Donnerstag, 14.11.2019
Eigentlich war für den heutigen Tag die Weiterreise nach Khao Lak geplant, Zimmer im JW Marriott hatte ich schon mit einem guten BRG-Claim reserviert, Tickets mit Thai ebenfalls.
Nur, 3 Wochen vor Abreise, befand mein Freund diese Idee als nicht so prickelnd, war ihm dann doch zu relaxt, zu wenig Action.
Sein Wunsch war Pattaya – und dort war ich auch schon 1 ½ Jahre nicht mehr. Also wurden die gebuchten Hotelzimmer storniert, ebenso die Flugtickets und stattdessen Mietwagen und Hotel in Pattaya reserviert.
Nochmal eine Nudelsuppe im ALOFT zum Frühstück, die restlichen Sachen im Koffer verstaut, ausgecheckt und per Taxi zu SIXT auf der Rama IV, wo man sich wohl bereits an mich erinnert, denn ich wurde mit Namen begrüßt.
Man entschuldigte sich, dass es keinen Upgrade gäbe – denn ich hatte die höchste Kategorie, einen Toyota Camry gebucht.
Früher hatte SIXT als Upgrade zum Camry entweder BMW 3er oder X3, nur sind die BMWs aus der SIXT-Flotte verschwunden.
Für lächerliche US$ 10 Aufpreis hatte ich für die gesamten 7 Tage die Vollkasko ohne Selbstbeteiligung mitgenommen, was ich sonst nie tue.
Reserverad gecheckt und um kurz nach 11 vom Hof gefahren, auf die naheliegende gebührenpflichtige Hochstraße hinaus aus Bangkok. Aus Erfahrung ist ‚um die Mittagszeit’ die beste Fahrtzeit, denn die meisten Thais sind zu diesem Zeitpunkt anscheinend mit Mittagessen beschäftigt.
So ging staufrei in Richtung Osten,
wo wir einen Zwischenstopp bei ‚Amazon’ einlegten,
ich mir einen Iced Coco Macchiato besorgte.
Nach knapp 2 Stunden sehr gemütlicher Fahrt (mein Freund hat Panik mit mir zu fahren und versteht zudem meinen Musikgeschmack nicht)
kamen wir in Pattaya an, ich steuerte zum ‚MYTT’ Hotel, unweit der North Pattaya Rd., zwischen Beach Rd. und 2nd Rd.
Das Hotel ist sehr neu, in TA Top bewertet, die Lage perfekt – und mit einer Club-Lounge ausgestattet.
Da der Aufpreis für den Club-Floor mit Club-Zugang immerhin EUR 300 für 7 Tage betrug und dieser pro Zimmer für 2 Personen gilt, kam der Schwabe in mir auf eine kolossale Idee: wozu 2x Club-Floor mit insgesamt EUR 600 Aufpreis buchen wenn man auch nur einmal Club-Floor reservieren und einfach meinen Freund zusätzlich in meinem Zimmer registrieren kann ?
So wurde dann schließlich gebucht, mein Freund eine Juniorsuite mit Balkon, ich ein normales Zimmer auf Club-Floor zu US$ 170/Nacht inkl. Steuern, wovon mein Freund seinen Club-Lounge-Anteil übernahm.
Wir gaben die Koffer beim Bell-Boy ab, ich parkte das Auto in der Tiefgarage und wir wurden zusammen in den 15. Stock in die Club-Lounge,
mit tollem Ausblick über die Bucht von Pattaya,
zum Check-In geleitet.
Man bat uns Platz zu nehmen, bekamen Getränke serviert, solange man für uns die Formalitäten erledigte. Nachdem ich der sehr freundlichen Dame unsere Buchung erklärt hatte, wurde mein Freund auf eine Junior-Suite auf dem Club-Floor upgegradet, ich bezog mein normales Zimmer.
Die Zimmer unterschieden sich kaum, die Junior-Suite hat lediglich ein Fenster im Badezimmer und den erwähnten Balkon. Dies bedeutete, dass ich zum Rauchen auf den Balkon der Club-Lounge musste, welcher extra dafür eingerichtet wurde.
Nachdem ich meine Sachen ausgepackt und verstaut hatte, ich zum Rauchen auf den Club-Lounge-Balkon ging, bot mir die Dame einen kostenlosen Upgrade auf eine Junior-Suite an, damit ich dort auf dem Balkon rauchen kann wenn die Club-Lounge geschlossen ist. Upgrade weil Raucher – das ist mir bisher noch nie passiert !
So schleppte ich meine Habseligkeiten in das etwas entfernt liegende Zimmer, auch größentechnisch kein Unterschied zum Standardzimmer.
Ich ging kurz hinunter in die 12. Etage, begutachtete das Gym und den (etwas zu kleinen) Pool in Nordrichtung
Auch die neue ‚Terminal 21’ Shopping-Mall mit angeschlossenem Hotel war in unmittelbarer Nähe auszumachen.
