der Lounge noch funktioniert, es wäre zu schön gewesen um wahr zu sein. So war es leider ziemlich warm.
Plötzlich ein Anruf meines Schweden, FINAIR hätte seinen Rückflug am 26.11. gecancelt, man hätte ihm als Alternative einen Rückflug mit Aeroflot über Moskau angeboten, Ankunft in Stockholm 3 Stunden später – oder 50% des Ticketpreises zurück.
3 Stunden später war keine Alternative, denn seine Gattin kommt mit +0.5 fast gleichzeitig mit dem eigentlichen FINAIR-Flug an. Er wollte schon die 50% nehmen und ein One-Way mit Thai buchen, bis ich ihn über seine Rechte aufgeklärt hatte. Eine freundliche, aber bestimmte Email an FINAIR half dann doch, man buchte ihn auf QR von BKK nach Stockholm um, Ankunft 9 Stunden vor dem eigentlichen FINAIR Flug.
So schön eine Lounge auch ist, irgendwann geht es einem auf die Nerven, man will weg – und so ging ich zeitig zum naheliegenden Gate D-06, wo der Krachvogel (T7) der AUA bereits wartete.
Nach relativ kurzer Wartezeit begann das Boarding für Familien mit Kindern, dann für uns Paxe der Business-Class, so dass ich gegen 23:30 auf meinem Thron (5A) Platz nehmen durfte.
Es ist so angenehm keinen Sitznachbarn zu haben ! Keine Ahnung weshalb LH/LX/OS noch Sitze (außer in der Mitte) in 2-er Anordnung anbieten, das geht heute in einer C nicht mehr, finde ich (ich erinnere mich aber auch noch an Langstrecken-First in den 80ern mit 2-2-2 Bestuhlung, ohne Fußstütze, war damals der pure Luxus!).
Nachdem vom Koch die Speisekarten
und das Bestellformular fürs Frühstück
ausgeteilt wurden, setzten wir pünktlich zurück, rollten in Richtung Startbahn, Goode-Bye Thailand, see you 2020 !!!