In Stuttgart gibt es vor dem LH Check-in jetzt so einen schönen Empfangstresen, der überprüft, ob man den F/C Check-in oder den Y Check-in nutzen darf/muss. Grundsätzlich wäre mir das ja egal, aber dann sollte man wenigstens wissen, welche Regeln für die eigene Airline gelten. Bei mir lief das jedenfalls so:
„Business?“
„Status.“
„Dann hier“ *zeigt auf Y Check-in*
„Nein, ich darf mit Status auch hier hin“
„Nur Business.“
„Und Status auch“
„Nein“
„Doch“
…
In diesem Forum ist man auch schon über HONnybabies hergefallen, die diese Diskussion zu Ende geführt haben. Das wird als "Arrogantes Herzeigen von Status" gewertet. Du bist dann der "Business Kasper" der "mit der Karte wedelt".
Probleme dieser Art treten meisten auf:
- Wenn man jung ist (z.B. meine +0,5)
- Wenn man leger gekleidet ist.
Ich kenne es eher, dass man gleich ohne Diskussion abgewiesen wird. Da wird das Gespräch gleich mit der Aussage "Du kummst hier nisch rein" eröffne. Fragen stellen kommt im Handbuch nicht vor. Der Röntgenblick der outgesourceten und lohngeedumpten Fachkraft kann das ohne Nachfragen an Deiner Nasenspitze erkennen.
- "No Sir, not for you. This is only for Business-Class"
(Meine Standard-Antwort: Ich gehe davon aus, dass das die Business-Class-Schlange ist."
- Kommentarloses Winken in Richtung Eco-Schlange (eventuell mit "Da gehts lang").
- "Da Sie Economy fliegen, müssen Sie Ihr Handgepäck einchecken"
("Ich dachte in der Business sind zwei erlaubt").
- (ungläubig) "Ja fliegen Sie denn Business Class"
- "Ja" (Manchmal kommt dann: "Da steht Saver und nicht Business..."
- "Dann muss ich es trotzdem wiegen"
- "Ja ich weiss, 2 mal 8kg. Ich nehme dann den Laptop raus nehme im Overhead-Bin dann mehr Platz weg."
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Freundlichkeit und guten Service kann man allerdings auch so leisten. Ist aber leider nicht mehr selbstverständlich. Und den „Frust“ am Kunden auslassen geht gar nicht, ebenso sich über den Arbeitgeber vor dem Kunden auszulassen, ob direkt oder laut in der Bordküche.
An Bord ist der Service mit sehr wenigen Ausnahmen immer sehr freundlich. Wenn man Verständnis für die schwere Situation signalisiert fallen meisten eine Menge an Steinen von den Herzen und es wird gleich deutlich entspannter. Ich würde niemals einen Flugbegleiter für diese Situation verantwortlich machen. Ein kurzes: "Na da wurde mal wieder gespohrt" als Zeichen des Verständnisses wirkt da meisten wunder.