Gibt es unter euch denn noch andere, die noch keine Mail vom Insolvenzverwalter erhalten haben? (Wenn alle außer mir eine haben, würde ich wohl dennoch mal nachfragen, warum ich KEINE bekommen habe - meinen Spamordner habe ich eigentlich geprüft)
Ich habe auch noch keine Mail vom Insolvenzverwalter bekommen.
Bei mir auch noch keine Mail, aber dafür Geld von der LBB. Auch von hier aus noch mal Danke an alle, die mitgeholfen haben.
Ja natürlich gibt es noch andere Personen, die auch noch keine E-Mail mit Informationen zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens erhalten haben. Es ist davon auszugehen, dass wohl tausende Passagiere (und viele andere Gläubiger) betroffen sind. Da wird es keinen "Knopf" geben, den man drückt, und alle erhalten zeitgleich eine E-Mail. Wie auch schon bei den E-Mails über die Flugstornierungen (nach Bekanntgabe, dass es keine Investorenlösung geben wird), werden diese Schritt für Schritt versendet. Auch aus technischen Gründen ist es sinnvoll, dass nicht tausende Passagiere zeitgleich auf die Online-Plattform des Insolvenzverwalters stürmen und diese evtl. sogar lahmlegen. Denkbar wäre auch, dass alle Passagiere mit erfolgreichem Chargeback schon nicht mehr als Gläubiger gehandhabt werden, d.h. auch in Zukunft keine E-Mail mehr erhalten werden (durch die Rückbuchung ist der Aquisiteur zum Gläubiger geworden).
Ist echt frustrierend. Wir kommen echt nicht weiter. Wie seht ihr die Chancen hier? - Ist es wirklich so, dass wir auf Opodo angewiesen sind, da diese das Unternehmen sind, mit dem wir "das Geschäft" abgewickelt haben? - Ich glaube nicht, dass Opodo mir eine entsprechende Bescheinigung erstellt (angeschrieben haben wir die schon).
Nebenbei wurden die Tickets für den Hinweg direkt von Germania ausgestellt, für den Rückweg aber über den weiteren Vermittler Involatus.
Wie ein paar Posts vorher beschrieben ist für den Chargeback relevant, dass das abbuchende Unternehmen gleichzeitig der Leistungserbringer (der nicht erbrachten Leistung) ist. Sie können diese Schutzleistung des Kreditkartenunternehmens daher leider nicht nutzen, da das abbuchende Unternehmen (Opodo) seine Leistung (Ticketvermittlung) erbracht hat. Für den Chargeback spielt auch keine Rolle, von wem bzw. über wen die Tickets am Ende "ausgestellt" wurden. Es zählt einzig die Zahlungstransaktion, die über die Schutzleistung zurückgebucht werden kann, wenn die Zahlung direkt an Germania geleistet wurde.
Wenn Opodo die Zahlung an Germania ebenfalls über eine Kreditkarte geleistet hat, hätte lediglich Opodo die Möglichkeit, die Zahlung über einen Chargeback zurückzubuchen. Ich gehe jedoch nicht davon aus, dass Opodo seine Zahlungsvorgänge über Kreditkarten abwickelt, sondern über andere Wege (z.B. im Rahmen einer Sammelüberweisung). Es bleibt Ihnen also nur, über Kulanz von Opodo eine Lösung auszuhandeln.
Leider bin ich mir jetzt unsicher, ob das denn jetzt überhaupt noch geht? Das Insolvenzverfahren wurde ja am 01. April eröffnet. Zählt mein Geld daher bereits zur Insolvenzmasse und ich darf gar kein Chargeback mehr machen weil es rechtlich nicht mehr möglich ist ??
Sehen Sie sich hierzu die Fristen des Chargebacks Ihres Kreditkartenunternehmens an. Bei VISA muss der Chargeback spätestens verarbeitet sein:
- 120 Kalendertage nach Ausführung der Zahlungstransaktion oder
- 120 Kalendertage nachdem Ihnen bekannt wurde, dass die Leistung nicht erbracht wird (wobei 540 Kalendertage nach Transaktion nicht überschritten werden dürfen)
Der beste Nachweis dafür, dass die Leistung nicht mehr erbracht wird, ist die Stornierungsbestätigung von Germania. Rechnen Sie von dort aus 120 Kalendertage in die Zukunft.