Zeit der Billigflüge vorbei

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Erfahrenes Mitglied
31.08.2013
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LEJ
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Im Verhältnis sind die Umsteigeverbindungen aber deutlich preiswerter als Flüge "nur" nach DXB. Es gibt Fälle, in denen ein Flug von Deutschland z.B. nach Südostasien gerade Mal 50 Euro mehr kostet, als wenn Du mit derselben Maschine nach DXB fliegst, dort aber aussteigst. Genau das ist das Geschäftsmodell von EK.
Erkläre das Geschäftsmodell mal näher.
Meiner Lesart nach kostet ein Flug in Y FRA-DXB dann 500€ und FRA-SIN mit Wüstenstopp 550€.
Also nur Dubai ist dann im Verhältnis teurer, als nach SIN.
Ich denke eher, es sind marktorientierte Preise, mehr nicht.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
13.590
11.604
Genau das ist das Geschäftsmodell von EK.
Genau das ist das Geschäftsmodell fast aller Netzwerkairlines.
Bei LH ist z.B. AMS-FRA-XXX für Holländer in der Regel nicht 50 Euro teurer sondern deutlich billiger als FRA-XXX für Deutsche.
Direktflüge werden als hochwertiger und damit teurer definiert.

Traditionell war das Geschäftsmodell fast 100% Transit (wer wollte schon in die Wüste...), mittlerweile ist Dubai tatsächlich auch ein Ziel für eine relevante Anzahl zahlungskräftiger Kunden.
Es war aber von Anfang an als qualitativ hochwertiges Produkt angelegt, mit deutlich besserem Service als bei der Konkurrenz (die z.B. noch lange kein IFE mit persönlichem Bildschirm hatten, geschweige denn golden oder mit Wurzelholz(imitat) eingerahmt).

Ich denke eher, es sind marktorientierte Preise, mehr nicht.
Im Gegenteil. Es sind Preise dank internationaler Absprache der Airlines (Stichwort: IATA). Es ist ein Aushebeln von freiem Markt.
Immer dann wenn mehr Produkt weniger kostet (bzw. umgekehrt, weniger Produkt mehr kostet) ist es in der Regel kein Marktpreis.

Eine jede Reise beginnt an der Haustür und endet dort
Mein AG sieht das anders ;)
Meine Reisen enden auch Samstag Nacht um 2 an der Firma.
 
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LINDRS

Erfahrenes Mitglied
03.04.2013
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DRS
Bei Volume ist das alles möglich. Da gehen die Meetings beim Kunden ja auch von Montagmorgen 9 Uhr bis Freitagabend 18 Uhr, ohne Möglichkeit zur Anreise unter der Woche. Muss ein extrem gut bezahlter Job sein, anders kann ich mir dieses Level an Leidensfähigkeit nicht erklären!
 

Luftikus

Megaposter
08.01.2010
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irdisch
Den Hohn kann ich aber nicht verstehen, da ich diese 3-Uhr-Aufstehen-Tage auch sehr gut kenne. Heute wird alles in einen Tag gepresst, da bleibt einem oft keine Wahl. Und irgendwelche Hotelnächte sonstwo verschieben das Problem nur auf den nächsten Tag.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
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wenn man einen Firmenmietwagen oder ein Firmen-KFZ benutzt
Oder Bus und Bahn, als bevorzugte Transportmittel...
Klar in den Reiserichtlinien festgelegt: Alle Reisen starten und enden am Firmenstandort. Anreise und heimkommen ist 100% Privatvergnügen. 24/7.

Muss ein extrem gut bezahlter Job sein, anders kann ich mir dieses Level an Leidensfähigkeit nicht erklären!
Eher umgekehrt, die unteren 70% der Beschäftigten müssen solche Leiden akzeptieren...
Es soll auch AN geben die einen Sinn in ihrer Arbeit sehen, akzeptieren dass irgendwer den Job halt machen muss. Und nicht sagen, den soll ein anderer machen (oder die KI).