Da es mittlerweile zu regnen angefangen hatte, entschlossen wir uns unseren Mittagssnack in der Club-Lounge einzunehmen, welche bis 16 Uhr ‚Afternoon-Tea’ mit Früchten, kleinen Desserts, aber auch (ziemlich schlechtes) Sushi anbietet.
Ich saß noch etwas in der Club-Lounge und laß das Forum zur Umstellung des M&M Programmes, die Panik, dass der HON der SEN vor 20 Jahren werden würde... Ich würde aber sagen, dass der SEN vor 40 Jahren den HON von heute bei weitem übertraf. Ich erinnere mich als Knirps mit meinen Eltern Ende der 70er in der damaligen FRA Senator-Lounge gewesen zu sein. Diese lag im heutigen Terminal 1-B, nach der heutigen Passkontrolle die Treppe nach oben.
Diese Lounge ist mir noch heute in bildhafter Erinnerung, hat mir so gut gefallen, dass ich mir später selbst einen Ray Eames Lounge Chair von Vitra anschaffte, welcher noch heute in meinem Wohnzimmer steht. Diese Lounge war winzig, nur ein Bruchteil der Größe des heutigen FCT, und trotzdem nie überlaufen.
Da wir beide noch etwas zu arbeiten hatten, blieben wir im Hotel, mein Freund führte Konferenzgespräche, ich arbeitet einen Vertrag aus.
So ging für uns fast nahtlos der Afternoon-Tea in die Happy-Hour über, während welcher eine recht ordentliche Auswahl an Alkohol und Snacks angeboten wird, während sich draußen der Abend einstellt.
Nun verstehe ich auch den Aufpreis für die Club-Lounge, welcher sich nur lohnt wenn man dem Alkohol zuspricht. Für jemanden wie mich ist dies allerdings rausgeschmissenes Geld, da ich auch dieses Lounge-Essen nicht anrühre, Chicken-Wings, Nudeln, frittiertes Brot mit Schweinefleisch, Sushi (noch schlechter als am Nachmittag), Brot, Butter, Käse und sonstige seltsame Kleinigkeiten. Mein Wikingern ist da allerdings anders gestrickt – der haut sich einfach während seiner Telefongespräche alles rein, ohne dass er sich später erinnert was, noch wie viel er gegessen hat – über die GT sprechen wir lieber nicht.
Um 21 Uhr schloss die Lounge ihre Pforten, ich nahm mir ein Coke Zero mit, mein Schwede ein GT-To-Go im Kaffee-Pappbecher.
Da seine Telefonkonferenz andauerte und ich gegen 21:30 Hunger bekam, setzte ich mich in den untermotorisierten Reisbrenner und fuhr ins nahegelegene Terminal 21, welches bei meinem letzten Pattaya-Aufenthalt noch nicht existierte.
Ich begab mich nach oben ins 3. Stockwerk,
wo mir von meinem Bangkoker Freund das Restaurant ‚PONN’ wärmstens ans Herz gelegt wurde, nach Infotafel bis 23 Uhr geöffnet.
Thailand und Infotafeln... denn als ich um 22 Uhr ankam wurde gerade geschlossen, man hätte die Öffnungszeiten geändert. Perfekt, danke !
So fuhr ich wieder nach unten wo ich eine Niederlassung des Singapurer-Sterne-McDonalds, ‚Hawker Chan’, vorfand.
Diesen ließ ich links liegen und ging direkt zum 24/7 geöffneten Foodland-Supermarkt, wo sich eine Edelniederlassung des Took-Lae-Dee Restaurants befindet.
Ich nahm am Tresen mit Blick auf die Küche Platz, bestellte Chicken mit Chili und Basil-Leaves (scharf !!!) sowie Pad See Ew Gai, mir fast noch lieber als Pad Thai.
Für knapp US$ 7 inklusive Coke Zero kann man wirklich nicht meckern. Für mich verbindet Took-Lae-Dee Thailändische Straßenküche mit der Hygiene eines ordentlichen Restaurants und einer angenehmen Atmosphäre ohne schlechte Gerüche.
Auf dem Weg zu den Waschräumen lief ich noch dem GröFaZ über den Weg, in (noch) siegessicherer Pose.
Schon saß ich wieder im Auto, fuhr zurück zum Hotel, wo ich auf dem Weg zum nächsten 7/11 endlich eine Außenaufnahme des Hotels
und später der Lobby zu Stand brachte.
Im Zimmer erwartete mich als Good-Night-Snack eine Portion Mango mit Sticky-Rice und gesüßter Kokosnussmilch.
Ich kann nur wieder bekräftigen: ich mag Pattaya, aber nur mit eigenem Auto, denn so bekommt man von den weniger attraktiven Seiten der Stadt weniger, bzw. nur durch die getönten Scheiben, mit. Als Ausgleich bietet Pattaya aber sehr viel, z.B. sehr gutes Essen fast aller Länder dieser Erde. Bei dem was hier gebaut wird, muss die Stadt den Nerv vieler Touristen und Rentner treffen, kann nicht so falsch liegen.