Es ist ein Kardinalfehler solcher Menschen anzunehmen, bei Dienstleistern wie Airlines würde eine ähnliche Arbeitsmoral herrschen... Da macht einem Servicepersonal dann auf die Minute pünktlich den Schalter vor der Nase zu und verweist auf die digitalen Services.
Und, zurück zum Thema, bei den teuren Netzwerkairlines eher als bei den Billigairlines, die haben z.T. auch die Arbeitssklaven die eine Verantwortung ihren Kunden gegenüber empfinden.

Und irgendwelche Hotelnächte sonstwo verschieben das Problem nur auf den nächsten Tag.
Vor allem wenn die Flugpläne der Airlines am nächsten Tag auch schon wieder ein Aufstehen zu unchristlicher Zeit bedingen. Natürlich bevor es Frühstück im Hotel gibt. (An Bord gibt es ja sowieso keins mehr...).

Den Hohn kann ich aber nicht verstehen,
Den Hohn kenne ich sogar in der Firma, da Managementmeetings meist kürzer sind und Reisen innerhalb der Regelarbeitszeit erlauben... Da ist dann Montag oder Dienstag An- und Donnerstag oder Freitag Rückreisetag.
Es sind nur die Meetings auf Arbeitsebene die die ganze Wochen brauchen. Vom Kunden so gewünscht und geplant, und der ist nunmal König.
Außer bei Airlines, da ist er nur zu Gast.

Für mich sind daher die Billigflieger mit ihren Direktflügen an den Tagesrändern ganz klar Teil der Lebensqualität, eine Option manche Dienstreisen so kurz wie möglich zu machen. So manche AirBerlin Verbindung vermisse ich bitterlich. So manche inzwischen eingestellte von FR oder U2 auch.
Dass sie auch noch billig sind, interessiert dann nur meinen Chef bzw. die Shareholder, fällt aber realistisch gesehen bei den Gesamtreisekosten kaum ins Gewicht.
Und zumindest letzteres gilt auch für Provatreisen, so wie sich die Preise von Hotels, Restaurants und Mietwagen als auch Eintrittsgelder, Fahrkarten und Parkgebühren entwickelt haben, fällt der Flug eigentlich kaum mehr ins Gewicht, müsste man da wirklich nicht auf die letzen €50 gucken.
 

Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
9.716
290
FRA-XXX für Deutsche.
Direktflüge werden als hochwertiger und damit teurer definiert.
Nach der Logik müsste BER-AMS-XXX mit KL, BER-HEL-XXX mit AY genauso teuer sein wie BER-FRA-XXX mit LH. Dem ist aber nicht so, denn Sprache und Kultur spielen auch eine wesentliche Rolle für den Preis.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
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Nach der Logik müsste BER-AMS-XXX mit KL, BER-HEL-XXX mit AY genauso teuer sein wie BER-FRA-XXX mit LH.
Nein, eben exakt nicht.
BER-AMS-XXX mit KL, BER-HEL-XXX mit AY müsste etwa genauso teuer sein wie AMS-FRA-XXX oder HEL-MUC-XXX mit LH.
BER mit LH = Inland, BER mit KL oder AY = Ausland..
Ausland-Hub-Ziel ist bei allen Airlines im Schnitt billiger als Inland-Hub-Ziel oder Hub-Ziel. Weil es alle Airlines machen, ist es aber für keine ein Vorteil mehr. Die ersten die es so gemacht haben haben so Kunden abgeworben, inzwischen gleicht sich das koplett aus, fliegt ein gewisser Prozentsatz bei allen Airlines aus Kostengründen über ausländische Hubs. Einige Firmenkunden bevorzugen inländische Airlines, und werden dann halt abgezockt. Airlines wissen gut wie man Reiserichtlinien zum eigenen Vorteil ausnutzt...

Es gab hier z.B. mal einen Thread "benachteiligt SWISS Schweizer?" oder so, bin mit der Suchfunktion hier selten erfolgreich. Da wurde das auch diskutiert.
 

LINDRS

Erfahrenes Mitglied
03.04.2013
1.790
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DRS
Es sind nur die Meetings auf Arbeitsebene die die ganze Wochen brauchen. Vom Kunden so gewünscht und geplant, und der ist nunmal König.
Meine Meetings plane ich selbst, und auch meistens so, dass ich am gleichen Tag wieder zu Hause bin. Wochenlang irgendwo in Europa sitzen hätte ich keine Lust, und ja, dann soll den Job halt wer anders machen. Ich habe nur dieses eine Leben und das verbringe ich ganz sicher nicht Montagmorgen um 4:30 Uhr auf dem Weg zum Flughafen.
 
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Ed Size

Erfahrenes Mitglied
16.03.2009
9.716
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BER mit LH = Inland, BER mit KL oder AY = Ausland..
Ausland-Hub-Ziel ist bei allen Airlines im Schnitt billiger als Inland-Hub-Ziel oder Hub-Ziel.
Du hast in dem Post auf dem ich mich bezogen habe nur vorn der Umsteigeverbindung gesprochen, die immer günstiger ist als die direkte Verbindung. Der Auslands Malus beim Abflug hat eben was mit Sprache und Kultur zu tun. bei allen Airlines.

Damit du dich erinnerst:
Genau das ist das Geschäftsmodell fast aller Netzwerkairlines.
Bei LH ist z.B. AMS-FRA-XXX für Holländer in der Regel nicht 50 Euro teurer sondern deutlich billiger als FRA-XXX für Deutsche.
Direktflüge werden als hochwertiger und damit teurer definiert.
 

Volume

Erfahrenes Mitglied
01.06.2018
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Damit du dich erinnerst:
ich erinnere mich genau, "Bei LH" .... "für Holländer" ... "billiger" ... "als für Deutsche" habe ich geschrieben.

Der Auslands Malus
Nicht jeder empfindet es als Malus, billigere Flüge angeboten zu bekommen.

Meine Meetings plane ich selbst
Ja so macht es LH auch, die bestimmen auch selbst, was der Kunde zu haben will.
Ich orientiere mich eben an den Wünschen und Bedürfnissen meiner Kunden. Ist für mich kurzfristig weniger angenehm, sichert mir aber mittelfristig meinen Job.
Bedeutet natürlich umgekehrt auch, dass ich an andere ähnliche Ansprüche stelle, das bitte für den Frühflug dann auch eine angemessene Anzahl an Personal am Flughafen zu meiner Verfügung steht, damit ich nicht auch noch 90 Minuten in der Schlange stehen muss. Bei den Billigfliegern war das bisher immer der Fall. Bei FR in CGN hast du morgens um 6 immer einen Schalter für dich besetzt. Bisher...

Ich habe nur dieses eine Leben und das verbringe ich ganz sicher nicht Montagmorgen um 4:30 Uhr auf dem Weg zum Flughafen.
Ich habe dieses Leben schon lang. Ich habe mir schon als 14 jähriger mein Segelflughobby morgens um 4:30 in der Bachstube und kurz darauf auf dem Fahrrad als Brötchenjunge verdient. Mein Studium habe ich mir jahrelang auf dem Obst- und Gemüsegroßmarkt verdient, zu ähnlich nachtschlafender Zeit. Um 8:15 musste ich schließlich schon wieder im Hörsaal sitzen. Andere kellnern halt bis 1 Uhr nachts, die sind dann morgend auch nicht frischer. Ich muss immer stark an mich halten wenn Söder & Co. von der fleissigen Bevölkerung spricht, die um 7 Uhr aufsteht. Um 7 Uhr hatte ich schon die ersten 2.5 Arbeitsstunden hinter mir.
Von daher babe ich auch mit extremen Frühflügen wenig Probleme, war doch schon immer so mit dem früh aufstehen. Irgendwer muss diese Jobs halt machen, ich kann wohl kaum darauf bestehen dass es doch bitte andere tun sollen.

Und wenn nur die Billigflieger diese meine Bedürfnisse erfüllen, haben sie halt das Glück an mir Geld verdienen zu können.
Wie Femminello schreibt, sind diese Flieger ja zum Glück "schlecht" ausgelastet, also gut für die Kunden. Auf den Flügen hat man praktisch immer einen freien Nebenplatz.